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Kodak rudert gegen die Insolvenz: Patentklagen gegen Apple und Co als letzte Rettung?

Als Kodak die letzten Geschäftszahlen Preis gab läuteten bei vielen Experten endgültig die Alarmglocken. Der Fotopionier steht bereits tief in der Kreide und droht in den nächsten Wochen in die Insolvenz zu gehen. Es ist immer schade mit anzusehen, wie derartig große und auch namenhaft Unternehmen einfach nicht mehr Überlebensfähig sind. Kodak greift nun zu den letzten Reserven und schnürt aktuell ein Paket, welches knapp 1100 Patenten beherbergt. Dieses möchte der oftmals auch als „Gelbe Riese“ betitelte Konzern an die Höchstbietenden schnellstmöglich veräußern. Gelingt dieser Rettungsversuch nicht, droht die Insolvenz. Unter anderem wirft Kodak Apple und HTC jüngst vor ebenfalls firmenspezifische Patente verletzt zu haben. Bei Apple betreffe die Verletzung alle Geräte, die mit einer Kamera ausgestattet sind. In den Gerichtsunterlagen wird jedoch speziell das iPad 2 benannt. Im Detail soll es bei der Patentrechtsverletzung um den Fakt gehen, dass die Eastman Kodak Company spezielle Technologien zur Verarbeitung von Bildern geschützt habe. Die Möglichkeit Bilder zwischen unterschiedlichen Geräten auszutauschen, ohne den PC als Zwischenstation verwenden zu müssen, soll wohl einen der Kernbereiche im aktuellen Streit darstellen.

Wie wir bereits aus vergangenen Verfahren immer wieder gelernt haben, scheint sich im Bereich der Patentrechtsstreitigkeiten gutes Geld zu verdienen. Ganze Daten-Sätze und Patent-Pakete werden dabei an höchstbietende Unternehmen versteigert, die mit der entsprechend juristischen Würze dann zur Kasse bitten. Apple, HTC, Samsung und Co sind mittlerweile in so viele Verfahren verstrickt, dass man dafür einen speziellen Blog anlegen könnte um hier jedes einzelne Detail näher unter die Lupe nehmen zu können. Wir konzentrieren uns daher hauptsächlich auf die einschlägigen Verfahren und kommen auch hier schon ordentlich ins Rudern.

Kodak gelang mit der Erfindung der Filmkartusche der Durchbruch und blickt zudem auf eine lange Firmentradition (130 Jahre) zurück. Die moderne Welt der digitalen Bilder, scheint nun jedoch das Aus für den Konzern zu sein. Kodak verlor den Anschluss und konnte sich gegen die wachsende Konkurrenz nicht länger durchsetzen. Zuletzt versuchte der Fotopionier das Unternehmen in zwei Sparten aufzuteilen um Konkurrenzfähig bleiben zu können. Zum einen sollte der Fokus auf professionelle Digitale Druckdienstleistungen liegen. Als zweite Sparte kam auch Otto-Normal-Verbraucher ins Spiel, der ebenfalls in den Genuss derartiger Drucke kommen und entsprechend betreut werden sollte.

„Unsere künftigen Märkte werden ganz anders sein als in der Vergangenheit, und wir müssen uns entsprechend organisieren, um mit dieser Evolution schrittzuhalten.“, sagte vor Kurzem noch der Kodak CEO Antonio M. Pérez.

Dieser „Schlachtplan“ sorgte zunächst für ein kleines Stimmungshoch bei den Anlegern. Dieses war jedoch nur von kurzer Dauer. Die Aktien fielen alsbald wieder in ein tiefes Loch und werden weiterhin zu „Spottpreisen“ gehandelt.

Was die Patentstreitigkeit gegen Apple anbelangt, sind sich die Markbeobachter sicher, dass hier versucht wird noch ein „paar Euro“ rauzuschlagen. Ob Kodak gerade durch Apple, die dafür bekannt sind hartnäckige Verhandlungen zu führen, auf lange Sicht das Unternehmen am Leben halten kann bleibt abzuwarten.

Kodak hat bereits im Sommer 2011 Klage gegen Apple und RIM erhoben. Obwohl die endgültige Entscheidung bei der ITC noch aussteht, werden die Erfolgschancen recht minimalistisch eingeschätzt.

Wir sind gespannt, wie das Ganze final ausgeht und halten euch wie gewohnt auf dem Laufenden.

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4 Kommentare

  1. wie geil ist das denn :D jetzt kommt kodak noch mit ins boot obwohl se eh schon vor der insolvenz stehen :D ob das fördernd ist :D

  2. Kodak zerstört sich damit selbst…

  3. Eine letzte Verzweiflungstat die Insolvenz abzuwenden bzw. einfach zu verzögern. Auch wenn sie erstmal wieder liquide sind muss sich deutlich was ändern damit sie aus den roten Zahlen kommen. Ich finde es persönlich sehr schade. Ich kenne Kodak seit klein auf und habe die Firma und dessen Produkte immer für qualitativ hochwertig und seriös gehalten. Für mich unvorstellbar wie man mit diesem Ruf insolvent werden kann.

  4. Warum zerstört sich kodak damit selbst? Wenn die dieses Patent besitzen dann ust das denen ihr gutes recht es einzuklagen, junge du hast noch nicht gemerkt das es hier um etwas wichtiges geht, echt schade das kodak warsch. Bald pleite ist…kann mich noch an die kamera erinnern…dreckskiddis!