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Safarigate: Google einigt sich mit 37 Staaten und muss 17 Millionen Dollar zahlen

Im letzten Jahr deckte das Wall Street Journal eine Praktik Googles auf, bei dem das Unternehmen Millionen von iOS- und Mac-Usern über Cookies und den Safari-Browser ohne deren Wissen verfolgt hat. Google musste dafür eine Rekordstrafe in Höhe von 22,5 Millionen US-Dollar an die FTC zahlen. Allerdings ist das noch nicht das Ende: Wie kürzlich bekannt wurde, muss Google weitere 17 Millionen Dollar in einer Einigung mit 37 US-Staaten zahlen.

So hat Google Safari-User verfolgt

Google hat ohne das Wissen der User Safari-Cookies genutzt, um deren Surfverhalten auszuspähen. Safari enthält eine Option, bei der man Cookies von Drittanbietern oder Werbetreibenden permanent blocken kann. Eine Ausnahme davon stellen jedoch Webseiten dar, mit denen der User in irgendeiner Form interagiert hat – beispielsweise indem er ein Formular ausgefüllt hat.

Dies nutzte Google, um bei jeder Suchanfrage über die Suchmaschine sowie bei jedem Einloggen auf einer Google-Seite einen Tracking-Cookie auf dem Computer des Users zu installieren, ohne dass dieser das mitbekam. Ohne Frage eine recht unseriöse Vorgehensweise. Das sah auch die FTC so, die den Suchmaschinengiganten im August letzten Jahres mit der höchsten je durch die Behörde ausgesprochenen Geldstrafe belegte.

17 Millionen Dollar an 37 US-Staaten

Doch damit endet die Bestrafung Googles noch nicht. 37 US-Staaten hatten beschlossen, eine eigene Klage anzustrengen. Dabei handelte es sich um Alabama, Arizona, Arkansas, California, Connecticut, District of Columbia, Florida, Illinois, Indiana, Iowa, Kansas, Kentucky, Maine, Maryland, Massachusetts, Michigan, Minnesota, Mississippi, Nebraska, Nevada, New Jersey, New Mexico, North Carolina, North Dakota, Oklahoma, Ohio, Oregon, Pennsylvania, Rhode Island, South Carolina, South Dakota, Tennessee, Texas, Vermont, Virginia, Washington und Wisconsin. Google hat sich mit diesen Staaten nun außergerichtlich geeinigt. Gegen die Zahlung von 17 Millionen Dollar wurden die Verfahren eingestellt.

Eine Sprecherin von Google äußerte sich zu der Angelegenheit via E-Mail: “We work hard to get privacy right at Google and have taken steps to remove the ad cookies, which collected no personal information, from Apple’s browsers.

Somit kommt Google letztlich mit weniger als 500.000 US-Dollar pro Staat davon. Ein vergleichsweiser niedriger Preis, den Google innerhalb von zwei Stunden wieder reinholen kann.

via CultofMac

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5 Kommentare

  1. Ob da auch irgendwer wegen der NSA klagt?

  2. und selbst wenn?das wird untergehen oder niemals ernsthaft bearbeitet werden weil es ein regierungswerkzeug ist und daher vergiss es… traurig aber wahr

  3. Und warum schiebt irgendeiner das Geld eiin und nicht die betroffenen User? Schließlich wurden die ja beschissen.

  4. @Dizzle wegen der NSA braucht man sich keine Gedanken machen die verwenden doch Windows 8 :-)

  5. Ich lass mich lieber von der NSA abhören als von irgendeinem T-Alibaba.