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Ab 2015 könnten Roaming-Gebühren in der EU entfallen

Nach dem Willen der EU-Kommissarin Neelie Kroes sollen sich die EU-Staaten dafür einsetzen, die EU-weiten Gebühren für Datentransfers bei Auslandsreisen ihrer Bürger ganz abzuschaffen. Dies stehe im Einklang mit der europäischen Regelung von Personen-, Finanz- und Güterfreiheit. Telefon- und Datenpakete sollen ohne Aufschläge zu den national geltenden Tarifen übermittelt werden, somit würde in der gesamten EU eine einheitliche Netzneutralität entstehen.

Kostenentlastung für Verbraucher

Kroes, die einst als Rektorin der Nijenrode Universität Bill Gates die Ehrendoktorwürde verliehen hatte, ist gegenwärtig zuständig für die „Digitale Agenda“ der EU und möchte als Geschenk an die Wähler kurz vor den kommenden Europawahlen die teuren Roaming-Preise vollständig abschaffen. Diese Gebühren werden jeweils bei Auslandsreisen fällig, wenn Handy- und Smartphonenutzer über ausländische Funknetze Dateneinheiten austauschen, SMS senden oder Gespräche tätigen. Auch eingehende Anrufe sind mit Extrakosten verbunden. Besonders hoch sind Preise für Datennutzung im Ausland, hier sind die Kunden mit hohen Aufpreisen konfrontiert, sodass für viele die Internetnutzung über die heimische Telefonnummer nahezu ausgeschlossen ist.

Die EU hat bereits eine Obergrenze für anfallende Telefon-Roaming-Gebühren eingeführt. Ausgehende Anrufe dürfen nicht mehr als 35 Cent kosten, angenommene Anrufe nicht mehr als 10 Cent. Diese Regelung gilt seit Sommer 2012.

Zeitnahe Umsetzung scheint sehr schwierig zu sein

Die Kommissarin möchte nun den EU-Telefonmarkt zugunsten der Verbraucher liberalisieren und diese Zusatzgebühren für die Inanspruchnahme der Telefonnetze in der gesamten EU abschaffen. Einerseits würden zwar durch die Nutzung der jeweils ausländischen Telefonnetze zusätzliche Kosten entstehen, da diese jedoch minimal ausfallen würden, könnte man auch vollständig auf ihre Abrechnung verzichten – so die Argumentation der Kommission. Hinzu kommt der Umstand, dass die jeweiligen Netzanbieter unterschiedlich hohe Roaming-Gebühren berechnen.
Kroes, Mitglied der liberalen niederländischen Volkspartei VVD, möchte ihr Ziel durch Vermittlung des Europaparlaments erreichen. Implementiert werden sollen ihre Vorschläge im Vorfeld der Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai 2014. Die Umsetzung könnte bis 2015 vollendet sein, wenn man alle gesetzlichen Übergangsfristen beachtet.

Zumindest im Inland kann man mit den richtigen Anbietern und Tarifen bares Geld beim Telefonieren einsparen. So könnt Ihr beispielsweise die attraktivsten Angebote schnell und einfach bei MeineSIM vergleichen und somit das Passendste aufspüren.

Ab 2015 könnten Roaming-Gebühren in der EU entfallen
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