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Apple arbeitet an einem neuen, adaptiven Audio-Format

Bereits im Januar wurde ein Interview mit Neil Young veröffentlicht, in dem der Musiker behauptet, Steve Jobs habe ein neues Format für Audiodateien entwickeln wollen, das den Qualitätsverlust beim Komprimieren der Daten möglichst gering hält. Neue Quellen geben diesen Gerüchten jetzt neuen Auftrieb. Angeblich arbeitet Apple an einem Format, das sich an die Bandbreite und Hardwarevoraussetzungen des Users anpasst und ihn so Musik in unterschiedlicher Qualität runterladen oder streamen lässt.

Momentan sind die Medien voll von Nachrichten über das neue iPad, das Apple TV und das iPhone 5. Dabei gerät eines der Hauptstandbeine Apples oft etwas an den Rand des Interesses: Der Handel mit digitaler Musik über iTunes. Der vor einigen Monaten gestartet Dienst iTunes-Match hat derzeit noch mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen und das in iTunes benutzte Format AAC hat schon das ein oder andere Jährchen auf dem Buckel.

Ein neues Audioformat würde also durchaus Sinn machen. Young sagte in dem Interview, dass der Hörer von digitaler Musik etwa 5 % der tatsächlichen Musikqualität, wie sie im Studio entsteht, zu hören bekomme. Das digitale Zeitalter werte die Qualität von Musik herab, nicht herauf.

Details über das neue Format sind nur wenige bekannt. Eine Quelle mit „Insider-Wissen über den Vorgang“ sagte, Apple habe ein Londoner Studio darum gebeten, Audio-Dateien für ein neues Dateiformat vorzubereiten, das sich an die Bandbreite und die Hardware des Users anpasst. Am PC oder Mac zu Hause könnte der Cloud-User seine Musik dann in hoher Qualität genießen, während für das iPhone die „gewöhnliche“ MP3-Qualität bereitgestellt wird.

Apple könnte auch den Dienst iTunes Match mit so einem Format aufwerten. Der User hätte damit die Möglichkeit, seine komplette Musiksammlung in High-Definition-Audio umzuwandeln. Außerdem wäre ein Streamingdienst nach dem Vorbild von Last.fm denkbar. Ein solcher Ansatz dürfte in Deutschland allerdings an der GEMA scheitern.

Es ist unklar, ob Apple ein Format entwickelt, dass die Qualität in Echtzeit je nach abrufendem Gerät und Bandbreite ändert oder einfach mehrere Formate für die gleichen Dateien speichert. Apple selber antwortete auf eine entsprechende Anfrage bezüglich des neuen Formats, man „kommentiere Gerüchte und Spekulationen nicht“.

Wir sind gespannt, was Apple sich einfallen lässt. Denn neben all der schönen neuen Hardware ist es vor allem die kontinuierliche Weiterentwicklung von schon seit langem bestehenden Angeboten und Technologien, die Apple von der Konkurrenz abhebt.

Quelle: The Guardian (engl.) und Ars Technica (engl.)

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8 Kommentare

  1. Diese „dass/das-Fehler“ sind schon extrem hier in den Berichten. Ich schlage mal einen Qualifizierungslehrgang vor.

    Im Übrigen glaube, dass(!)höchstens 5% der Musikhörer überhaupt einen besseren Klang benötigen und/oder einen Unterschied bemerken würden. Zudem fehlen den meisten ohnehin die notwendige Technik, sprich vor allem gute Lautsprecher. Ich selbst benutze auch ein uraltes System und mir reicht dies vollkommen aus. Ein echter Musikliebhaber würde da wahrscheinlich verrückt, aber wie gesagt, wie viel Prozent der Bevölkerung sind echte Musikliebhaber mit entsprechend ausgeprägtem Gehör und Equipment?

  2. Ja das habe ich doch heute schon mal gelesen………ich würde ein kleineres Format begrüßen! So für unterwegs halt!

  3. Ein neues Format würde ich sehr begrüßen. Trotz der großen Verbreitung von Apple Produkten wird es aber schwer ein neues Format gegen MP3 durchzusetzen.
    Ich konnte MP3 noch nie leiden. Nur leider legen die meisten nur wenig Wert auf Qualität weswegen bessere Formate und Medien wie z.B. MiniDisc irgendwann wieder ausstarben. Wenn es qualitativ sehr gut und dennoch nicht speicherintensiv ist her damit.

  4. Hightechjäger

    Man verzeihe mir die Ironie. Wie kann denn ein Dateiformat in die Jahre kommen. AAC ist alt. Oh Schreck was jetzt. Seit Jahren gibt es PDF jpg Doc etc. Und so wird das auch bleiben. Und wie mein Vorredner sagt. Welcher Hörer kann Bitrate 128 von einer besseren unterscheiden ?

  5. Zitat Hightechjäger :

    Man verzeihe mir die Ironie. Wie kann denn ein Dateiformat in die Jahre kommen. AAC ist alt. Oh Schreck was jetzt. Seit Jahren gibt es PDF jpg Doc etc. Und so wird das auch bleiben. Und wie mein Vorredner sagt. Welcher Hörer kann Bitrate 128 von einer besseren unterscheiden ?

    also ich kann sehr gut z.b 128bitrate und 192bitrate unterscheiden, ganz ohne probleme wenn ich beide dateien nacheinander hören kann.. und finde dass 128er bitrate sehr schlechte qualität bringt, bevorzuge immer die 192er!!! allerdings z.B sehe ich fast keine unterschiede mehr zwischen 192 und 160bitrate nur bei sehr guten boxen. also im prinzip ist mir egal welche bit rate muss aber mehr als 128kbits sein und am besten über 160!!!!

  6. Bei 128 kbit/s höre ich auch eine Verschlechterung gegenüber 192 kbit/s. Jedoch wird es bei höheren Bitraten dann schon sehr schwer. Allerdings bevorzuge ich dennoch 320 kbit/s, FLAC oder WAVE. Zum Glück bieten Music Downloadportale in 320 kbit/s an. Ich glaube aber nicht, dass Apple mit der neuen Entwicklung schon nächste Woche ankommt sondern erst zum alljährlichen iPod Event im Herbst.

  7. @Hightechjäger:

    Der Vergleich von Musikformaten mit Textformaten ist an den Haaren herbei gezogen und fällt unter das berühmte Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Aber knüpfen wir doch mal an den Bildformaten an: Wäre etwa ein Format, das die Informationen einer RAW-Datei, die oft eine Größe im zweistelligen MB-Bereich hat, auf die Größe eines gewöhnlichen Jpeg komprimiert uninteressant?
    Ähnlich verhält es sich mit Musikformaten. Ein Format, das die Qualität einer FLAC-Datei in die Größe einer 192kb/s-MP3 transportiert wäre absolut interessant. Genauso wie ein Format, dass die Qualität der Musik dynamisch verändern kann.

  8. Ich hoffe auch langsam auf einer Verbesserung des Audio format. Der einzige kritische Punkt in dem ganzen ist, dass die Datei vielleicht einen ganz anderen Tag hat. So würde es Jahre dauern bis sie sich am Markt durchsetzt.
    Den Unterschied zwischen 128bitrate und mehr, merkst du an einer PA auf Großraum sehr. Aber wie gesagt bis sich ein neues Format durchsetzt,