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Apple und Google: Tim Cook und Larry Page suchen nach Einigung im Patentstreit

Der Hass von Steve Jobs auf Googles Betriebssystem Android ist allgemein bekannt. Im Gedächtnis geblieben ist die Aussage in der Biographie des verstorbenen Apple-Mitbegründer, er wolle Android in einem „thermonuklearen Krieg“ vernichten. Seitdem Tim Cook die Nachfolge von Steve Jobs als CEO bei Apple angetreten hat, hat sich der Umgang der Fruit Company mit der Konkurrenz ein wenig verändert. Denn Steve Jobs hätte wohl nicht in Betracht gezogen was Tim Cook laut der Presseagentur Reuters momentan tut: Gespräche mit Google CEO Larry Page führen, um den leidigen Patentstreit endlich wenn schon nicht beizulegen zumindest zu entschärfen.

Weitgehende Lizensierungen in Aussicht?

Bisher standen Google und Apple sich vor Gericht in Patentfragen noch nicht gegenüber. Apple führt zwar verschiedene Verfahren gegen Googles Android-Lizenznehmer wie HTC, Samsung oder Motorola Mobility (da Motorola nun zu Google gehört, könnte man das als ersten Berührungspunkt der beiden Tech-Riesen vor Gericht sehen), aber ein Verfahren „Google vs. Apple“ gab es noch nicht.

Schenkt man dem Bericht von Reuters Glauben, so könnte es eventuell auch nicht mehr zu solch einem Verfahren kommen. Angeblich fand letzte Woche ein Telefongespräch zwischen den beiden CEOs Tim Cook und Larry Page statt, in dem eine Lösung des Patentkrieges sondiert wurde. Weitere Gespräche in nächster Zeit sind geplant. Allerdings ist nicht bekannt, ob es um eine große Lizenzabmachung geht wie Apple sie mit Microsoft hat oder ob das Ziel der Gespräche lediglich ist, sich anzunähern.

Einen ersten Schritt in Richtung einer Entschärfung des Patentkrieges haben beide Unternehmen bereits gemacht, als Googles Tochter Motorola Mobility seine Standard Essential Patents an Apple lizensierte. Dies fand allerdings nicht ganz freiwillig statt.

Steve Jobs wäre „not amused“

Es kann davon ausgegangen werden, dass Steve Jobs von dieser Idee nicht begeistert wäre. Er nannte Android stets ein „gestohlenes Produkt“ und fühlte sich von Googles ehemaligen CEO Eric Schmidt betrogen, da dieser Android zu einem Konkurrenzprodukt machte als er noch im Vorstand von Apple saß.

Besonders deutlich wird der Hass von Steve Jobs auf Android neben dem „thermonuklearen Krieg“ in folgender Aussage, die er in einer Diskussion mit Eric Schmidt fallen ließ:

I don't want your money. If you offer me $5 billion, I won't want it. I've got plenty of money. I want you to stop using our ideas in Android, that's all I want.

Zwar basiert Android zum großen Teil auf JaveME und LINUX, aber Apple behauptet, dass viele der eigenen patentierten Technologien in Android wiederzufinden sind. Zumal Androids Chef-Entwickler Andy Rubin ind den 1990er Jahren bei Apple beschäftigt war.

Tim Cook jedoch scheint einer Einigung mit Google gegenüber aufgeschlossen. Er macht sein eigenens Ding, ohne sich zu sehr an den großen Fußstapfen seines Vorgängers zu orientieren. Und das ist auch gut so.

Eine Einigung würde nicht das Ende der Patentkriege bedeuten

Auch wenn Google und Apple zu einer Einigung kämen: Das Ende der Patentkriege wäre damit noch nicht erreicht. Der Großteil des jüngsten Urteils im Prozess zwischen Apple und Samsung basierte auf Designpatente. Diese wurden von Samsung verletzt, nicht von Google mittels Android. Dennoch wäre eine Einigung zwischen den beiden Mega-Firmen wünschenswert, vor allem für den Verbraucher. Denn dieser kann in diesem Krieg nur verlieren.

(via 9to5Mac)

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2 Kommentare

  1. Wieso sollte der verbraucher verlieren?
    Je weniger eine Firma Ideen einer anderen „kopiert“ desto mehr neue Dinge müssen sie sich einfallen lassen, das bedeutet Inovation!

    Wie es bei Windows war ist es auch bei Android…
    Am Anfang sieht es bei beiden ziemlich ähnlich zu den Apple OS’s aus (ich hoffe mal das sich bei Android noch was ändert), aber sieht man sich windows 8 an sieht man das es nicht mehr so wirklich aussieht wie in Mac OSX (ich sage jetzt nicht das es unbedingt praktisch so ist aber man muss sagen das Windows jetzt ein wenig hübscher aussieht^^), so hätte es doch gleich sein können!
    Genau so wünsche ich es mir von Google, dass sie sich was geniales einfallen lassen.

  2. je weniger man sich „frei“ in seinen gedanken bewegen darf, desto weniger innovation wird es geben. ist doch gar nicht so schwer zu verstehen, oder?

    ich habe beides, ios, android. windows, osx. windows mit android zu vergleichen.. im funktionalen wie design/ästhetischen ansatz, ist haarsträubend. klar, sie haben ein ähnliches OEM konzept.. auch wenn android kostenlos ist im gegensatz zu windows.

    aber hast du die systeme mal selbst getestet? iOS ist langweilig, funktionsarm und eingeschränkt. schau dir mal android 4.1 an, und wenn du bereit bist über den tellerrand zu schauen, dann wirste merken, dass android konzeptionell weit vorne liegt.

    und MetroUI als hübsch zu betiteln… also das finde ich noch viel haarsträubender.
    hast du dir mal die designvorgaben von MS für entwickler dafür angeschaut.. also wirklich. peinlich!

    warum sind veränderungen für dich gleich innovationen? wieso sollte der mensch andauernd neue Interfaces „lernen“? weil apple anspruch auf generische interfaces legt? sicherlich nicht!

    es sollte eher so sein, dass sich apple UND google gegenseitig kopieren was das zeug hält.. DAS würde innovationen fördern.. denn darin ist auch apple immer schon meister gewesen. bestehende dinge zu verändern. (iMac, iPhone, osx, iPod etc, war alles bereits vorhanden, sie haben es nur besser gemacht, als die dinge, die bereits auf dem markt waren. aber sie haben es nicht GRUNDSÄTZLICH verändert)