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Spotify: Video-Streaming-Service geplant

Seit Spotify im letzten Jahr nach Deutschland gekommen ist, können auch Nutzer hierzulande sich über hervorragendes Musikstreaming freuen. WEltweit hat Spotify inzwischen über 24 Millionen User, sechs davon sind zahlende Premiumkunden. Und ein Ende ist nicht in Sicht. Deutsche Kunden nutzen den Service im Schnitt 109 Minuten am Tag. Wie ein Bericht von Business Insider nun verlauten ließ, plant Spotify für die Zukunft, sich mit Services wie Netflix, HBO, Maxdome und iTunes zu messen und neben Musik- auch Videostreaming anzubieten.

Videostreaming für mehr Unabhängigkeit

Business Insider bezieht sich dabei auf zwei Quellen, die “die Pläne des Unternehmens kennen”. Spotify holt zu einem Rundumschlag gegen die existierenden Video-on-Demand-Services aus und möchte Netflix langfristig gesehen die Krone in diesem Bereich abnehmen. Dies soll vor allem durch exklusiven Content erreicht werden. Exklusive Inhalte sind Teil von Netflix' neuester Strategie. Der Dienst brachte kürzlich die erste eigene Serie House of Cards heraus, die eine Zusammenarbeit mit dem Regisseur David Fincher ist.

Das plötzliche Interesse an Videostreaming entstand laut den Quellen, weil das Audio-Modell von Spotify nicht so anlief, wie die Macher sich das gedacht hatten. Business Insider schreibt:

The original plan for Spotify was that it would grow so popular with music listeners that Spotify would be able to dictate negotiations with the labels. This hasn't happened. This is in part because there are several Spotify competitors all bidding for the same rights to the same music. Even though it has become a significant source of revenue for the labels, Spotify still depends on the labels more than they depend on it.

Langfristig wollte Spotify sich in eine Position bewegen, in der man während der Contentverhandlungen mit den Labels die Bedingungen diktieren kann. Aufgrund der vielen Konkurrenz in der Branche ist es dazu aber nicht gekommen Spotify ist mehr von den Labels abhängig als die Labels von Spotifiy.

Das Videostreaming soll Spotify aus der Abhängigkeit von den Labels lösen. Ein interessanter Gedanke, aber man muss sich fragen, warum die Macher völlig neue Wege betreten wollen. Es wäre wohl einfacher, in Kooperation mit Musikern exklusive musikalische Inhalte anzubieten.

Zweifel am Bericht von Business Insider

Dementsprechend werden auch Zweifel an dem Bericht von Business Insider laut. Paul Sloan von CNET merkt an, dass das Gerücht nicht wirklich zu den Aussagen des Spotify-CEO Daniel Ek passen. Dieser sagte kürzlich, dass seine Firma sich vorerst auf Musik konzentriere. Auch VentureBeat meldete Zweifel an. Spotify sei finanziell schon sehr durch Musikrechte belastet. Man kann sich nicht vorstellen, dass noch genug Geld für exklusive Videoinhalte übrig sei. Gerüchte in diese Richtung habe es schließlich schon 2011 gegeben, von daher zweifele man an dem Wahrheitsgehalt.

 

Wie sieht es mit euch aus? Würdet ihr euch Filme und Serien auf Spotify ansehen? Wie viel würdet ihr für so einen Dienst zahlen wollen?

 

(via CultofMac)

 

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