Einem aktuellen Bericht des renommierten Analysten Ming-Chi Kuo zufolge muss Apple seine Hardwarelieferungen für das laufende Jahr spürbar drosseln.
Grund dafür ist eine weiterhin anhaltende Verknappung von Arbeitsspeicher auf dem Weltmarkt.
Engpässe bei TSMC und Priorisierung von KI
Wie Kuo in einer Analyse erläutert, lagern beim Auftragsfertiger TSMC derzeit unfertige Prozessoren im Wert von rund einer Milliarde US-Dollar. Die Chips können nicht final verpackt werden, weil Apple nicht ausreichend Speicherbausteine sichern konnte.
Da Apple die Prozessorfertigung mindestens drei Monate im Voraus auf Basis des verfügbaren Speichers plant, entstehen Verzögerungen. Eine ungewollte Überproduktion findet bei TSMC nicht statt.
Der Grund für den Mangel liegt vor allem in der Neuausrichtung der Speicherhersteller. Diese beliefern bevorzugt hochprofitable KI-Rechenzentren, wodurch die Produktionskapazitäten für Chips in Verbrauchergeräten drastisch sinken.
Spürbare Folgen für Macs, iPads und kommende iPhones
Die Speicherknappheit hinterlässt bereits deutliche Spuren im Portfolio des Herstellers. Beim MacBook Air, dem Mac mini und dem Mac Studio kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Lieferschwierigkeiten. Neben langen Wartezeiten führt der Speichermangel auch zu steigenden Preisen.
Nachdem Apple bereits im Juni die Preise für mehrere Mac- und iPad-Modelle angepasst hat, dürften im Herbst Preiserhöhungen bei der neuen iPhone-Generation folgen.
Fachleute befürchten zudem, dass kommende Flaggschiff-Modelle wie das iPhone 18 Pro sowie ein potenzielles erstes faltbares iPhone zum Verkaufsstart nur in sehr begrenzten Stückzahlen verfügbar sein werden. Wer eines der neuen Geräte erwerben möchte, muss sich kurz nach dem Marktstart auf eine rasche Ausverkaufssituation einstellen.
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