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Apple: vom Kult zum Zankapfel

Die historische Entwicklung der Firma Apple zeigt sich durchaus als spannend. Von der einstmals US-typischen Garagenfirma entwickelte sich das Unternehmen in 30 Jahren nicht nur zu einem der Technologieführendsten Unternehmen der Welt, sondern glänzt auf dem Börsenparkett mittlerweile als teuerster Konzern auf unserem Globus.

Die Rückkehr des Firmengründers Steve Jobs Ende der 90er Jahre zu seiner ehemaligen Firma sorgte für einen Wandel und Aufschwung, der wohl bislang als einmalig in der Unternehmenswelt zu bezeichnen ist. Mit innovativen Produkten legte der Käpten den Hebel um und brachte das Schiff wieder in die richtige Richtung. Wir erinnern uns nur zu gern an die bunten iMacs die etwas Farbe in das das graue Computerzeitalter brachten.

Einer der Höhepunkte war mit Sicherheit auch die Vorstellung des iPod und der im Kielwasser des MP3-Players veröffentlichten Software iTunes, die sich im Laufe der Jahre zu einer Medienzentrale entwickelte. Trotz vieler Klagen seitens der User über die Schwerfälligkeit der Software trug diese zum Aufbau eines bislang noch einmaligen Ökosystems in der Computerindustrie bei, welche mittlerweile auch die ersten Nachahmer, wie unter anderen den Online-Händler Amazon auf den Plan ruft.

Im Gegensatz zu dem Onlineriesen kann sich der Computerbauer aus Cupertino allerdings auf eine breite Fangemeinde stützen, die den Apfel-Konzern teilweise zum Kult erhoben haben. Der Apple CEO, der mit dem immer größer werdenden Erfolg des Unternehmens selbst an Gesundheit eingebüßt hat, wurde zur Galionsfigur. Die Keynote-Präsentationen, in denen der Firmengründer seine Produkte vorstellt, sind einmalig und werden von manchem Marktbeobachter bereits mit einer Sekte verglichen.

Der große Durchbruch gelang Apple allerdings im Jahre 2007 mit der Präsentation des iPhone. Etwas Ähnliches hatte die Telekommunikationswelt bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht gesehen. Das Echo der Konkurrenz auf das Touch-Handy fiel auch sehr unterschiedlich aus. Legendär dürfte wohl die Reaktion von Microsoft-Chef Steve Ballmer gewesen sein, der gelinde gesagt nicht an den Erfolg des iPhone glaubte und das Gerät als Flop einstufte. Mittlerweile hat Apple mit dem iPhone den kompletten Markt der Telekommunikationsindustrie auf den Kopf gestellt, wie wir alle wissen. Das iPhone ist zum Hauptumsatzträger des Computerkonzerns avanciert. Was für eine Entwicklung!

Doch mit zunehmendem Kapital entwickelt sich die Firma auch in eine Richtung, welche bei vielen Fans und Bewunderern Skepsis hervorruft. Das Unternehmen mit Sitz in Cupertino hat mehr Kapital als die US-Regierung hieß es vor einigen Wochen und gestern liefen erste Meldungen über die Ticker, wonach Apple besser da stehe, als 32 europäische Banken. Für einen kurzen Moment wurde Apple bereits der Titel des wertvollsten Unternehmens der Welt zugesprochen.

Der Mann, der mit seinen innovativen Produkten diesen Wandel vollziehen konnte, wird in wenigen Wochen mit einer Biografie geehrte, die bereits über den hauseigenen iBookstore vorbestellter ist. Das Unternehmen selbst wird außerdem in wenigen Jahren ein neues Quartier mit seinen 12 000 Angestellten in Cupertino beziehen. Natürlich gilt auch hier die Superlative und so wird der Bau einem landenden „Raumschiff“ nachempfunden werden, wie der Gründer sich selbst äußerte.

Um das bisher erreichte zu erhalten, setzt der Konzern aber auch neue Rechtsmittel gegen die zunehmende Konkurrenz ein. Ein Paradebeispiel dürfte hierbei der Patenstreit mit Samsung sein, bei dem Apple mittlerweile einen Verkaufsstopp der Galaxy-Produkte vor einem Gericht in Europa anstrebt. Harte Geschütze, die die Kultfirma hierbei auffährt und dabei auch zunehmend Kritik von der Öffentlichkeit erfährt.

In wenigen Wochen wird Apple nun die neueste Generation des iPhone, sowie Version 5 von iOS auf den Markt bringen und den „endgültigen“ Sprung in die iCloud wagen. Mit der iCloud wird für Apple auch ein neues Zeitalter in der technischen Entwicklung aufbrechen und wir sind gespannt, wohin der Weg des „Apfels“ führen wird.

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Apple: vom Kult zum Zankapfel
4 (80%) 14 Artikel bewerten

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7 Kommentare

  1. weiter so…
    Ich hoffe Apple ruht sich nicht auf dem erfolg aus, sondern investiert in kleine Firmen, die Apple noch besser machen.

  2. Apples Glück sind wirklich die Fans.
    Und ich hoffe das Apple mal etwas mehr von den Monopolwächtern in die Schranken gewiesen wird.
    Nichts gegen tolle Produkte aber Monopole haben leider die Angewohnheit im Stillstand zu verharren. Früher war das noch recht Okay, aber wenn trivial Patente den Aufschwung eines Konkurrenten verhindern (Mal ehrlich, das Patent auf ein viereckiges Tablet -soll Samsung die jetzt rund bauen oder was?!) braucht Apple sich nciht mehr weiterzuentwickeln.

    Aber ich wette es dauert keine 3 Jahre mehr dann heisst es (Wie schon bei MS und bspw. in germany der Deutschen Bahn) „Schön das Apple Patente gesammelt hat. Stellen Sie diese anderen Firmen konstengünstig zur Verfügung.“

  3. coole videos und echt krass wenn man so den fortschritt sieht… ich hatte au mal so ne alte mühle zuhause wie fast jeder aber wenn man das dann wieder mal so vor augen sieht ist das shcon krass was fürn klotz das als so war und keine power dahinter (im vergleich zu heute)

  4. Hätte ich damals blos Apple Aktien gekauft als sie noch auf 150 Dollar waren , damit hätte man einen riesen Gewinn erzielen gekonnt . Naja hätte wäre wenn , hab ich einfach nur Pech gehabt , lebe geht weida .

  5. Die Geschichte von Apple ist wirklich faszinierend, habe vor kurzem ein Buch über die Geschichte zum Geburtstag bekommen: http://www.amazon.de/One-more-thing-Apples-Erfolgsgeschichte/dp/3827330572, sehr zu empfehlen!

  6. Sagt mal kennt einer von euch eine Internetseite wo ich die ganzen Präsentationen von Steve jobs mit Untertitel anschauen kann? Jetz bitte nicht booooaaaahhhh lern englisch oder so. Bitte! Ich will mal alles verstehen was der man so sagt. DANKE!!!!

  7. Beim Phone raten die Leute völlig aus…. damm Internet: „Joa is ok“ :D
    Aber schon cool zu sehen wie sich das IPhone so gemacht hat. Damal hat es wirklich alles geändert :D
    Da sagt nochmal jmd. Apple hält die weiterentwicklung auf.