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iBooks Author in der Kritik

Letzte Woche erst kam die neue Mac Application iBooks Author in den Appstore, welche zum Apple Education Event in  New York vorgestellt wurde. Man wolle damit das Bildungssystem revolutionieren und einen neuen (besseren) Weg des Lernens erfinden. Leider macht das Produkt aufgrund der restriktiven Lizenzbestimmungen nun Negativschlagzeilen.

Mit iBooks Author hat Apple letzte Woche ein sehr komfortables Programm zur Erstellung und Veröffentlichung von Büchern herausgebracht. Die interaktiven Integrationsmöglichkeiten, wie etwa das Einbinden von Videos, Stichworten im Glossar oder Anzeigen von 3D-Modellen, sollten das Lernen vereinfachen, und die Schüler und Studenten wieder mit Spaß an die Arbeit bringen. Insoweit scheint Apple auch weiterhin auf Kurs zu bleiben, doch Autoren beschweren sich vermehrt darüber, dass man in iBooks erstellte Bücher, ausschließlich über den iBookstore verkaufen darf.

Noch schlimmer als der Fakt an sich, ist eigentlich die Tatsache, dass man bis zum fertigen Abschluss des Projektes nicht darauf hingewiesen wird. So kann es passieren, dass ein erstelltes Buch, sowohl in den iBooksStore hochgeladen, und eventuell noch über andere Vertriebe wie Amazon und Co. verkauft sollte. Dies ist jedoch seitens Apple verboten. Und noch besser wird die Angelegenheit, wenn das Buch von Apple, welches sich das Recht vorbehält, abgelehnt wird. Einzige Ausnahme sind Bücher, die zur kostenlosen Verbreitung veröffentlicht werden sollen. Da macht Cupertino keine Probleme.

Gut, man muss der Ordnung halber entgegenhalten, dass das Tool zum einen kostenlos ist (Microsoft Word oder spezielle Autorenprogramme sind das nicht), und die verlangten 30 Prozent an jedem verkauften Exemplar noch unter dem Marktpreisen für Online-Stores liegen (zum Vergleich Amazon verlangt 30 -70%). Daran gemessen, betrifft diese Problematik lediglich diejenigen Autoren, die ihr Skript nur in iBooks entworfen haben, und es anderweitig veräußern wollten. Der Großteil der Autoren, wird ihr vorheriges Dokument einfach eingefügt und formatiert haben.

Apple lockt also ein weiteres Mal mit der Einfachheit seiner Software, die spielerisch und effektiv zu bedienen ist (selbst getestet). Den Autor allerdings hinterher darauf hinzuweisen, könnte im Einzelfall auch dazu führen, dass gute und nützliche Bücher, nicht in den Handel kommen. Ein Lehrer der das Buch erstellt, kann von seinen Schülern wohl kaum verlangen, dass sich all jene iTunes und eine Apple-ID zulegen. Oder doch? Ist das nun Größenwahn, oder lediglich sehr gerissenes Marketing?

Quelle: Netzwelt

iBooks Author in der Kritik
4.3 (86.09%) 23 Artikel bewerten

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7 Kommentare

  1. Und in dem Zusammenhang ...

    … kann ich Kritik überhaupt nicht verstehen. Es ist absolut genial, dass man nun Bücher jedweder Art im Bookstore vertreiben. Muss sich um nichts kümmern. Mach das mal mit einem Verlag durch – und was bleibt da für den Autor übrig? Außerdem bindet man sich bei einem Verlag auch. Ich denke eher, dass hier die Medien versuchen, Kritik zu erfinden, die es gar nicht gibt. Und sie muss negativ sein, sonst redet keiner drüber. Einziger Kritikpunkt ist vielleicht, dass man erst am Ende auf die Bedingungen hingewiesen wird. Aber das hat ja nun wirklich schon jeder in der Presse gelesen.

  2. Versteh ich nicht man bekommt kostenlos ein geniales Programm und einen riesigen Markt und regt sich denn auf wenn Apple eins zwei regeln dazu packt! Denn nehmt euch Zettel und Stift schreibt eure Bücher und verkauft sieh auf dem Markt !

  3. themanwhochangedtheworld

    Diese „Kritik“ ist völlig unberechtigt. Warum wohl bringt Apple ein KOSTENLOSES Programm raus mit dem man Bücher schreiben kann? Vielleicht damit man damit ein Buch schreibt und es woanders verkauft?Es ist ja wohl klar das Apple hier mitverdienen will. Wer wirklich ein Buch damit geschrieben hat und gedacht hat er könne es auch auf anderen Plattformen verkaufen ist einfach nur naiv!

  4. Ich verstehe die Kritiken auch nicht so ganz. Alsob Apple wirklich erlauben würde sein Buch auch über Amazon und grade Google, seinen direkte Konkurrent zu vertreiben. Habe ich auch noch nie gehört. Den einzigen Kritikpunkt an den was dran ist, wäre das das Programm nur für Mac-Systeme ist. Man kauft sich doch nicht extra dafür keinen Mac-Rechner und muss noch 30% an Apple Abdrücken. Gibt es auch Windows-Programme?

  5. sorry apple ist einmal mehr gierig, grössenwahnsinnig, arrogant

    es wird zeit für mich Apple den Rücken zu kehren

  6. www.micha-bloggt.de

    Das hat doch nix mit Größenwahn zu tun oO?
    Einige scheinen nicht zu erstehen wie viel Arbeit es macht eine Software zu entwickeln. Mehrere Mitarbeiter müssen bezahlt werden, lizensen, anwälte, Prüfungen, Arbeitszeit, Strom, technik bah bah.. Dann wird die Software (die bis dato etwa 50.000 € Entwicklungskosten verschlungen hat) Kostenlos angeboten. Und wozu? Um lehrinhalte einfacher zu publizieren. Aber dann doch nicht zugunsten der konkurrenz? Wer macht das schon? Also ich kenne keine Firma die 50.000€ ausgibt und damit den Umsatz der Konkurenz fördert! Oder gehst du Arbeiten und dein Lohn geht auf mein Konto?
    Außerdem könnten google und Co doch ebenfalls so ne Software anbieten, wenn sie wöllten..)

  7. ich mag ibooks (: