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Viele Verlage zunehmend frustriert mit Apple News Plus

Der Apple Newsdienst News+ sorgt für verstärkten Frust bei vielen Verlagen. Der Frust bezieht sich auf die Kommunikation mit dem Konzern, die Formatierung und weiteren Problemen, berichtete Digiday kürzlich. Große Publisher würden außerdem bevorzugt behandelt, da sie einen Direktkanal zu Apple erhielten.

Wieso sind Verlage erbost?

Einst hatte Apple in seinen Pitches den Verlagshäusern versprochen Designressourcen und Artikelvorlagen bereitzustellen. Nach dem Bericht von Digiday der sich auf die Kommunikation mit fünf Verlagen bezieht, sei dieses Versprechen “halbwegs richtig” gewesen.

Apple verzichtete darauf, den Publishern Artikel-, und Inhaltsvorlagen zur Verfügung zu stellen. Das kalifornische Unternehmen verlagerte das Problem an mehrere Anbieter und sorgte nicht gerade für Freude bei den Verlagen.

Einige Verlage regten sich über die Kommunikation mit Apple auf. Alle Publisher bekamen eine E-Mail-Adresse, an die sie ihre Pitches übermitteln können. Die größeren Verlagshäuser hingegen erhielten eine Einladung zu einem privaten Slack-Kanal und hatten damit eine Direktverbindung zum Konzern.

Privater Kanal verärgert

Nur eine kleine ausgewählte Anzahl an Publishern bekam Zugang zu einem privaten Slack-Kanal und als die anderen Verlage davon erfuhren, löste dies Ärger aus. Laut den Angaben einer der Quellen spiele Apple mit Favoriten und es scheint immer gut für die “großen Jungs” zu sein, während der Rest außen vor bleibt und nicht den Direktkanal zu Apple nutzen kann.

Zur Erzeugung von Inhalten für Apple News+ arbeiten zahlreiche Verlage mit Tool, die PDFs scannen und in ein digitales Format umwandeln. Die Werkzeuge seien allerdings fehlerhaft und erforderten eine Neubearbeitung der Inhalte. Jede Ausgabe müsse erneut kopiert und gestaltet werden, bis das Design, Abstand und Formatierung stimmen.

Ob sich die Apple News+ Leserschaft trotz der manuellen Formatierung der Inhalte rechnet oder der Upload gescannter PDFs ausreicht, müssten dann die Verlage entscheiden. Vor allem kleinerer Zeitschriftenverlage, welche nicht die Ressourcen haben, um eigene Vorlagen zu erstellen, sehen sich mit einem Problem konfrontiert.

Riskante Investition

Wenn sich ein kleiner Verlag dazu entscheidet seine Designer und Entwickler damit zu beauftragen schöne Inhalte zu erschaffen, können sie sich nicht sicher sein ein Publikum dafür bei Apple News+ zu finden. Eine riskante Investition ohne Aussicht auf eine ausreichende Leserschaft.

Sollten die Probleme mit der Formatierung nicht gelöst werden, könnte dies langfristig negativ für den Apple Newsdienst sein. Es sei dann sehr wahrscheinlich, dass News+ zu einer Sammlung gescannter PDF-Dokumente wird und dies für 9,99 US-Dollar monatliche Grundgebühr.

In Deutschland ist Apple News+ noch nicht gestartet und wann dies der Fall sein wird, darüber gibt es aktuell keine Informationen.

 

Viele Verlage zunehmend frustriert mit Apple News Plus
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Ein Kommentar

  1. Überschrift: „Viele Verlage“

    Text: „Einige Verlage regten sich über die Kommunikation mit Apple auf. “

    Was auch klar ist: Es ist ein neuer Dienst. Apple kann sich persönlich sicherlich in der Anfangsphase (oder für immer) nur um die Großen kümmern. Für alle anderen gibt es Anbieter, die mit Apple sicher einen Vertrag geschlossen haben.

    Dass das Einstellen von Informationen Änderungen am Layout erfordert ist sicherlich jedem klar. Inwieweit das bei einem gut und bei anderen weniger gut gelingt ist sicherlich ebenso klar.

    Ich will nichts beschwichtigen, aber diese News ist leider eigentlich keine.