Die Preise für zukünftige Apple-Produkte werden steigen. Wie Apple-CEO Tim Cook im Gespräch mit dem Wall Street Journal bestätigte, reagiert der Konzern damit auf die massiven Kostensprünge bei Speicherchips.
Das Unternehmen sieht sich laut Cook nicht mehr in der Lage, die anhaltenden Preissteigerungen auf dem Zulieferermarkt komplett selbst abzufedern. Ein Teil der Mehrkosten müsse daher an die Verbraucher weitergegeben werden.
Unvermeidbare Preiserhöhungen bei Apple
Cook betonte gegenüber dem Wirtschaftsmagazin, dass dieser Schritt leider unvermeidbar geworden sei. Apple habe im Vorfeld alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Kostenexplosion abzumildern und die Kunden vor Teuerungen zu schützen. Die aktuelle Marktsituation sei für das Unternehmen auf Dauer jedoch unhaltbar.
Welche Produktreihen konkret von den Anpassungen betroffen sind und wie hoch der Aufschlag ausfällt, ließ der Apple-Chef noch offen. Es liegt jedoch nahe, dass die kommende Generation rund um das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max teurer wird als die aktuellen Flaggschiffe iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max. Auch Preisanpassungen bei den iPads und Macs gelten für die nahe Zukunft als sehr wahrscheinlich.
KI-Boom sorgt für höhere Speicherkosten
Der Hauptgrund für den Engpass ist die rasant steigende Nachfrage nach Speicherkomponenten durch KI-Unternehmen. Diese Entwicklung führt weltweit zu einer Chipknappheit und treibt die Preise in die Höhe. Laut dem Wall Street Journal müsste Apple die Verkaufspreise spürbar anheben, um die gewohnten Gewinnspannen angesichts der teuren Speicherchips und SSDs zu halten.
Berechnungen des Analysehauses TechInsights verdeutlichen die Dimension: Um die Marge stabil zu halten, müsste das iPhone 18 Pro theoretisch um etwa 270 US-Dollar teurer werden. Cook erklärte, dass das Angebot zu einer Zeit knapp sei, in der Verbraucher nach mehr Speicher verlangen und Zulieferer extreme Preiserhöhungen durchsetzen.
Apple investiert nun verstärkt, um sich eigene Lieferkontingente zu sichern. Eigene Speicherfabriken plane der Konzern laut Cook jedoch nicht, da man nicht alles selbst machen könne.
Zusätzlicher RAM-Bedarf verschärft die Situation
Experten gehen davon aus, dass die Nachfrage nach Chips für Endverbrauchergeräte das Angebot auch weiterhin übersteigen wird. Verschärft wird das Problem für Apple dadurch, dass zukünftige Gerätegenerationen ohnehin mehr Arbeitsspeicher (DRAM) benötigen, um lokale KI-Funktionen flüssig auszuführen.
Cook fügte hinzu, dass er eine solche Marktdynamik in über 40 Jahren in der Branche noch nicht erlebt habe. Apple gehört weltweit zu den größten Abnehmern von Speicherkomponenten.
Damit steht das Unternehmen allerdings nicht allein da: Konkurrenten wie Samsung, Microsoft, Dell und Sony haben ihre Preise aufgrund der Marktlage bereits angehoben.
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