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Rede von 1983: Steve Jobs dachte bereits vor 27 Jahren an das iPad

Apples verstorbener Mitbegründer war für seine mitreißenden Reden und Keynotes bekannt. Neben den Kenotes der letzten Jahre ist vor allem seine Eröffnungsrede an der Universität Stanford aus dem Jahr 2005 nahezu jedem Apple-Fan bekannt. Die Jungs von Life, Liberty and Technology haben nun eine alte Rede von 1983 ausgegraben, die Jobs auf der Designkonferenz in Aspen hielt.  Diese war zwar bereits bekannt, aber die Version des US-Blogs enthält 30 weitere, bisher unveröffentlichte Minuten.  Steve Jobs beweist mit dieser Rede einmal mehr, dass er visionäre Sichten auf die Entwicklung der Technologiebranche hatte.

Jobs sprach bereits 1983 vom iPad

In der Rede ging es um Design und Innovation, und Jobs zeigte einen rückblickend mehr als beeindruckenden Sinn dafür, wie sich die Technologiewelt entwickeln würde. Nur um die Rede mal in Kontext zu setzen: 1983 hatte Apple den Macintosh noch nicht entwickelt, Apple setzte noch darauf, das der Computer Lisa die Welt im Sturm nehmen würde und der IBM PC war hinter dem Apple II einer der meistverkauften Personal Computer der Welt.

Bereits damals war Steve Jobs seiner Zeit meilenweit voraus. Er sprach davon, Apple wolle einen „großartigen Computer im Buchdesign“ entwickeln, den man mit sich rumtragen könne und innerhalb von 20 Minuten so weit verstehen könne, dass man ihn benutzen kann. Das alles solle nur über Funkverbindungen laufen und ohne Kabel auskommen und dabei dennoch mit allen großen Datenbanken und mit anderen Computern kommunizieren können. Und das wolle Apple noch im laufenden Jahrzehnt – also den 80ern – verwirklichen.

Es sollte zwar noch 27 Jahre dauern, bis die Vision von Steve Jobs verwirklicht werden sollte, aber es ist beeindruckend, ihn schon 1983 in groben Zügen vom Konzept des iPads reden zu hören. Jobs sprach in der Rede ebenfalls davon, dass Computer so schnell sein werden, dass es einem wie Magie vorkommen wird. Ist es da noch Zufall, dass er 2010 auf der iPad-Keynote dieses als „magisch“ bezeichnete?

Weitere Highlights

Die Rede hat noch einiges mehr zu bieten. Leider lässt sie sich nicht einbinden, aber der Abstecher zu Life, Liberty and Technology und die Stunde Zeit, die man benötigt, um sich die Rede anzuhören, lohnt sich wirklich. Die entsprechenden Englischkenntnisse vorausgesetzt.

Für diejenigen, die dennoch keine Lust haben, sich die Rede ganz anzuhören, hat der Autor des Artikels Marcel Brown wichtige Punkte zusammengefasst:

  • Jobs merkt an, dass die Menschen in einigen Jahren mehr Zeit mit Computern verbringen werden als mit ihren Autos. Heute fast eine Selbstverständlichkeit, aber 1983, als der PC noch in den Kinderschuhen steckte, ein visionärer Gedanke.
  • Er redet davon, dass Computer zu einem Kommunikationsmedium werden, das in Zukunft eine große Rolle spielen wird. Anfang der 80er steckte auch das Internet noch in den Kinderschuhen, und dennoch redet Jobs von E-Mail-Systemen und spricht wörtlich davon, dass wir in Zukunft unsere E-Mails via Funk abrufen können.
  • Was das Internet angeht, spricht er von dem Chaos, das damals unter den unterschiedlichen Prootokollen herrschte und davon, dass man 5 Jahre davon entfernt sei, Netzwerke im Büro nutzen zu können und 15 Jahre von der Nutzung in Privathaushalten. Er lag verdammt nah an der tatsächlichen Entwicklung.
  • Am Ende wird ihm eine Frage über Spracherkennung gestellt. Seine Antwort: „This stuff is hard“. Er spricht davon, wie schwer es ist, Sprache sauber zu erkennen, da es nicht um die Erkennung der Worte, sondern des Kontext gehe. Seiner Ansicht nach sei man noch 10 Jahre von einer nutzbaren Umsetzung entfernt. Interessante Gedanken, wenn man bedenkt, was Siri heute kann.
  • Er spricht außerdem noch davon, wie nützlich es wäre, wenn man gekaufte Software über die Telefonleitung direkt auf das Gerät des Kunden übertragen könnte. Erste Gedankenspiele, die letztlich in Richtung des heutigen App Stores gehen.

Keine großen Gedanken, wenn man sie aus der heutigen Zeit betrachtet. Aber Anfang der 80er geäußert sind es revolutionäre und visionäre Gedanken. Sicher war Steve Jobs nicht der einzige, der das Potential und die Wichtigkeit von Computertechnologien erkannt hat. Aber die Rede zeigt einmal mehr, was für einen visionären Denker wir vor ziemlich genau einem Jahr verloren haben.

 

(via Apple Insider)

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3 Kommentare

  1. Da ist nichts visionares dran. Er hat einfach vorher die richtigen filme gesehen. Er war und das muss man ihm lassen, ein vermarktungsgenie. Die ideen hatten andere.

  2. Sorry, aber ein „Computer im Buchdesign“ ist ein tragbarer, zusammenklappbarer Computer, auch Notebook genannt. Ein iPad hat stattdessen ein tablettähnliches Design, weshalb es der Anglophone auch Tablet nennt. Und das erste Notebook gab es 1981 (Osborne 1). So visionär war das also nicht.

  3. Damals im Schlaf hate ich auch eine Vision vom Iphone Ipad Ipod
    gestern hatte ich noch eine und es war der Ipid , IKophörer, IDanceplatte und ein verkaufschlager das iphone 344534235425