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Das iPhone ohne Kamera: Dafür zahlt man doch gern mehr!

Der singapurische Mobilfunkbetreiber, M1, gibt seinen Kunden seit neuestem die Möglichkeit, ein iPhone 4 als auch 4S ohne eine Kamera zu erwerben. Was für die meisten eher nach einer schlechten Nachricht klingt, dürfte einige Bewohner des Stadtstaates durchaus freuen, da visuelle Speichermedien in einigen Berufsgruppen in Singapur verboten sind.

Für all jene, die darauf gewartet haben, ist in Südostasien nun ein glückliches Ereignis vollzogen worden. Die letzte und aktuelle Generation der iPhones wird von einem nationalen Mobilfunkprovider als umgebautes Modell ohne Kamera verkauft. Der Umbau, wird in diesem Sinne zwar „privat“ vollzogen, sodass die Garantie erlischt, doch auch für diesen Umstand hat man gesorgt, und so kann man für einen Zusatzbeitrag (~195 Euro) diese auch wieder hinzubuchen.

Was hier nun mehr nach einer Satire über Smartphones klingt, hat einen sehr schlüssigen Hintergrund: Im Staate Singapur ist es Soldaten, beziehungsweise Militärs generell, verboten, Gegenstände mit visueller Aufnahmefunktion beruflich zu nutzen. Dieser Beschluss ergibt sich aus einem Vorfall des Jahres 2007, als Trainingmethoden im Soldatenlager aufgezeichnet und veröffentlich wurden. Seither ist es Angestellten des Verteidigungsministerium entsprechend nicht mehr möglich, Mobiltelefone des letzten Jahrzehntes zu nutzen, da diese standardmäßig eine Kamera besitzen.

Das umgebaute iPhone wurde auf einen Antrag des Providers hin explizit als angemessen zertifiziert, was natürlich den Militärs, aber eben nicht nur denen zu Gute kommt. Auch im Berufsalltag mancher großer Firmen (und das auch hier in Deutschland), sind Handys mit Kamera oftmals verboten, sodass das gute alte Nokia 3310 herhalten muss. Mit dieser Änderung hat M1 den Markt sicherlich beträchtlich erweitert, sodass es kaum verwunderlich ist, das die Konkurrenzanbieter nun auch Anträge auf Smartphoneumbauten stellen. Clever gespielt, M1.

Interessant ist auch, dass die iPhones mit de Facto weniger Funktionalität aufgrund der Modifikation auch noch mehr kosten. So legt man für ein normales iPhone ~391 Euro für die Sonderanfertigung ~421 Euro hin. Selbstverständlich nur in der Kombination mit einem Vertrag, ohne werden sie nicht angeboten. Hier der Link zum Shop: M1 Shop

Quellen: MacNotes / BestBoyz

Das iPhone ohne Kamera: Dafür zahlt man doch gern mehr!
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10 Kommentare

  1. Sachen gibt es die gibts es gar nicht, auf jeden Fall mal ein interessanter Artikel und ein kleiner einblick in eine andere Kultur.

  2. eigentlich raffiniert… denn mal ohne scheiß es gibt glaub ich gerade echt überhaupt kein Handy, was keine Kamera mehr drin hat :P und sei sie so schlecht.. sie haben fast alle eine :P

  3. Sir Drink-A-Lot

    Nicht schlecht! Besagten Berufsgruppen bleibt als aktuelles Gerät mit Bluetooth nur das Nokia C1-02 und das Emporia Elegance Plus…

  4. Bietet Nokia schon seit 2005 glaub ich an!

  5. Ich arbeite für die Automobilindustrie und bei uns sind sehr oft Erlkönige zu Testzwecken auf dem Firmengelände. Zu Beginn des Tages werden bei uns auch die Handys vom Pförtner eingesammelt..

  6. Ansicht keine schlechte Sache. Allerdings ist es schon gewöhnungsberdürftig das sich jemand ein so teures Gerät kauft und dabei auch abwärts Pimpen lässt. Hinzu kommt das dieses Gerät auch noch teurer ist als ein „normales“. Die new. In Singapur schon was in kauf im ein iPhone zu besitzen.

  7. Wäre es nicht einfacher sich in den Einschränkungen die Kamera vom Vorgesetzten sperren zu lassen!?

  8. Sir Drink-A-Lot

    Auch wenn die Kamera gesperrt ist, ist sie physisch vorhanden. Das reicht aus, um das Gerät nicht verwenden zu dürfen.

  9. handy ohne kamera? nie wieder :D und mein gott die leute werden es wohl aushalten 8 h am tag ohne handy zu arbeiten! ja genau arbeiten nicht SMS schreiben :D

  10. Finde sie ganze Geschichte schon praktisch, bei vielen Technologiekonzernen ist es wirklich so, dass man nur Handys ohne Kamera nutzen darf. Bei einem Praktikum eines exklusiven deutschen Automobilkonzerns habe ich sogar die Erfahrung gemacht, dass man eine bestimmte Liste hatte von Geräten die man kaufen durfte, ganz egal ob ähnliche Modelle auch keine Kamera hatten.

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