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Apple kündigt massive Änderungen im App Store an

Große Änderungen im App Store werfen ihre Schatten voraus. Sie betreffen vor allem Entwickler und indirekt auch Anwender. Es geht um neue Bedingungen für Abonnements – und bezahlte Suchergebnisse.

Phil Schiller packt aus

Apples Marketing-Chef Phil Schiller hat sich unter anderem mit The Verge unterhalten und dabei im Interview einige anstehende Änderungen für den App Store angekündigt, für den er seit Dezember 2015 zuständig ist. Es geht dabei um Verbesserungen bei der Suchfunktion, Abonnements für alle Entwickler und Werbeanzeigen bei App-Store-Suchanfragen.

Die erste Änderung betrifft Abos. Die Möglichkeit von Abonnements will Apple für alle Produkt-Kategorien freigeben, sodass Apps als Dienstleistung genutzt werden können. Apple will Entwicklern damit ein Werkzeug an die Hand geben, nachhaltig Umsatz zu generieren, anstatt Apps einmalig für einen bestimmten Preis zu verkaufen. Apple will weiterhin einen Treue-Bonus für App-Entwickler einführen, sodass bezahlte Abonnements über mehrere Apps hinweg genutzt werden können. Dafür sollen bis zu 200 neue Preiskategorien (für die einzelnen Währungen) eingeführt werden.

Weiterhin will sich Apple großzügiger zeigen beim eigenen Anteil. Bislang gehen 30% sämtlicher Umsätze an Apple. In Zukunft soll es so sein, dass Abonnements, die länger als ein Jahr laufen, nur noch 15% an Gebühren kosten – ein App-Entwickler würde also ab dem zweiten Jahr 85 statt 70% der Einnahmen ausgezahlt bekommen.

Neuerungen bei der Suche

Aber das ist noch nicht alles. Apple auch die Suche im App Store modifizieren. Entwickler sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Apps in den Suchergebnissen zu bewerben. Das gesponserte Suchergebnis wird dieselben Informationen enthalten wie ein regulärer Treffer. Entwickler können nur für ihre eigenen Apps werben und das System soll als Auktion funktionieren, ähnlich wie das bei anderen Vermarktern schon immer gängig ist.

Google schließt sich Abo-Modell an

Wie Re/code berichtet, plant Google auch Änderungen an seinem Abo-Modell. Es liest sich verdächtig nach obigen Informationen – bei Google gab es bislang auch eine Teilung von 70% für den Entwickler und 30% für Google, für In-App-Abonnements soll sich das auf die gleichen 85/15 ändern. Einziger Unterschied wird sein, dass Google auch im ersten Jahr auf die Hälfte seines Anteils verzichtet.

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