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Apple Patente: Bessere Videoqualität für FaceTime bei niedriger Bandbreite

Seit 2010 hat Apple mit FaceTime einen hauseigenen Konkurrenten zu Videotelefoniediensten wie Skype. Mit FaceTime kann man Sprach- und Videoanrufe von einem Apple-Gerät zum anderen führen, auch von OS X zu iOS. Wie jedes Protokoll für Videotelefonie braucht auch FaceTime einiges an Bandbreite, vor allem, wenn ein flüssiges HD-Bild übertragen werden soll. Ein neuentdecktes Patent beschreibt nun eine Möglichkeit, wie man ein flüssiges Videobild erhalten kann, auch wenn nur wenig an Bandbreite zur Verfügung steht.

FaceTime trickst für flüssiges Video

Breitbandanschlüsse sind zwar immer weiter verbreitet (2008 verfügten 80 Prozent der Haushalte innerhalb der EU über einen Breitbandzugang), aber dennoch gibt es immer noch genug Haushalte, die sich mit geringer Bandbreite zufrieden geben müssen. Ganz zu schweigen vom mobilen Betrieb, in dem man nun mal nicht immer über eine 3G- oder 4G-Verbindung verfügt.

Mit einem frisch entdeckten Patent schlägt Apple genau in diese Bresche und möchte FaceTime-Nutzern auch bei geringer Bandbreite eine möglichst gute Videoqualität gewährleisten. Das Patent mit dem Titel “Video transmission using content-based frame search” beschreibt ein Verfahren, das den Umgang von FaceTime mit verloren gegangenen Frames verbessern soll.

Dazu nutzt FaceTime vorher aufgenommene Videodaten und -Informationen, um die bei dem Anruf übertragene Datenmenge so gering wie möglich zu halten. Das System erkennt Details wie beispielsweise Gesichtszüge und -größe und Ausrichtung im Video und nutzt diese zur Verringerung der Datenmenge. Dazu werden die Informationen in einer Datenbank gespeichert, auf die dann bei Bedarf zugegriffen werden kann. Statt eines Frames können dann vereinzelt auch einfach Datenbankinformationen an den Empfänger gesendet werden. Bei Personen, mit denen man häufig telefoniert, können einzelne Informationen auch auf dem Empfängergerät gespeichert werden, um die Datenmenge so noch weiter zu reduzieren.

Wenn bei geringer Bandbreite dann Frames verloren gehen, kann ddas System diese bis zu einem gewissen Grad mit Hilfe der Datenbank-Parameter ersetzen.

Außerdem kann das System zwischen der anrufenden Person und dem Hintergrund unterscheiden und in unterschiedlichen Auflösungen übertragen.

Bessere Qualität und niedrigerer Datenverkehr

Ein Vorteil des Systems liegt auf der Hand: Trotz einer niedrigen Übertragungsgeschwindigkeit werden FaceTime-Anrufe noch in vertretbarer Qualität möglich sein. Das trifft nicht nur auf die Video-, sondern auch auf die Audioübertragung zu. Denn wo an Videodaten gespart wird, ist mehr Bandbreite für die Sprachübertragung verfügbar.

Die Technologie könnte aber auch helfen, den Datenverkehr zu reduzieren. Smartphone-Netze müssen immer leistungsstärker werden, um mit der stetig steigenden Anzahl an Geräten klarkommen zu können. Da ist jede Verringerung des mobilen Datenverkehrs gern gesehen.

Der Patentantrag wurde 2012 eingereicht und führt Alex Tremain Nelson und Richard E. Crandall als Erfinder auf.

via Apple Insider

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Ein Kommentar

  1. Bitte ersetzt Facebook durch FaceTime, das ist im Text verwechselt worden.