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Partnerschaft zwischen Apple und Shazam: Es könnte vor allem um Werbung gehen

Wie wir diese Woche berichteten, arbeitet Apple momentan möglicherweise an einer Partnerschaft mit dem Musikerkennungsdienst Shazam. Unter Umständen wäre Siri dann in der nächsten Version von iOS in der Lage, zu erkennen, welcher Song gerade gespielt wird. Laut dem Medienprofessor Aram Sinnreich könnte es Apple dabei aber vor allem darum gehen, Daten für Werbezwecke zu sammeln.

Shazam kann helfen, Werbung zu individualisieren

Sinnreich lehrt an der Rutgers University in New Jersey. In einem Gespräch mit Computerworld äußerte er den Gedanken, dass es Apple bei der Partnerschaft mit Shazam darum gehe, die Software zu nutzen, um Userdaten zu sammeln. Mit Shazam könnte Apple Daten über sowohl Musik als auch TV-Shows oder Filme sammeln, die die iPhone-User hören oder sehen. Diese Daten können dann für maßgeschneiderte Werbung verwendet werden.

Shazam wird vornehmlich genutzt, um Songs zu identifizieren, die im Radio laufen oder aus anderen Quellen kommen. Der aufgenommene Sound wird analysiert und dann mit einer großen Datenbank verglichen, mit deren Hilfe der Song schließlich erkannt wird. Seit 2012 enthält diese Datenbank auch Daten aus Fernsehsendungen, Filmen und sogar TV-Werbungen.

Momentan läuft die Shazam App auch bereits im Hintergrund von iOS und erkennt Musik, Werbung oder Filme. Genauso könnte Apple die Software auch direkt in iOS 8 integrieren, damit sie im Hintergrund ständig nach verwertbaren Sound-Ausschnitten sucht. Mit Hilfe des gleichen Features könnte Apple dann auch Daten darüber sammeln, was der User sich so ansieht oder anhört. Diese Daten können dann auch für personalisierte Werbung verwendet werden. In der Praxis wäre so ein Feature allerdings wahrscheinlich für den User leicht zu deaktivieren, ähnlich wie es heute bereits mit den Ortungsdiensten unter iOS der Fall ist.

Bisher handelt es sich um reine Spekulation

Bisher hat Sinnreich keine Beweise für seine Behauptungen. Es handelt sich somit um reine Spekulationen. Allerdings würde das gut in Apples neue Werbemethoden passen, die sich außergewöhnlich gutes User-Targeting zu Nutze machen.

Verbessertes Werbe-Targeting würde Apple für die werbenden Unternehmen deutlich attraktiver machen. Das würde auch gut zu dem Schritt passen, dass für einen iAd-Account inzwischen kein Entwickleraccount mehr nötig ist. Apple scheint es sich zum Ziel gemacht zu haben, das Geschäft mit der Werbung etwas mehr anzutreiben.

via MacRumors

Partnerschaft zwischen Apple und Shazam: Es könnte vor allem um Werbung gehen
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6 Kommentare

  1. Ich will gar keine Werbung auf meinem Handy! Auch wenn das individuell klingen mag!

  2. Alex, sind Dir Programme oder Dienste bekannt, wo bereits Daten von Apple zu diesem Zweck gesammelt werden?

  3. Alexander Trisko

    Ähm…iAds? Interessenbezogene Werbung gibt es bei Apple seit iOS 4.

  4. Ok…ein kleines Missverständnis. iAd ist, so verstehe ich das, für Werbetreibende und Entwickler. Ich meinte, ob es spezielle Programme zur Datensammlung gibt, die dann gezielt zur personalisierten Werbung angewandt werden. Wenn dies bei beim aktuellen iOS geschieht und Daten bereits um Hintergrund gespeichert werden, fände ich das nicht so prickelnd. Ich benutze Apple Produkte schon ein kleine Weile, konnte aber ein personalisierte Werbung bisher noch nicht feststellen.

  5. Alexander Trisko

    Kein Missverständnis, nur fehlendes Verständnis davon, was iAd eigentlich ist. iAd ist für die Werbung in den Apps zuständig und mit Google AdSense vergleichbar. Klar ist das für Werbetreibende und Entwickler gedacht, aber es sammelt Daten von jedem iOS-Gerät, bei dem Ad-Tracking nicht deaktiviert wurde.

  6. Zitat Alexander Trisko :

    Kein Missverständnis, nur fehlendes Verständnis davon, was iAd eigentlich ist. iAd ist für die Werbung in den Apps zuständig und mit Google AdSense vergleichbar. Klar ist das für Werbetreibende und Entwickler gedacht, aber es sammelt Daten von jedem iOS-Gerät, bei dem Ad-Tracking nicht deaktiviert wurde.

    Na klar doch, deshalb ja meine Frage.

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