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Steve Jobs Anti-Android-Aussagen sind vor Gericht nicht verwendbar

Der Patentstreit zwischen Apple und Samsung dauert nun schon eine gefühlte Ewigkeit, ein Ende ist nicht in Sicht. Entsprechend viele Gerichte in den unterschiedlichsten Ländern sind inzwischen mit dem Streit beschäftigt. Ein Richter eines US District Court entschied nun, dass die aggressiven Aussagen, die Steve Jobs bezüglich des Konkurrenz-Systems Android getätigt hat vor Gericht nicht verwendet werden dürfen.

Ausschluss auf Antrag Apples

Dass Steve Jobs eine grundsätzlich feindliche Einstellung gegenüber Android hatte, ist spätestens seit dem Erscheinen seiner Biographie kein Geheimnis mehr. Am deutlichsten wird das wohl in folgender – inzwischen allgemein bekannter – Passage:

I will spend my last dying breath if I need to, and I will spend every penny of Apple's $40 billion in the bank, to right this wrong. I'm going to destroy Android, because it's a stolen product. I'm willing to go thermonuclear war on this.

Auch die folgende Aussage von Steve Jobs gegenüber Google-Chef Eric Schmidt macht deutlich, was der ehemaligen Apple-CEO von Android hielt:

I don't want your money. If you offer me $5 billion, I won't want it. I've got plenty of money. I want you to stop using our ideas in Android, that's all I want.

Samsung wollte diese und ähnliche Aussagen von Steve Jobs vor Gericht nutzen, um zu beweisen, dass Apples Patentklagen in sich nur ein Mittel zum Zweck sind. Und zwar zum Zweck, Android zu zerstören.

Apple hingegen stellte den Antrag, die Aussagen nicht zuzulassen, da sie lediglich eine Ablenkung darstellten und der Prozess sich nicht mit Steve Jobs, sondern mit Apple und Samsung beschäftige. Richter Koh folgte dieser Argumentation und gab dem Antrag statt. Die Aussagen des Apple-Gründers dürfen vor Gericht nicht verwendet werden.

Dies ist zweifellos ein Etappensieg für Apple, denn die doch sehr aggressiven Aussagen von Steve Jobs hätten dem Unternehmen im Verfahren durchaus schaden können.

 

(via AppleInsider)

Steve Jobs Anti-Android-Aussagen sind vor Gericht nicht verwendbar
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6 Kommentare

  1. I will spend my last dying breath if I need to, and I will spend every penny of Apple’s $40 billion in the bank, to right this wrong. I’m going to destroy Android, because it’s a stolen product. I’m willing to go thermonuclear war on this.

    Ein hervorragendes Zitat hinter welchem auch ich 100% stehe !!!!! I like

  2. na dann ist ja alles gut,wenn du, obwohl du lediglich irgendeiner von mio konsumenten bist,bereit waerst einen thermonuklearen krieg im namen von apple zu führen.

    leute wie du sind der grund fuer das apple jünger gelaber.

  3. Wenn man sich die Keynote zur Vorstellung des ersten iPhones ansieht, als Eric Schmidt als Gastredner auftritt und beiderseitiges Lob für die gute Zusammenarbeit verbreitet wurde, kann man Steve Jobs schon verstehen, wenn er stinksauer darüber war, dass google/Samsung Ideen geklaut hat.
    Da scheint großes Vertrauen mißbracuht worden zu sein, sonst könnte man die aggressiven Aussagen von Jobs kaum nachvollziehen.

  4. Ich werde KEINE Nazi-Vergleiche/Ansschuldigungen oder sonstige Sprüche in dieser Richtung in den Kommentaren meiner Artikel dulden!

    Der betreffende Kommentar wurde entfernt. Danke für den praxisnahen Beweis von Godwin’s Law.

  5. Ich stehe auch sehr hinter den Aussagen von Steve – auch wenn ich ihn manchmal, trotz mancher menschlicher Mängel für etwas zu vertrauensselig hielt. Er war begeistert von dem was er tat und das hat er kundgetan – andere haben das für sich genutzt und abgekupfert: erst Bill Gates und später Eric Schmidt. Also ist sein Hass verständlich und nachvollziehbar.

    Inzwischen finde ich die Richter ganz sympathisch — auch den, der eine offizielle Gegendarstellung verlangt, denn was hat der Richter denn gesagt: Ipad ist Cooler und besser als Galaxy und deshalb ist es nicht kopiert.
    Genau diese Aussage sollte Apple werbewirksam nutzen nach dem Motto: Höchstrichterlich wurde entschieden das unser Ipad cooler und toller ist, deshalb kann Samsung es gar nicht kopiert haben…..

    Auch die hier zitierte Entscheidung zeigt Feinsinn der Richter. Apple muss das nur noch werbewirksam nutzen.

  6. Ich kann Steve Jobs Aussage durchaus verstehen… es ist ja nicht das erste Mal das ein enger Partner Apple so missbraucht… Damals Microsoft – heute Google… Für ihn ist das sicher doppelt so schlimm gewesen, vor allem wenn man sein ganzes Leben dafür gewidmet hat die Welt zu verändern und dann Leute kommen und es dreist kopieren… :(

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