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iPhone: Das Ladegerät unter der Lupe

Apples Produkte sind generell nicht dafür bekannt, besonders preiswert zu sein. Das trifft nicht nur auf die Geräte zu, auch oder sogar besonders für das Zubehör muss der Kunde tief in die Tasche greifen. Diese Preise sind wohl teilweise berechtigt, teilweise aber auch Grund, beide Augenbrauen hochzuziehen (29,- € für die minderwertigen Apple Kopfhörer stellen ein gutes Beispiel hierfür dar). Auch wenn der Besitzer eines iPhones mal Ersatz für sein Ladegerät benötigt, ist die Anschaffung eines Original-USB-Wandladegerätes mit ebenfalls 29,- € nicht gerade preiswert. Ken Shirriff von arcfn.com (engl.) hat sich die Mühe gemacht und im Rahmen eines Teardowns überprüft, ob dieser Preis auch gerechtfertigt ist.

Qualität hat ihren Preis (?)

Wenn man bei Amazon nach Ladekabeln für das iPhone sucht, so entdeckt man schnell, das Ersatz für das verlorene oder nicht mehr funktionierende Originalteil auch zu Preisen zwischen 5 und 10 Euro zu haben ist. Ist dieser Preisunterschied gerechtertigt? Ken hat das Ladegerät seines iPhones bis ins Detail auseinandergenommen und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Apples Ladegeräte von extrem guter Qualität sind. In seinem Artikel heißt es (grob übersetzt):

Apples Ladegerät ist ganz klar eine hochqualitative Stromversorgung, entworfen um besonders rein gefilterte Energie zu produzieren. Apple hat offensichtlich große Mühe investiert, um die elektromagnetischen Interferenzen so gering wie möglich zu halten, wahrscheinlich um das Ladegerät daran zu hindern, mit dem Touchscree zu interferieren. Als ich das Ladegerät öffnete, hatte ich ein Standarddesign etwartet. Als ich es aber mit Samsung Ladegeräten und einigen anderen hochqualitativen industriellen Designs verglich, wurde klar, dass Apple diese Designs auf mehrere Arten überflügelt.

Apple Design sorgt auf verschiedenen Wegen für ein Mehr an Sicherheit. […] Das Ladegerät zwängt viel Technologie auf engem Raum zusammen. Apple hat sich besondere Mühe gegeben, um höhere Qualität und Sicherheit als andere Markenladegeräte zu bieten, aber diese Qualität kommt zu einem hohen Preis.

Apple iPhone-Ladegeräte sind also von höherer Qualität als die der Konkurrenz. Das kommt wohl wenig überraschend, denn Apple steht ja schon seit jeher für hochqualitative Produkte. Dieses Argument wird ja auch oft herangezogen, um die hohen Preise zu verteidigen. Aber ist das in diesem Fall auch gerechtfertigt?

 

Hohe Gewinne

Laut Ken Shirrif ist der Gewinn, den Apple mit jedem Ladegerät macht, sehr hoch. Nach seiner Analyse betragen die Mehrkosten bei der Herstellung i Vergleich zu anderen Ladegeräten (er zieht das Samsung-Ladegerät zum Vergleich heran) etwa einen Dollar. Der Rest des Preisunterschiedes von knapp 20 Dollar ist also Gewinn.

Wie seht ihr das? Würdet ihr euch über die 29,- € ärgern, wenn das Ladegerät kaputt geht oder denkt ihr euch dann auch noch „Qualität hat ihren Preis“?

 

Weitere Quellen: Gizmodo (engl.), TUAW (engl.)

iPhone: Das Ladegerät unter der Lupe
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21 Kommentare

  1. Ich habe 2 IPhone’s und ein Touch das macht summa summarum 3 Ladegeräte alle Versehen bisher klaglos ihre Dienste. Ich denke das wird auch weiterhin funktionieren
    Und falls wirklich mal eins die Funktion einstellt habe ich immer noch 2. Und sollte ich Ersatz beschaffen müssen kommt mir nur ein original ins Haus

  2. Was ist denn das für eine dusselige Aussage. Wenn ich das bild sehe, erkenne ich nichts besonderes daran. Auch wenn man nicht die schaltung sieht, würde mich interessieren, wie derjenige zu der Aussage kommt. Ich bin elektroingenieur und behaupte, das ist ganz normales design.außerdem würde die bei den stückzahlen und der preisspanne versilberte ladegeräte bauen können.

  3. Zitat Kritiker :

    Was ist denn das für eine dusselige Aussage. Wenn ich das bild sehe, erkenne ich nichts besonderes daran. Auch wenn man nicht die schaltung sieht, würde mich interessieren, wie derjenige zu der Aussage kommt. Ich bin elektroingenieur und behaupte, das ist ganz normales design.außerdem würde die bei den stückzahlen und der preisspanne versilberte ladegeräte bauen können.

