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Apples Bedenken wegen WeChat-Verbot prallen an Trump ab

Eine Anordnung von US-Präsident Donald Trump sieht wegen einem Risiko für die nationale Sicherheit ein Verbot der beliebten Apps WeChat und TikTok vor. Apple äußerte sich bedenklich und vor allem wirtschaftlich in seinem wichtigen Markt China bedroht. In einer kürzlichen Pressekonferenz wischte Trump Apples Bedenken mit einem flapsigen Satz beiseite, was Tim Cook wenig freuen dürfte.

Was sagte Trump auf der Pressekonferenz?

Auf einer Pressekonferenz im Weißen Haus am Freitag mit Reportern fragte der Bloomberg-Journalist Justin Sink den US-Präsidenten nach den Folgen des WeChat-Verbots. Er antwortete mit einem verstärkten Hinweis auf nationale Sicherheitsbedenken und sagte “Was auch immer” bezüglich Apples Skepsis.

Justin Sink hatte erläutert, dass US-Unternehmen sehr besorgt über das WeChat-Verbot seien. Apple, Disney und Ford würden Besorgnis zeigen, weil der Messenger eine große Kommunikations- und Zahlungsplattform in China ist. Wenn US-Firmen die Zusammenarbeit verbieten werden sollte, sei ein Verkauf von iPhones in China und ähnlichen Märkten nicht mehr möglich.

Auf diese Frage antwortete Trump schlicht mit “Was auch immer”, worauf Sink mit der Frage nachhakte “Also macht es Ihnen nichts aus?” und erhielt darauf die Antwort, dass er tun müsse, was für die Sicherheit des Landes gut sei. Die USA seien von China sehr enttäuscht worden.

Trumps Executive Order

Letzte Woche hatte Trump mit einer Executive Order eine präsidiale Anordnung unterschrieben, die das Ziel verfolgt, eine Zusammenarbeit zwischen US-Unternehmen und den chinesischen Firmen, die hinter WeChat und TikTok stecken, zu verbieten.

Die Entscheidung wird im September aktiv und bis dahin unternehmen betroffene Firmen jeden Schritt, dies zu verhindern. Der US-Softwarekonzern Microsoft zeigt starkes Interesse an einer Übernahme von TikTok. Apple, Disney, Ford, Intel, Morgan Stanley, UPS, Walmart und weitere Unternehmen beteiligten sich diese Woche an einem Anruf mit Vertretern der US-Regierung. Gemeinsam warnten sie, dass die Folgen dieses Verbots schwerwiegend sein könnten.

In Apples Fall spielt WeChat für chinesische Anwender eine zentrale Rolle und ein Verbot der App aus dem weltweiten App Store könnte für den iPhone-Verkauf in China gravierende Auswirkungen haben. Nach Einschätzung des erfahrenen Analysten Ming-Chi Kuo könnte der weltweite Umsatz durch das Verbot um bis zu 30 Prozent sinken.

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