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Samsung (statt Apple) für Public-Eye-Award nominiert

Aktuellen Meldungen lassen zur Zeit die Nominierungen für den durchaus unbegehrten Public-Eye-Award verlautbaren, und so findet sich auf Platz 3 von 6 ein durchaus bekannter Name: Samsung wurde nominiert, und könnte demnächst den Negativpreis für wirtschaftliche Skrupellosigkeit und miserable Arbeitsbedingungen einheimsen. Aufrufe vieler Apple-Fans, die kontinuierlich darauf hinwiesen, dass unangebrachterweise bisher nur Apple und seine Zulieferer im Rampenlicht standen, werden sich nun beruhigen können, da das Unternehmen aus Cupertino weder in der End- (6 Firmen) noch in der Vorauswahl (40) erschien.

Wenn die Welt der Nachrichtenleser wieder einmal etwas von schlechten Arbeitsbedingungen, Selbstmorden und Unfällen in der fern-asiatischen Welt mitbekommt, handelt es sich meistens um Cupertino und vor Allem seine Zulieferer. Zu Unrecht, wie das Weltwirtschaftsforum  nun zum Ausdruck bringt. Der Großkonzern Samsung, sowohl vor Gericht, als auch am Markt der größte Gegenspieler, steht zur Wahl, da über 140 Fälle von Krebserkrankungen und 50 Tode jüngerer Arbeiter aufgrund verbotener Giftstoffe in der Produktion nachgewiesen wurden.

Folgende Firmen haben es ebenfalls unter die Top-6 geschafft:

– Bankenriese Barclays (v.A. Kreditkarten) -> maßlose Nahrungsmittelspekulation an der Börse
– Freeport McMoRen (Gold- und Silber-Minen) -> giftige Abfälle und Folter von Minengegnern
– Energiekonzern Tepco -> aufgrund des, nennen wir es „Missgeschicks“, im Kraftwerk Fukushima
– Roheisenhersteller Vale -> skrupellose Vertreibung von Ureinwohnern in Brasilien
– Agrochemie- /-saatgut-Produzent Syngenta -> Verseuchung des Grundwassers mit hochgiftigen Pestizide

Mit 290.000 Mitarbeitern, und damit (Süd-)Koreas größtes Unternehmen, hat sich Samsung somit aufgrund des uninformierten Einsatzes von Giftstoffen, gegen die die Mitarbeiter selbstredend auch keine Schutzkleidung besitzen, zu einem sehr großen Thema auf der Weltwirtschaftskonferenz gemacht. Das Unternehmen streitet trotz der glasklaren Beweislage alle Vorwürfe ab, und diskreditiert die Erkrankten und Angehörigen der Verstorbenen sogar noch öffentlich. Es scheint allerdings in Südkorea nicht möglich zu sein ein Unternehmen ordnungsgemäß vor Gericht zu bringen, wenn es sich um eine Firma handelt, die den weltweiten Markt für Fernseher an erster und für Mobiltelefone an zweiter Stelle führt und damit über 8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes beisteuert.

Nun hat in diesen Belangen selbstverständlich auch die Öffentlichkeit mitzuentscheiden, so lässt sich auf der Website noch bis zum 26. Januar unter den 6 „Favorites“ abstimmen. Die Abstimmungen findet total unkompliziert und anonym statt. Auch lässt sich die Webseite nach dem Wahlvorgang auf Facebook teilen, falls man Umwelt doch mitteilen möchte, wen man gewählt hat.
Weblink zur Umfrage: PublicEye

Anbei findet ihr noch ein Video, in dem eine ehemalige Samsung-Angestellte mit firmenbezogenen Ausschnitten darstellt, wie ihre Krankheit sie mitnimmt, und deren Zusammenhang mit der Arbeit von Samsung verleugnet wird, sodass dazu aufgerufen wird, jene zu wählen:

Quelle : Giga / PublicEye

 

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2 Kommentare

  1. Was Tepco betrifft, ist belegt, dass es weit mehr als „nur“ diese eine „Panne“ gab. Im Laufe der letzten 10 bis 20 Jahre gab es vermehrt Mängel, was die Sicherheit in den Kraftwerken anbelangt. Ignorierte Sicherheitvorschriften, verschleierte und falsche Überprüfungsberichte und sogar eine fast Kernschmelze in einer (der Fukushima) ähnlichen AKW Anlage. Aber aufgrund der, wie oben erwähnten, Staatseinnahmen, wurde das alles mehr oder weniger unter den Tisch gelegt und kam erst später raus…
    Korrigiert mich bitte, falls ich da falsch informiert bin, aber ich find das ganz schön heftig und verantwortungslos.
    Mich würde interessieren, was der europäischen und vor allem deutschen Öffentlichkeit alles verheimlicht wird.
    So far Marco

  2. wenn alles an die öffentlichkeit käme, würder vermutlich niemand mehr arbeiten gehen – überall sind giftstoffe egal ob in der babynahrung, im gemüse, in der kleidung, möbel, luft— der letzte bereicht über das gute fleisch in den americanischen burgern, die rinder sehen kein gras werden nur mit mais gefüttert – hab ihr jemals eine kuh gesehen die auf der wide steht und lieber ins maisfeld nebenan geht? also ich nicht.