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Steuerflucht: Apple, Google und Co werden in Zukunft stärker zur Kasse gebeten

International tätige Unternehmen, wie zum Beispiel Apple oder auch Google, nutzen die Schlupflöcher im Steuersystem gnadenlos aus und sparen somit trotz Milliardengewinne immense Kosten, die für den Fiskus abgeführt werden müssten. Nachdem vor einigen Wochen bereits die besagten Praktiken dieser zumeist US-amerikanischen Unternehmen sehr stark in den Medien kritisiert wurden, folgt nun ein erster Aktionsplan der OECD, der Apples Finanzabteilung bei Umsetzung in der Praxis einige zusätzliche Arbeit verschaffen wird.

Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit OECD möchte in Zukunft die bestehenden Steuerschlupflöcher schließen und es für Großkonzerne unmöglich machen, zu zahlende Steuern zu vermeiden. Vor allem Unternehmen wie Apple und Google werden somit wohl zur Kasse gebeten, damit das System grundlegend mehrere Milliarden Euro einbringen kann. Derzeit ist es nämlich noch der Fall, dass einige Unternehmen teilweise gar keine bis nur sehr wenige Abgaben an den Fiskus leisten, was nicht im Interesse der Allgemeinheit sein kann, wenn im Inland zu versteuernder Gewinn nicht ordnungsgemäß abgeführt wird.

Schäuble: „Jeder muss einen fairen Beitrag leisten“

Der Aktionsplan der OECD beinhaltet insgesamt 15 Maßnahmen, der nicht gegen ein konkretes Unternehmen gerichtet ist, sondern nur die Möglichkeiten der Steuerflucht verhindern soll. Im Zuge der Präsentation des Plans äußerte sich auf Deutschlands Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und bestätigte, dass internationale Konzerne im jeweiligen Land ihren Beitrag leisten müssen, wo Gewinne eingefahren werden.

Steuerflucht: Apple, Google und Co werden in Zukunft stärker zur Kasse gebeten
3.57 (71.43%) 14 Artikel bewerten

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7 Kommentare

  1. In der Sache ist Ihr Artikel richtig und informativ. Der Aufmacher aber ist irreführung und tendenziös. Es handelt sich nicht um Steuerflucht, sondern Steueroptimierung. Apple & Co sind keine Steuerflüchtlinge, nutzen aber bestehendes Recht. Dass die europäischen Steuerbehörden nicht in der Lage sind einheitliche Regeln aufzustellen, kann diesen Unternehmen nicht angelastet werden.
    Übrigens: Es gibt keine „Unkosten“. Es gibt nur „Kosten“

  2. Stimmt, der Artikel ist richtig schlecht. Unklare Formulierungen, falsche Bezeichnungen, Grammatikfehler, Vulgärsprache – hier war wohl Nachbar’s Junge statt eines Journalisten am Werk.

  3. wenn diese Steuerschlupfloecher geschlossen werden, kann man dann damit rechnen, dass die Preise der Produkte in die Höhe geht?

  4. @matze

    Dumm wie der Nachbars junge

  5. Ulf Böhme, hat mit seinem Kommentar das Wort Steuerflüchtige richtig gestellt. Firmen nutzen bestehendes Steuerrecht, das ist ihr Recht.
    Matze, ich finde den Artikel so in Ordnung.
    Gesetze müssen geändert werden.
    Die Preise für Geräte richten sich nicht nach den Steuerabgaben, sondern nach ganz anderen Dinge bestimmen den Preis.

  6. Diese Problematik ist den Regierungen mehr als bewusst (denn immerhin entgeht ihnen ja das wichtige Geld) und ist nicht nur bei Apple, Google und Co. der Fall, sondern generell bei allen großen Konzernen wie Volkswagen, Banken, etc. zu finden. Jedoch hindert die Bürokratie und der Lobbyismus eine dynamische und schnelle Änderung internationaler Gesetze. Denn damit es klappt, müssen alle Länder an einem Strang ziehen. Sobald einer auch nur irgendwelche Steuervergünstigungen macht, ist das Spiel zu Ende.

  7. Zitat Dizzle :

    Diese Problematik ist den Regierungen mehr als bewusst (denn immerhin entgeht ihnen ja das wichtige Geld) und ist nicht nur bei Apple, Google und Co. der Fall, sondern generell bei allen großen Konzernen wie Volkswagen, Banken, etc. zu finden. Jedoch hindert die Bürokratie und der Lobbyismus eine dynamische und schnelle Änderung internationaler Gesetze. Denn damit es klappt, müssen alle Länder an einem Strang ziehen. Sobald einer auch nur irgendwelche Steuervergünstigungen macht, ist das Spiel zu Ende.

    Amen