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57 Verletzte bei einer Explosion in einem der Werke eines Apple-Zulieferers

Wie die Nachrichtenagentur Reuters (engl.) berichtete, ereignete sich dieses Wochenende in einem der Werke des Apple-Zulieferers Pegatron eine Explosion, bei der 57 Arbeiter verletzt wurden. 23 davon mussten stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden. Bisher gibt es keine Berichte über Todesfälle.

Das Werk, in dem sich die Explosion ereignete, liegt in Shanghais Industrieviertel Songjiang. Charles Lin von Petragon sagte Reuters, die Fabrik habe noch keinen Betrieb aufgenommen. Ein Teil des Werkes werde noch inspiziert, der andere Teil befände sich im Testbetrieb.

Petragon liefert Apple Teile des CDMA iPhone 4 und es ist geplant, dass die Firma auch beginnt, Teile für das iPhone 4s zu liefern, um die Herstellungskapazität zu erhöhen. Die chinesische Zeitung Yi Cai Daily berichtete jedoch, die Fabrik in der die Explosion stattfand, sollte back panels für das iPAd 2 herstellen. Ob sich der Zwischenfall auf die Herstellung von Apple-Geräten im nächsten Quartal auswirkt ist demnach noch nicht geklärt. Laut Lin hängt der Beginn der Produktion in dem Werk nun von den Untersuchungen der Regierung ab, ein entsprechender Bericht wird im Laufe des Tages erwartet.

Der Zwischenfall ist nur einer in einer Reihe von Unfällen, die in letzter Zeit zu Sicherheitsbedenken betreffend chinesischer Fabriken führten. China stellt einen Großteil der in Computer und anderen Elektrogeräten verwendeten Komponente her. Auch große Teile von Apples Zulieferer-Ketten involvieren chinesische Hersteller. Die Sicherheitsstandards in deren Werken werden schon seit längerem von der chinesischen Regierung sowie Arbeiter- und Umweltbewegungen kritisiert.

Es bleibt zu hoffen, dass die Produktion von Apple durch diesen Zwischenfall nicht allzu sehr beeinträchtigt wird. Sollten sich weitere Entwicklungen ergeben, werden wir euch selbstverständlich davon berichten.

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7 Kommentare

  1. „Es bleibt zu hoffen, dass die Produktion von Apple durch diesen Zwischenfall nicht allzu sehr beeinträchtigt wird. Sollten sich weitere Entwicklungen ergeben, werden wir euch selbstverständlich davon berichten.“

    Als erstes bleibt zu hoffen das die verletzten Arbeiter wieder gesunden, und das nicht doch noch Tote zu beklagen sind. Wenn man mal ein oder zwei Wochen auf sein iPad/iPhone warten muss ist das leichter zu verschmerzen.

  2. Kritiker@Kritiker.Kritiker

    @BluFalcon

    Ich bin froh, dass es Menschen gibt die noch das Wesentliche von Sinnlosem unterscheiden können.
    Mich interessiert es keineswegs ob irgendwer irgendwo Lieferengpässe bekommt, aber die Arbeitsbedingungen und Menschrechtsverletzungen damit wir ein Spielzeug mehr haben, das nagt an meiner Seele

    danke,
    BluFalcon

  3. Der jenige der diesen Artikel verfasst hat, sollte mal diesen „hoffentlich gibt es keine Lieferengpässe“ Abschnitt mal raus nehmen. Hört sich nicht gerade toll an! Sowas sollte einem gesunden Menschen nicht einfallen. Gesundheit geht nunmal vor Lieferengpässe, dann muss man eben mal was warten!

  4. Sylvia Tanneberger

    Ich bin mit BluFalcon einer Meinung. Das wichtige sind die Menschen. Ich hoffe, dass die 23 Verletzten, die ins Krankenhaus eingeliefert werden musten, wieder gesund werden und keine bleibenden Folgen ihrer Verletzung erleiden müssen. Ich denke, dass hier auch Apple mit im Boot sitzt und es nur recht und billig wäre, wenn auch Apple den Familien der Verletzten in irgend einer Weise unter die Arme greifen würde. Weihnachten steht schließlich vor der Tür…

  5. Ich gebe zu, dass das in der Formulierung etwas blöd klang. Laut Reuters und der chinesischen Presse gab es keine Schwerverletzten, es handelte sich vorwiegend um Rauchvergiftungen und ähnliches. Es sollte also jeder wieder gesund werden. Natürlich muss man abwarten, inwieweit diese Berichte der Wahrheit entsprechen. Das Thema Menschenrechte habe ich bewusst ausgeklammert, weil es einfach ist, im Zusammenhang mit der chinesischen Wirtschaft dorthin zu springen. Die Vorfälle vor allem bei Foxconn sollten uns allen zum Nachdenken bringen. Führt man diese Argumentation fort, unterstützt doch im Grunde jeder, der bisher ein iPad 2 gekauft hat, die schlechten Arbeitsbedingungen bei Foxconn. Ich finde es verfrüht, ohne nähere Informationen zu Menschenrechten zu springen, insbesondere, da keine weiteren Details von den Arbeitsbedinungen bei Pegatron bekannt sind. Soweit ich weiß, wurden im Laufe des Jahres immer mehr Aufträge von Foxconn zu Pegatron verlagert, eben wegen dem Thema Arbeitsbedingungen bei Foxconn. Man sollte das Thema auf keinen Fall kleinreden, aber über Pegatron liegen einfach noch keine entsprechenden Berichte vor. Der Vorfall jetzt könnte ein erster Indikator sein, aber rechtfertigt in meinen Augen noch keinen konkreten Vorwurf.
    Selbstverständlich hoffe auch ich, dass die verletzten Arbeiter wieder gesund werden. Keinesfalls wollte ich ausdrücken, dass die Gesundheit hier über dem Produkt steht. Auch wenn ich sehe, warum man das annehmen könnte.

  6. muss ich den vorredner recht geben… natürlich steht die gesundheit in so einem fall an erster stelle das überhaupt keine frage….

  7. Ja, man sollte schon mehr Sicherheitsmassnahmen berücksichtigen, vor allem wenn man Apple-Lieferant ist!