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Apple Store, Quelle: Pixabay

Seltener funktionierender Apple-1 könnte Rekordpreis erzielen

Im Oktober versteigert das renommierte Auktionshaus Bonhams ein echtes Stück Technikgeschichte: einen seltenen, voll funktionsfähigen Apple-1.

Weltweit sind heute schätzungsweise weniger als 75 Exemplare dieses legendären Ur-Macintosh-Vorgängers erhalten. Das angebotene Gerät trägt die offizielle Registernummer 48 und blickt auf eine bemerkenswerte Historie zurück.
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Die Geschichte des Hatfield-Rechners

Ursprünglich wurde der Rechner von Fred Hatfield erworben, einem Computer-Enthusiasten und damaligen Mitarbeiter bei Computer Data Systems. Besonderen Sammlerwert verleihen dem Exemplar die beiliegenden Zeitdokumente: Neben einer Signatur von Apple-Mitgründer Steve Wozniak liegt ein von Steve Jobs persönlich unterzeichnetes Schreiben bei.

Jobs bot Hatfield damals eine Inzahlungnahme für den neuen Apple II an, nachdem dieser sich über Softwareprobleme des Apple-1 beklagt hatte. Hatfield lehnte den Tausch jedoch ab, da für das Upgrade ein Aufpreis von 400 US-Dollar fällig gewesen wäre.

Im Jahr 2013 verkaufte Hatfield das damals defekte Gerät für rund 40.000 US-Dollar. Der Käufer setzte die Hauptplatine fachgerecht instand, ließ sie von Steve Wozniak signieren und versteigerte das System kurz darauf für beachtliche 671.400 US-Dollar. Nun steht das historische Stück erneut zur Auktion bereit.

Meilenstein der Computergeschichte

Steve Jobs und Steve Wozniak fertigten im Jahr 1976 insgesamt rund 200 Exemplare des Apple-1 in reiner Handarbeit. Ursprünglich konzipierten die Gründer das Gerät als nackte Leiterplatte, die von Bastlern mit eigenem Netzteil, Tastatur und Gehäuse komplettiert werden musste.

Den Durchbruch brachte ein Großauftrag: Jobs verkaufte 50 vormontierte Platinen an den kalifornischen Händler The Byte Shop, wo sie für den ikonischen Preis von 666,66 US-Dollar über den Ladentisch gingen.

Vor Beginn der Versteigerung wird der Hatfield-Apple-1 im Rahmen einer Wanderausstellung in Los Angeles, San Francisco, New York und Boston öffentlich zu sehen sein. Gebote können Interessierte im Auktionszeitraum vom 4. bis 14. Oktober abgeben. Da voll funktionstüchtige Einheiten in den vergangenen Jahren bei Versteigerungen bereits die Marke von 900.000 US-Dollar überschritten haben, rechnen Branchenkenner auch diesmal mit Spitzengeboten.

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