    Das dürfte dir weiterhelfen:

    http://www.arcfn.com/2012/05/apple-iphone-charger-teardown-quality.html

  4. Der Kritiker des Kritikers würde jetzt sagen, dass der Artikel auch wunderbar und deutlich sichtbar verlinkt ist.

    Aber lassen wir das…

  5. Ich habe ein No-Name Ladegerät und kann durchaus die bessere Qualität von Apples Ladegeräten bestätigen. Das No-Name habe ich, um mein Original zu schonen, damit ich bei einem Verkauf des Iphones oder Ipads einwandfreie Ladegeräte dabei habe, was den Verkaufspreis z.B. bei Flip4New deutlich hebt. Der Qualitätsunterschied besteht allein schon darin, dass IPhone oder Ipad mit Billigladern von Amazon deutlich länger geladen werden müssen, was mich über Nacht weniger stört. Aber der Qualitätsunterschied ist schon deutlich vorhanden.

    Außerdem …. was soll die unsägliche Diskussion über die Preise?? Wenn ich einen BMW fahre und der muss in die Werkstatt, dann sind sowohl der normale Service wie auch ne richtige Reparatur auch deutlich teurer für die gleiche Reparatur bei einem vergleichsweise (also gleiche Größenklasse) gleichen Auto bei Opel oder Ford.
    Ein Batteriewechsel bei ner ganz normalen Armbanduhr kostet zwischen 10 und 30 Euro (30 z.B. bei Original Fossil) — aber z.B. 50-70 bei meiner Rado-Uhr. Eine Generalüberholung der Uhr (Dichtigkeitsprüfung – Säuberung etc.) schlägt mit 150 Euro zu Buche und fällt bei Fossil oder Junghans auch deutlich billiger aus.

    Das sind Dinge, die sind so wie sie sind – und wenn mich das ärgert, dann darf ich keine Rado kaufen – dann darf ich kein IPhone oder Ipad kaufen. Es ist nicht nur so, dass Qualität ihren Preis hat, sondern auch bekannt, dass es immer schon etwas teurer war, einen besonderen Geschmack zu haben.

  6. Die Ladgeräte haben bei mir bisher immer ein Jahr durchgehalten. Weil dann sowiso das Nachfolgemodell angeschafft werden muss, dem wieder ein Ladegerät beiliegt, war eine Ersatzbeschaffung bisher nicht erforderlich und im Falle eines Defekts schlägt eh die Garantieregelung zu.

  7. Das Apple, wie auch andere Unternehmen, gern beim Zubehör und Extras zulangen das weiß doch nun jeder. Kauft doch mal ein Zubehör für Euer Auto, besonders gern eines deutschen Herstellers. Auch da sind die verlangten Preise in keiner fairen Relation zu den Materialkosten.

  8. Warum hat das iPad eigentlich ein anderes ladegerät als das iPhone ?

  9. Ich danke joschka für den link. Der autor hat ja jedes standardelement oder layoutdesign hervorgehoben. Was das soll frage ich mich, denn die netzteile sind immer etwas unterschiedlich. Letztendlich in keinster weise nichts besonderes. Wer genau schaut, erkennt die gleiche unter platz und kostendruck entstandene sch…. wie andere hersteller auch haben. Das ist ein billiges netzteil und die rechtfertigung des hohen preises kann somit nicht begründet werden.

  10. Alle fertigen in China – insofern ist immer alles ein wenig qualitativ minderwertiger als wenn es woanders gefertigt würde.
    Aber benutze ein Apple Ladegerät – und benutze ein No-Name — dann achte mal auf die Ladezeiten bis Iphone und Ipad voll geladen sind — benutze mal ein No-Name am Rechner via USB-Hub und im Vergleich dazu eine Apple-Verbindung — und dann entdecke den Unterschied.
    Heißt nicht umsonst: Versuch macht klug

  11. Bei mir funktioniert das iPhone Touch-Display nicht mehr vernünftig mit Nachbau Ladeadaptern. Mit originalen (iPad oder iPhone) jedoch einwandfrei.

  12. @Troeter: Das iPad hat eine größere Stromaufnahme bei Betrieb und beim Laden. Da würden die kleinen iPhone Ladeadapter überhitzen und abrauchen. Deshalb startet beim Anschließen nicht der Ladevorgang,

  13. @all: es ging in dem artikel als seitenhieb darum, dass das appleladegerät den ladegeräten anderer telefonhersteller überlegen ist. und in dieser aussage sind meine meinungen zu sehen. ich rede nicht über das 5€ ebay angebot aus fernost.
    es mag sein, dass alle in china produzieren, doch will ich damit sagen, kann ich nicht die überragende ingenieursleistung des ladegerätes von apple erkennen. das ist alles standartisierte technik.
    @macfee: das mit den ladezeiten lässt keinen rückschluss auf die qualität der netzteile zu. ich habe mir mal den schaltplan angeschaut und da ist keine berechtigung für 20€ aufschlag. auch nicht aus fertigungstechnischer sicht. bauteilkosten weit unter 3-5€

  14. Auf keinem Zubehörteil – auch nicht von Apple steht drauf, dass man es kaufen muss. Man muss auch nicht mit dem BMW in die Fachwerkstatt, geht auch bei Pitstop.
    Also was soll das. Solange niemand gezwungen wird, Apple oder Zubehör dazu zu kaufen, darf jeder „Geiz ist Geil“ spielen.

