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Schriftsteller beschuldigen Apple der Urheberrechtsverletzung

Insgesamt neun verschiedene Autoren wollen Apple verklagen, da angeblich Bücher aus dem Bookstore vertrieben wurden, denen die Autoren keine Genehmigung erteilt haben. Es handelt sich dabei um 37 Werke und 1,9 Millionen US-Dollar, an denen Apple direkt mitverdient hat.

Peking – Chinesische Behörden akzeptierten kürzlich mehrere Klagen gegen das kalifornische Unternehmen in denen sich Autoren dagegen wehren, dass e-Books aus Apples Store mutmaßlich illegal und ohne Genehmigung verkauft werden, was die Urheberrechte verletzen und den Schriftstellern massig Einnahmen vereiteln soll. So sollen die Bücher direkt über den Bookstore zu downloaden sein, wobei Cupertino hier an jedem heruntergeladenen Buch 30 Prozent am Umsatz mitverdient.

Der offizielle Vertreter der Autorenvereinigung, Bei Zhicheng, titulierte Apples Geschäftsgebaren als „reinen Diebstahl“, und wies im selben Zuge darauf hin, dass man Cupertino bereits zuvor dazu aufgefordert habe, Urheberrechtszertifikate für die verkauften Produkte bereitzustellen. Dies soll Apple jedoch (entgegen der üblichen Handhabe) direkt abgelehnt haben. „Etwa 20 Millionen Menschen in China nutzen Apple-Produkte und den App Store, aber viele von ihnen wissen gar nicht, dass hier illegale Kopien von Büchern angeboten werden“, kritisiert Bei weiter, und betont dass mit diesen mutmaßlichen Schwarzverkäufen Verluste im Millionenbereich für die Autoren realisiert werden.

Bis jetzt sind die Klagen lediglich akzeptiert worden. Es wird dann demnächst um 37 Werke verhandelt, bei einem Streitwert von 1,88 Millionen Dollar. Dieses Volumen ist im Verhältnis zu über 30.000 gesamten Bücher zwar verschwindend gering, doch sollte an den Vorwürfen etwas dran sein, beziehungsweise, sollten die Autoren Recht bekommen, ließe sich nur erahnen, wie viele weitere Schriftsteller sich noch melden könnten. Bleibt im Sinne Cupertinos zu hoffen, dass es sich bestenfalls um einen Irrtum, schlimmstenfalls um ein Versehen handelt, denn Urheberrechtsverletzungen sollte Apple sich bei seinem Ruf nicht leisten. Warten wir ab.

Quelle: futurezone / electronista (engl.)

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5 Kommentare

  1. Frech

  2. Aha. Apple ist doch so wie ich es sehe der Vertrieb, aber wer hat denn die Bücher in den Store gestellt? Wäre das nicht der entsprechende Anspruchsgegner?

  3. @BlueFalcon
    Nicht so wie Apple das handhabt. Da das ganze ein geschlossenes System ist hat Apple hier die Hoheit darüber. Es ist immer der verantwortlich der Besitzer des Systems ist.selbst inApp Käufe werden von Apple über deren Server abgewickelt und kein Anbieter kann da raus.

  4. Das mag richtig sein, jedoch ist es nicht Apple der die Bücher veröffentlicht hat und als eBook für iBooks bereitstellt. Die Rechte an dem Buch hält nicht Apple, sondern der Verlag. Apple stellt, wenn auch als geschlossenes System, die Vertriebsbasis.
    Das ist vergleichbar mit einem normalen Buch das als Sonderausgabe für Thalia oder Hugendubel in den dortigen Läden verkauft wird, dessen Rechte aber weiterhin bei Bertelsmann oder Taschen Verlag liegen.

  5. Meines Erachtens müssten sich die Schriftsteller an ihre Verleger wenden. Und prüfen, ob die im Autorenvertrag e-book-Verwendung verankert haben. In dem Fall würde das Autorenonorar über den Verlag an die Schriftsteller ausgezahlt werden. — Oder aber die Verleger treten an Apple wegen nicht genehmigter Verbreitung ihrer Werke. — Bleibt immer noch die Frage, ob die Verlage es waren, die die e-Books bei Apple eingestellt haben oder betrügerische Trittbrettfahrer.