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iPhone, MacBook und Geldbörse
Symbolbild Apple Pay, Quelle: Pexels

Apple Pay wächst an der Ladenkasse, mit iOS 18.1 kommt Konkurrenz

Apple Pay hat 2024 auch im stationären Handel deutlich zugelegt. Laut einer Auswertung der Deutschen Bundesbank vom Dezember 2024 lief im zweiten Halbjahr 2024 etwa jede sechste Kartenzahlung in Deutschland über ein Smartphone oder eine Smartwatch. Das ist eine Verdreifachung im Vergleich zu zwei Jahren zuvor, als es erst jede zwanzigste war. An der Ladenkasse ist Apple Pay laut Bundesbank somit das meistgenutzte mobile Bezahlverfahren.

Der Ablauf erklärt einen Teil des Erfolgs: iPhone ans Terminal halten, Face ID gibt frei, fertig. Denn die Kartendaten muss niemand eintippen, weil sie als Token auf dem Gerät liegen. Der Händler bekommt also nie die echte Kartennummer auf den Bildschirm angezeigt. Genau diese Mischung aus Tempo und biometrischer Freigabe macht das Wallet an der Kasse so selbstverständlich wie den Einkauf im Browser.

Mit iOS 18.1 öffnet Apple die NFC-Schnittstelle

Jahrelang durfte allein Apple Pay den NFC-Chip des iPhones für Zahlungen nutzen. Das hat sich geändert. Im Juli 2024 einigte sich Apple mit der EU-Kommission darauf, die Schnittstelle im gesamten Europäischen Wirtschaftsraum für Dritte zu öffnen, kostenfrei und für zehn Jahre. Mit iOS 18.1 wurde die Zusage umgesetzt. Seitdem können Banken und Zahlungsdienste eigene Wallets bauen, sie als Standard festlegen und für die Freigabe auf Face ID oder Touch ID zugreifen. Sogar der Doppelklick auf die Seitentaste, der bisher fest zu Apple Wallet gehörte, lässt sich an eine fremde App koppeln.

Die ersten Anbieter sind bereits da. Schon Mitte Dezember 2024 schaltete das skandinavische Wallet Vipps MobilePay als erster Drittanbieter kontaktlose Zahlungen auf dem iPhone frei. PayPal startete im Mai 2025 in Deutschland Tap to Pay auf dem iPhone, Curve folgte im selben Monat. Auch klassische Banken ziehen nach. Volks- und Raiffeisenbanken kündigten an, ihre VR-Banking-App bis September 2025 zu einem iPhone-Wallet auszubauen, damit Girocard-Nutzer ohne Apple Pay per Tap to Pay zahlen können. Parallel arbeitet die europäische Initiative hinter Wero an einer eigenen Lösung. Der Dienst zählt nach eigenen Angaben über 40 Millionen registrierte Nutzer in Deutschland, Frankreich und Belgien und will die Zahlung im Geschäft per NFC bis 2026 möglich machen.

Die ersten Anbieter sind bereits da. Schon Mitte Dezember 2024 schaltete das skandinavische Wallet Vipps MobilePay als erster Drittanbieter kontaktlose Zahlungen auf dem iPhone frei. PayPal startete im Mai 2025 in Deutschland Tap to Pay auf dem iPhone, Curve folgte im selben Monat. Auch klassische Banken ziehen nach. Volks- und Raiffeisenbanken kündigten an, ihre VR-Banking-App bis September 2025 zu einem iPhone-Wallet auszubauen, damit Girocard-Nutzer ohne Apple Pay per Tap to Pay zahlen können.

Warum sieht der Händler nie die echte Kartennummer?

Hinter der schnellen Freigabe steckt ein Verfahren, das die eigentliche Kartennummer ersetzt. Beim Hinterlegen einer Karte erzeugt das System eine eigene Gerätenummer, die Device Account Number. Sie liegt verschlüsselt im Secure Element des iPhones. Die echte Kreditkartennummer speichert weder Apple auf seinen Servern noch das Gerät selbst.

Bei jeder Zahlung erzeugt das iPhone zusätzlich einen einmaligen Sicherheitscode. Der Händler sieht am Ende nur diese Kombination, nicht die Kartendaten und nicht den Namen, solange man im Laden bezahlt. Wer ein Gerät verliert, kann die hinterlegten Karten über die Apple-ID-Seite oder die Funktion „Wo ist?“ sperren, auch wenn das iPhone gerade offline ist. Im Geschäft selbst läuft die Zahlung ohne Internetverbindung, die Kommunikation geht direkt zwischen Chip und Terminal. Für die Apple Watch gilt eine zusätzliche Hürde. Sie verlangt einen eigenen Code, sobald man sie anlegt.

Tausend Euro Monatslimit bremst die Einzahlung

Auch in deutschen Online-Spielotheken läuft Apple Pay, freigeschaltet seit rund drei Jahren. Hier zählt aber weniger das Tempo der Zahlung als der Wert, der am Spiel selbst hängt. Auf Vergleichsportalen, die nach Casinos mit hohen Auszahlungsquoten sortieren, fällt der Abstand zwischen lizenziertem und nicht-lizenziertem Markt sofort auf. Internationale Anbieter werben mit RTP-Werten ab 96 Prozent. Auf der deutschen Whitelist liegt der effektive Return to Player meist bei rund 88 Prozent. Dazwischen steht die Spieleinsatzsteuer, die seit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 auf jeden Einsatz fällig wird.

Wie schnell die Zahlung durchläuft, ändert an der Obergrenze nichts. Bei in Deutschland lizenzierten Anbietern liegt das Limit bei 1.000 Euro pro Spieler und Monat, anbieterübergreifend. Die LUGAS-Limitdatei prüft jede Einzahlung in Echtzeit und blockiert weitere Apple-Pay-Transaktionen, sobald der Saldo voll ist. Erhöhungen auf bis zu 10.000 Euro sind möglich, aber nur nach einem Bonitätsnachweis und mit sieben Tagen Wartezeit. Apple Pay verkürzt damit einen Reibungspunkt, nicht den entscheidenden.

Apple Pay funktioniert nur in eine Richtung

Apple Pay ist als Push-Verfahren gebaut. Geld fließt aus dem Wallet hinaus, nicht zurück auf die Bank. Wer nur darauf setzt, braucht für eingehende Beträge eine zweite Methode, etwa die Überweisung auf das verifizierte Konto.

Seit dem Start in Deutschland im Dezember 2018 ist der Kreis der unterstützten Banken breit geworden. Zum Auftakt waren nur wenige Häuser dabei, unter anderem die Deutsche Bank, comdirect und N26. Die Sparkassen kamen Ende 2019 mit Kreditkarten und im Sommer 2020 mit der Girocard dazu, womit eine hohe Marktdurchdringung erreicht war. Genutzt wird das Wallet heute auf iPhone und Apple Watch, für Online-Käufe zusätzlich auf iPad und Mac. In einzelnen Regionen lässt sich damit auch der Nahverkehr bezahlen.

Ein passendes Gerät mit aktueller iOS-Version bleibt die Voraussetzung. Ohne das lässt sich keine Karte hinterlegen, und ohne Face ID, Touch ID oder Code gibt das iPhone keine Zahlung frei.

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