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Apple beendet die Zusammenarbeit mit einem chinesischen Zulieferer wegen Kinderarbeit

Apple ist in den letzten 12 Monaten gerne mal in der Presse, wenn es um die Arbeitsbedingungen in China geht. Warum genau sich die Öffentlichkeit bei dem Thema momentan derart auf das Unternehmen aus Cupertino einschießt, ist nicht ersichtlich. Wahrscheinlich liegt es lediglich an daran, dass Apple momentan eines der wichtigsten Unternehmen ist, wenn es um Unterhaltungselektronik geht. Dabei engagiert sich Apple in dem Bereich mehr als viele Konkurrenten. Unter Tim Cook legt Apple besonderen Augenmerk auf den „Supplier Responsibility Report“, der detailliert Aufschluss über die Zuliefererunternehmen gibt. Aus dem siebenten Bericht, der gestern veröffentlicht wurde, geht hervor, dass man sich in Cupertino nicht scheut, auch mal Konsequenzen aus der Überprüfung zu ziehen.

Nachweis von Kinderarbeit führte zur Beendigung aller Zusammenarbeit

In dem Bericht finden sich auch die Ergebnisse der Überprüfung des chinesischen Circuit Board Herstellers Real Faith Pingzhou Electronics aus diesem Monat. Die Überprüfung deckte 74 Fälle von Kinderarbeit auf. Apples Richtlinien im Bereich Arbeitsalter lauten wie folgt:

The minimum age for employment or work is 15 years of age, the minimum age for employment in that country, or the age for completing compulsory education in thatcountry, whichever is higher.

Apple zog sofort die Konsequenzen aus dem Bericht und beendete die Geschäftsbeziehungen mit dem Zulieferer umgehend.

393 Überprüfungen wurden durchgeführt

Für den Zuliefererreport 2013 ließ Apple 393 einzelne Überprüfung durchführen. Das entspricht einem Anstieg um 72 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden in 14 Ländern Überprüfungen durchgeführt, die eine Gesamtzahl von 1,5 Millionen Arbeitnehmern in Fabriken und nicht produzierenden Einrichtungen wie CAll Center und Warenhäuser umfassten. Apple unterteilt die Berichte für jede Einrichtung in 5 Kategorien: Arbeits- und Menschenrechte, Gesundheit und Sicherheit, Umwelt, Ethik sowie Management.

Die detaillierten Ergebnisse lassen sich in dem 37-seitigen Bericht nachlesen. Besonders gut schnitt der Bereich Ethik ab. Außerdem fiel auf, dass nahezu überall die von Apple gesetzten Arbeitszeitlimits eingehalten wurden. Diese betragen 60 Stunden die Woche, wobei von sieben Tagen mindestens einer frei sein muss. In acht Unternehmen wurde der Einsatz von „bonded labor“, also Rückzahlung eines Darlehens mittels Arbeit, festgestellt. Diese Unternehmen mussten den betreffenden Arbeitern das einbehaltene Gehalt auszahlen.

Im Bereich Gesundheit und Sicherheit wurden keine großen Verletzungen der Richtlinien festgestellt, während der Bereich Umwelt besonders in China traditionell ein Problem darstellt. Besonders problematisch dabei ist der Ausstoß giftiger Stoffe. Außer der Tatsache, dass eine Einrichtung auf Bewährung gesetzt wurde, da sie giftige Öle in die Sammelbehälter der sanitären Einrichtungen entließ, wurden auch hier keine schweren Verletzungen festgestellt.

Am schlechtesten schnitt der Bereich Management ab. 158 der untersuchten Einrichtungen führen keine Untersuchungen ihrer eigenen Zulieferer durch und 154 haben keine Systeme zur internen Überprüfung.

Seitdem Apple 2011 erstmals Kinderarbeit bei einem seiner Zulieferer feststellte, gilt der Überprüfung der Zuliefererkette besonderes Augenmerk. Insbesondere das Unternehmen Hon Hai a.k.a Foxconn stand oft im Licht der Öffentlichkeit, und zwar immer zusammen mit Apple. Unter anderem deswegen trat Apple 2012 auch der Fair Labor Association bei.

 

(via AppleInsider)

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