Home » Apple » Apple und Facebook: Eine Beziehung mit Hindernissen

Apple und Facebook: Eine Beziehung mit Hindernissen

Apples iOS ist eines der meistgenutzten Systeme, mit denen User mittels der Facebook-App auf das Soziale Netzwerk zugreifen. Das Teilen von Inhalten via Facebook ist sowohl in iOS als auch in OS X fest integriert. Dennoch ist die Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen von mehr Schwierigkeiten geprägt, als man annehmen möchte. Die Ankündigung von Facebook Home und dessen Chancen auf Apples mobiler Plattform zeigen das deutlich.

Donnerstag war ein großer Tag für Facebook. Mit Facebook Home stellte man den ersten Schritt in Richtung eines primären Interfaces für mobile Endgeräte vor. Allerdings ist man vorerst auf einen Android-Launcher beschränkt. Dennoch war Apple in der nachfolgenden Diskussion stark vertreten, schließlich ist iOS eines der am weitesten verbreiteten mobilen Betriebssysteme, und solange man nur auf einen Launcher anstelle ein eigenes propriäteres Betriebssystem setzt wäre es definitiv nützlich, Facebook Home auch für iOS anzubieten. Facebook CEO Mark Zuckerberg gab in zwei auf das Event folgenden Interviews einige Auskünfte zum Thema Facebook und Apple.

In einem Interview mit Fortune schlängelte er sich geschickt um die Aussage, dass Facebook Home wohl nie für iOS-Geräte erhältlich sein wird:

We’d love to offer this on iPhone, and we just can’t today, and we will work with Apple to do the best experience that we can within what they want, but I think that a lot of people who really like Facebook — and just judging from the numbers, people are spending a fifth of their time in phones on Facebook, that’s a lot of people. This could really tip things in that direction. We’ll have to see how it plays out.

Auch gab er zu – diesmal in einem Interview mit Wired – dass die beiden Unternehmen eine recht unterschiedliche Philosophie verfolgen:

There are a bunch of companies that try to make every release perfect, and Apple is the best at that. That’s wonderful, but there’s another way of doing things that’s potentially even better over the long term—allow yourself room to experiment and don’t try to make each individual release as polished as possible.

Während Apple daran arbeitet, jedes Produkt so gut wie möglich zu perfektionieren, bevor es veröffentlicht wird, lässt Facebook siche her „Raum für Experimente“ und versucht nicht, jedes Release gleich auf Hochglanz zu bringen. Von der Firmenphilosophie her sieht Mark Zuckerberg Facebook näher an der offenen Politik von Google, auch wenn Facebook und Google sehr viel direktere Konkurrenten sind als Apple und Facebook.

Sollte Facebook sich aber entscheiden, irgendwann den Schritt zum eigenen Betriebssystem für Smartphones zu machen, so könnte das Unternehmen schnell den selben Weg gehen wie zuvor Google: Vom voll integrierten Apple-Partner zum Entwickler im App Store.

 

(via GigaOM)

 

Apple und Facebook: Eine Beziehung mit Hindernissen
4.27 (85.33%) 15 Artikel bewerten

Keine News mehr verpassen! Unsere App für iOS und Android mit praktischer Push-Funktion.


8 Kommentare

  1. Ob Home wirklich so nützlich ist und ob es bei der Masse ankommt wird sich zeigen (ich persönlich bezweifle es).

    Home für iOS wird sehr schwer, da es ein geschlossenes System ist und Apple Softwareänderungen in keinster Weise zulässt.

  2. ich finde schon dass facebook mit seinem Home großen Wurf gemacht hat und es vielen smarphoneusern gefallen wird. Allerdings denke ich auch dass diese App oft zu OS Abstürzten führen bzw ziemlich akkuleistung beeinträchtigen wird. Und eigittlich wer denkt das ist das Ende von iOS liegt auch vermutlich falsch. schon in mit iOS 5 hat apple versucht FB in eigene OS zu integrieren. wenn Apple mit dem neuen Release die Mitteilungzentrale weiter ausbaut, dann konnte es sogar noch interessanter werden als FB Home. Und wenn noch weitere Dienste wie Twitter dazu kämmen wäre es eine Allround Lösung mit mehren Aktivitäten aus verschiedenen Social Networks. Und dazu ohne Werbung.
    [Werbung entfernt. Die Möglichkeit, Links in den Usernamen einzubauen ist ausreichen. Die Redaktion]

  3. Die Integration dieser unsäglichen „Dienste“ wie Facebook oder Twitter in ein BETRIEBSSYSTEM (!) ist m.E. so ziemlich das dümmste, was Apple hat tun können! Selbstverständlich habe ich den Mist nicht aktiviert und bedaure fast täglich, dass sich das Zeug nicht rückstandsfrei entfernen lässt.
    Sollte Apple auf die Idee kommen, Facebook Home ebenfalls ins System zu übernehmen, kündige ich umgehend die Fan-Mitgliedschaft und wechsle zu einem Anbieter, der sich auf solchen Unfug nicht einlässt. Zieht Facebook Home in den AppStore ein, ist mir das egal, man muss den Quatsch ja nicht installieren.
    Sorry, das musste ich jetzt mal loswerden.

  4. Ich kann Jupp nur zustimmen, als User sollte mann selber entscheiden können ob man am sozialen Netzwerk teilnehmen möchte,
    Sollte Apple einen weg gehen der eine noch tiefere Anbindung an Facebook oder Twitter zur folge hat werde ich wieder ohne Smartphone unterwegs sein und mein Telefon wird wieder echte Tasten haben ;-)

  5. Facebook Home ist doch eher was für totale Facebook Junkies. Das dürfte ohnehin eher für Google zu einem Problem werden als für Apple. Android scheint für Google zu einem eiesigen Boomerang zu werden wie Amazon Kindle und Facebook Home eindrucksvoll zeigt….

  6. Ich kann euch verstehen aber regt euch doch nicht auf ;) Man muss es doch nicht aktivieren . Stört doch nicht

  7. Jupp, keine Angst soweit wird es sicherlich nicht kommen!!!

  8. Aus einer anderen quelle, leider gerade nicht zur Hand. Hab ich gelesen das Apple den massiven kontroll einfluss in die Privatsfähre der User nicht tolerieren kann und will.

    Das Netzt bietet tolle möglichkeiten daten und infos zu bekommen, facebook ist aber meiner meinung nach der größte mist. Mit email oder whats app usw kann ich genauso schnell ind viel komunizieren.

    Ich fand die aktion von Ellen (amerikanische Schauspielerin, Moderatorin usw.) cool. Sie hat vom Publikum Bilder die sie in Facebook gepostet haben öffentlich gezeigt, den meisten wardas komischerweise peinlich.