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Apple – Ein Konzern mit Rhythmusschwierigkeiten

Apples Update-Strategien für das iPhone dürften inzwischen bekannt sein.  Seit dem iPhone 3G folgt auf den „richtigen“ Versionssprung immer ein S-Modell, das das Design des Vorgängers übernimmt und lediglich ein paar mehr oder minder wesentliche innere Änderungen mitbringt. Auch der Zeitpunkt der Veröffentlichung liegt immer mehr oder minder ein Jahr nach der des Vorgängers. Was das angeht, ist Apple relativ vorhersehbar geworden. Oder zweifelt irgendjemand ernsthaft daran, dass das nächste iPhone das iPhone 5S sein wird? Laut Rene Ritchie, dem Chefredakteur von iMore, stellt genau diese Vorhersehbarkeit ein Problem für Apple dar.

Vorhersehbarkeit schadet dem Geschäft

Dass Apples Updatezyklus vorhersehbar geworden ist, ist wohl unstreitig. Zwischen 2007 und 2010 stellte Apple das neue iPhone im  Zeitraum von Ende Juni bis Anfang Juli vor. 2010 – 2012 wurde der Zeitraum auf den September und Oktober verschoben. Zwar veränderte sich damit der Zyklus etwas, aber der Veröffentlichungszeitraum lag weiterhin in einem dreimonatigen Zeitfenster.

Rene Ritchie schreibt in seinem lesenswerten Kommentar, dass genau diese Vorhersehbarkeit auf Dauer nicht gut für Apple sei. Sogar Kunden, die der Gerüchteküche nicht folgen, hätten inzwischen begriffen, wann sie das neue iPhone zu erwarten haben und in welchem Jahr sie mit einem großen Update richten können. Das führe trotz Apples Geheimniskrämerei dazu, dass die iPhone-Verkäufe kurz vor der Veröffentlichung des neuen Modells zurückgehen. Er bringt das mit dem Satz „Apple hat den Leuten beigebracht, wann man kaufen muss, unbewusst aber auch, wann man nicht kaufen sollte“ auf den Punkt.

Aber auch für die Konkurrenz bietet die Vorhersehbarkeit Vorteile. Konkurrierende Unternehmen haben gelernt, Apples Uptdatezyklen zu konteragieren. Mit großen Produktveröffentlichungen wie das HTC One oder das Galaxy S4 von Samsung so gelegt sind, dass sie dem iPhone 5S im Sommer oder Herbst das Leben schwer machen werden. Mit besonders attraktiven Updates lassen die Konkurrenten die S-iPhones bewusst blasser aussehen. Sie schlagen mit ihren High-End-Produkten genau in die Lücke zwischen dem letzten iPhone und dem iPhone 5S.

Durch Apples offensichtlichen Updatezyklus entstehen also nach Richies Meinung sowohl auf Kunden- als auch auf Konkurrentenseite Probleme.

Besonderes Problem beim iPhone 5S

Besonders beim Sprung vom iPhone 5 auf das iPhone 5S dürfte die Problematik auf Kundenseite nach Meinung des Autors besonders hervortreten. Das iPhone 5 sei vor allem hardwaretechnisch bei einigen Kunden nicht besonders gut angekommen, da ihnen die große innovation fehlte, die bspw. zwischen dem iPhone 3 GS und 4 stattfand. Das wird dazu führen, dass das iPhone 5S bei den Kunden einen noch schwereren Stand hat, da lediglich Detailverbesserungen zum iPhone 5 erwartet werden. Zudem habe Apple momentan einen schwereren Stand in den Medien als noch beim Sprung von das iPhone 4 auf das iPhone 4S. Das „Karten-Debakel“ ist noch nicht vergessen, und die Presse ist momentan von „Apple ist verloren“-Rhetorik aufgrund des Niedergangs des Aktienkurses erfüllt.

Das Problem entsteht allerdings auf jeden Fall auch auf Kundenseite. Die Erwartungen an Hardware wird immer größer, und viele Kunden suchen erst einmal Dinge, bei denen sie auf die Konkurrenz zeigen können mit den Worten „Das ist bei denen aber besser“. Stattdessen sollte man sich darauf konzentrieren, dass man hervorragend funktionierende High-End-Hardware mit einem der besten mobilen Betriebssysteme geliefert bekommt.

Allerdings gesteht Richie Appel auch zu, dieses Problem bereits erkannt habe. Im letzten Jahr hat Apple 3 iPad-Modelle veröffentlicht, und schon seit längerem kursieren Gerüchte über ein billiges iPhone oder ein iPhone mit großem Display. Nicht alle von diesen Gerüchten werden wahr werden, aber sie alle mit den Worten „Das würde Apple nie tun“ abzutun ist laut Richie wenig zweckdienlich. Denn vielleicht ist es mal wieder Zeit für etwas, was „Apple nie tun würde“.

Das letzte mal, als der allgemeine Konsens war, dass Apple so etwas nie tun würde, ging es übrigens um das iPad mini.

 

 

(via MacRumors)

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3 Kommentare

  1. Also Apple überrascht immer wieder gern ,
    Ich habe damals das iPad Mini auch für so überflüssig wie ein Kropf gehalten und heute habe ich so ein Ding und finde es gut ;-)
    Allerdings ist Dasein edles Gerät und kein Bilig Pad. So will ich heute sagen das ich es mir nicht vorstellen kann das Apple ein iPhone rausbringt welches Billig sein wird. Vielleicht ein Gerät mit basisfunktionen (iWatch???) welches durch den Erwerb eines iphones im Funktionsumfang erweitert werden kann

  2. Einfach ein excelenter Artikel!!!
    Volle Zustimmung!! Weiter so:)

  3. Applejünger1993

    Genauso wie Android mit seinen Monate langen Updates ^^
    iOS ist halt am besten da es mehrere Updates gibt ;)