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Spionage-Chips in Apple-Servern: Das ist der Stand der Ermittlungen

In den letzten Tagen gab es verschiedenste Berichte über einen möglichen Spionage-Skandal: Offiziere der chinesischen Volksbefreiungsarmee sollen Mitarbeiter von Zuliefererfirmen bestochen haben, damit diese Spionage-Chips auf das Motherboard von Servern verlöten. Die beschriebenen Server sind unter anderem Teil der Rechenzentren von Amazon und Apple. In der Folge dementierten die Konzerne diese Berichte schnell – und das amerikanische „Departement of Homeland Security“ teilte mit zumindest derzeit keinen Grund zu haben den Unternehmen nicht zu glauben. 

Es könnte der Beginn einer der größten Spionage-Skandale aller Zeiten sein – wenn sich herausstellen sollte, dass die Berichte tatsächlich der Wahrheit entsprechen und die Vorkommnisse wirklich in dieser Form vorgefallen sind. Den größten Schaden hätte in diesem Fall wohl aber nicht Apple, sondern Amazon. Der Handelskonzern ist der weltweit bedeutendste Servierbetreiber. Neben der Datenverwaltung von hunderttausenden Privatkunden arbeitet Amazon unter anderem auch mit der CIA zusammen und die Drohnenflüge des amerikanischen Auslandsgeheimdienstes laufen mitunter über die diese Systeme.

Kein Grund zum Zweifel an Apples Dementi

Die wohl bekanntesten betroffenen Konzerne – Apple und Amazon – reagierten in der Folge der Berichte schnell und dementierten die Behauptungen. Zumindest bislang scheint es auch keine Informationen zu geben, die den Einbau von Spionage-Chips wirklich beweisen. Aus diesem Grund gab auch das amerikanische „Departement of Homeland Security“ bekannt, dass es derzeit keinen Grund gäbe die Mitteilungen von Apple und Amazon anzuzweifeln. Hier lest Ihr das Statement im Wortlaut:

“The Department of Homeland Security is aware of the media reports of a technology supply chain compromise. Like our partners in the UK, the National Cyber Security Centre, at this time we have no reason to doubt the statements from the companies named in the story. Information and communications technology supply chain security is core to DHS’s cybersecurity mission and we are committed to the security and integrity of the technology on which Americans and others around the world increasingly rely.“

Endgültig beendet sind die Ermittlungen mit Sicherheit jedoch nicht, denn es gibt durchaus noch zahlreiche Anhaltspunkte, die für einen gewissen Wahrheitsgehalt der Berichte über Spionage-Chips sprechen. So gab Bloomberg bekannt in den letzten Monaten mit 17 Personen gesprochen zu haben, die die Manipulation bestätigten. Details über die Identität dieser Personen bzw. wörtliche Zitate sind nicht bekannt – zu groß wäre wohl die Tragweite, wenn Staats- bzw. Firmengeheimnisse ans Licht kämen.

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