  15. @macfee: ich stimme dir zu. Aber man sollte ehrlich sein und nicht etwas nicht vorhandes (qualität eines speziellen produktes) mit fadenscheinigen aussagen über die qualität anderer zu stellen. Ich merke ja auch nicht an, dass das produkt schlecht ist, sondern nur das es es nicht aus der masse raus sticht. :)

  16. Ist schon klar – hab ich auch so verstanden.
    Nur – es ist doch so: die Stoßstange oder der Spiegel von BMW unterscheidet sich auch nicht so nennenswert von dem für Opel oder Ford – außer natürlich im Preis. Das weiß aber jeder der einen BMW oder Mercedes kauft.
    Genauso sehe ich das bei Zubehör von Apple — und ich habe wie schon beschrieben durchaus in der Praxis Qualitätsunterschiede ausmachen können. — Liegt aber auch an der Interessenlage — während ich das beim Ladegerät bemerkt habe, hab ich es weniger bei den Ohrhörern wahrgenommen. Warum?? Weil ich die so gut wie nie benutze, sondern meist über die Stereoanlage gehe und nicht so der Typ „Knopf im Ohr“ bin.

  17. Habe mir ein billiges Ladegerät mit Kabel bei eBay gekauft und es wird ab und zu nicht von meinem iPhone4 erkannt und das 4S hat beim Laden Touch Probleme

  18. @ Kritiker:
    Ich bin ebenfalls Elektroingenieur und geb Dir vollkommen recht! Dieses Netzteil ist als Schaltnetzteil aufgebaut und ist somit in der Lage auch in relativ kleiner Bauform eine großen Ladestrom zu liefern. Da es bei Schaltnetzteilen oft zur Bildung von Oberwellen kommt (verursacht durch den gepulsten und geglätteten Ladestrom) kann es zu kapazitiven phasenverschiebungen kommen, die dann den Touch beeinträchtigen. Der aufwändigere Aufbau ist also nötig damit es problemlos funktioniert! Die Ladegschwindigkeit hat NICHTS mit der qualitat des Gerätes zu tun hat!!
    Ja, und es ist zu teuer!!!

  19. @ Kritiker:
    Ich bin ebenfalls Elektroingenieur und geb Dir vollkommen recht! Dieses Netzteil ist als Schaltnetzteil aufgebaut und ist somit in der Lage auch in relativ kleiner Bauform eine großen Ladestrom zu liefern. Da es bei Schaltnetzteilen oft zur Bildung von Oberwellen kommt (verursacht durch den gepulsten und geglätteten Ladestrom) kann es zu kapazitiven phasenverschiebungen kommen, die dann den Touch beeinträchtigen. Der aufwändigere Aufbau ist also nötig damit es problemlos funktioniert! Die Ladegschwindigkeit hat NICHTS mit der Qualität des Gerätes zu tun hat!!
    Ja, und für das was es wert ist, ist es zu teuer!!!

  20. Huch! Gleich zwei mal…. :) da hat mein App. gesponnen…

  21. Na, da kann ich auch etwas Interessantes Berichten! Ich bin zwar kein Elektro-Ing. sondern E.-Techniker. Durch Zufall habe ich mit meinem Arm, einen elektrischen Schlag am äußeren Metalrahmen des Handy’s erhalten.Ich habe daraufhin die Spannung vom Schutzleiter gegen den Metallrahmen des Handy’s gemessen: ~200VAC!!!Habe mit einem 2kOhm-R eine Verbindung zum SL gemacht, um zu sehen , ob die Spannung zusammenbricht, dem war nicht so! Es besteht also Lebensgefahr. (Das Handy wurde im April/12 erworben) Wenn ich das Steckernetzteil verdreht kontaktiere, ist die Spannung bei 0V. Also m u s s durch einen technischen Defekt, eine Verbindung vom Primär- zum Sekundärkreis, bestehen, Oder? Weiterhin ist mir ein 2.Fall bekannt, bei dem die Spannung ebenso hoch ist. Ob das Netzteil als ‚hochwertig‘ eingestuft werden kann, kann man doch erst sagen, wenn man,1. den Schaltplan kennt, und 2. eine Stückliste der verwendeten Bauteile einschleißlich der erlaubten Toleranzen. Dies tut aber kein Hersteller. Ohne diese Angaben klingen die Äußerungen des ‚Autor – Fachmannes‘ im Obigen Artikel, für mich nur wie bezahlte Werbung!Zum Schluß muß ich noch sagen, daß das Netzteil ‚Made in China‘ ist. D.h. die Herstellkosten liegen höchstens im Einstelligen Euro – Bereich.
    Zu Meinem (Garantie-) Fall:
    Das Netzteil in dem Shop ersetzt zu bekommen, in dem es zusammen mit einem Vertrag erworben wurde, kann ich mir wohl schenken. Habe in einem anderen Forum gelesen, das man technische Probleme am Besten im Apple Store klärt. Dies werde ich demnächst tun.

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