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US-Regulierungsbehörde ermittelt gegen Apple: „Google-Voice-Ablehnung“ im App Store

fcc-logoDie Fülle der Applikationen im App Store nimmt mit jedem Tag zwar zu, dennoch werden nach wie vor Applikationen im Laufe der vorherigen Prüfung nicht für den App Store zugelassen. Eine Ablehnung erhielt auch Google für die passende Applikation zum Onlinedienst Google Voice. Derzeit ist Google Voice auf den amerikanischen Markt begrenzt und befindet sich zudem noch in einer geschlossenen Testphase. Jeder Nutzer erhält eine eigene Telefonnummer für sein eigenes Kommunikationscenter, das einerseits ermöglicht alle bestehenden Nummern auf diese „neue“ Telefonnummer umzuleiten, Textnachrichten zu versenden und Konferenzgespräche zu führen.

Die Begründung für die Ablehnung: Die App biete keine Funktionen, die das iPhone nicht schon beherrsche, weshalb sie für den App Store nutzlos ist. Fast schon zu offensichtlich ist dabei, dass der wahre Grund für die Ablehnung bei der Internet-Telefonie liegt. Insbesondere dem Exklusiv-Mobilfunkpartner AT&T dürfte diese Konkurrenz alles andere als gefallen.

Die US-Regulierungsbehörde „Federal Communications Commission“ (kurz: FCC) soll sich, nach Informationen des Wall Street Journal, bei den Beteiligten Apple, Google und AT&T genauer erkundigt haben. Insbesondere Apple wird dazu aufgefordert sich detailliert zu den Gegebenheit zu äußeren, weshalb man Applikationen wie Google Voice und ähnliche weitere im App Store blockiert habe. Zudem möchte man vom exklusiven Mobilfunkpartner AT&T erfahren, ob man Apple in der Entscheidung unter anderem diese Applikationen abzulehnen, beeinflusst habe. Auch Google soll zunächst die offizielle Fassung der Ablehnung Apples zur Verfügung stehen und genauer auf die Funktionsweise von Google Voice auf dem iPhone eingehen. Bis spätestens 21. August 2009 erwartet man auf alle Anfragen eine Reaktion.

Apple geriet in der Vergangenheit durch seinen undurchsichtigen Prüfungsprozess des öfteren unter negative Kritik. Meist stießen Ablehnungen auf Unverständnis, weshalb nach wie vor eine offenere Prüfung gefordert wird. In der Anfrage der FCC wird explizit um Aufschluss gebeten, welche Kriterien erfüllt werden müssen, dass diese für den App Store zugelassen werden. Zudem fordert man Informationen darüber, wie eine Prüfung einer Applikation im Detail abläuft. Obligatorische Fragen, wie viele Applikation im Durchschnitt abgelehnt werden oder welche die hauptsächlichen Ablehnungsgründe sind, müssen dabei natürlich ebenso beantwortet werden.

Hier noch ein Schreiben der FCC (Quelle: boygeniusreport.com):

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