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Das Retina MacBook ist Schuld: Apple verzichtet auf EPEAT

Umweltschutz ist ein Thema, an dem heute kein großes Unternehmen mehr vorbei kommt. Apple macht da keine Ausnahme, und das Unternehmen kommt seiner Verantwortung gegenüber unserem Planeten im Grunde sehr gut nach. Ein treffendes Beispiel ist die gerade stattfindende Wandlung der Energieversorgung des Serverparks in North Carolina von Kohlestrom zu erneuerbaren Energien. Auf der Umweltseite des Unternehmens fanden sich bisher zwei Label, die die Umweltverträglichkeit der Produkte aus Cupertino bestätigen: Der Energystar und das EPEAT-Goldlabel. Auf letzteres muss Apple nun vorerst verzichten.

Was ist EPEAT und warum muss Apple verzichten?

EPEAT bedeutet ausgeschrieben „Electronic Product Environmental Assessment Tool“. Das durchführende Forschungsinstitut bemisst die Umweltverträglichkeit von elektronischen Produkten „basiert auf der Möglichkeit, es zu recyclen, wie viel Energie es verbraucht und wie es designed und hergestellt ist. Zusammen mit einigen anderen Tech-Unternehmen aus Cupertino war Apple immer unter den großen Unterstützern von EPEAT und trägt das Goldlabel des Projekts bereits seit mehreren Jahren.

Oder besser trug. Denn vor kurzem hat Apple von sich aus alle 39 Produkte von EPEAT gelöst. Das heißt, das keines der Geräte mehr das Label trägt. In einem Interview mit dem CIO Journal (engl.) bestätigte EPEAT-CEO Robert Frisbee, das Apple seine Produkte aus dem Programm zurückgezogen hat:

They said their design direction was no longer consistent with the EPEAT requirements. They were important supporters and we are disappointed that they don’t want their products measured by this standard anymore.

Das bedeutet selbstverständlich nicht, dass Apples Geräte auf einmal weniger umweltverträglich wären. Die Kollegen vom amerikanischen Blog iFixit (engl.) konnten mit näheren Informationen aufwarten, warum Apple sich von EPEAT zurückzog:

According to my EPEAT contacts, Apple’s mobile design direction is in conflict with the intended direction of the standard. Specifically, the standard lays out particular requirements for product “disassemble-ability,” a very important consideration for recycling: “External enclosures, chassis, and electronic subassemblies shall be removable with commonly available tools or by hand.” Electronics recyclers need to take out hazardous components such as batteries before sending computers through their shredders, because batteries can catch fire when punctured.

Der Grund ist also, dass das Design von mobilen Produkten Apples nicht mehr mit den Richtlinien von EPEAT übereinstimmt. Speziell dürfte hier das neue Retina MacBook Pro gemeint sein. Die Richtlinien besagen, dass alle Bauelemente per Hand oder mit üblichen Werkzeugen entfernbar sein müssen. Auf die im Gehäuse verklebte Batterie des MacBooks dürfte dies nicht mehr zutreffen. Scheinbar will Apple dieses Design auch mit zukünftigen Produkten verfolgen und wollte sich daher von EPEAT lösen.

 

Was bedeutet das für Apple?

Nun könnte man denken, dass dies Apple doch eigentlich egal sein könne. Schließlich handele es sich lediglich um ein Zertifikat. Das entspricht aber nicht völlig der Wahrheit. Denn die US-Regierung, viele große Unternehmen sowie Bildungseinrichtungen verlangen ein EPEAT-Zertifikat für alle gekauften Geräte. Das heißt, Apple könnte in Zukunft eine beträchtliche Zahl von Großkunden verlieren.

Apple selber hat noch keine Stellungnahme zu der Problematik abgegeben. Wir sind jedoch gespannt darauf, wie dieser große Schritt begründet werden wird.

Das Retina MacBook ist Schuld: Apple verzichtet auf EPEAT
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4 Kommentare

  1. Die Amis spinnen. Sollten sich mal mehr um ihre immer noch vorhandenen Rassenprobleme kümmern und darum das ein Großteil der Bevölkerung ultrarechts die Evolution verleugnet.
    So ein Siegel ist doch Schwachsinn. Apple Produkte werden nicht entsorgt, sondern weiterverkauft. Wenn das nicht mehr der Fall ist, spielt eine Beschädigung keine Rolle mehr und man kann auch einen verklebten Akku entfernen, da nichts mehr kaputt gehen kann bzw. Defekte dann eh egal sind.

    Mann, wann begreifen diese Umweltfuzzis mal langsam, das Bio nicht Bio ist – das grün nicht grün ist und das wir heute nicht mehr in Höhlen leben

  2. Fettes like für den vor mir!

  3. www.Micha-bloggt.de

    Fettes like für den ersten Kommentar! =)

  4. :-) — Danke

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