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Gorilla Glas: Corning zeigt dünnes, flexibles Willow Glas

Apples Partnerunternehmen Corning, das seinen Sitz in den USA hat, arbeitet bereits seit dem Jahr 2007 eng mit dem IT-Konzern zusammen. Die Firma entwickelte das Gorilla Glas, das im ersten iPhone-Modell eingesetzt wurde. Neben einer optimierten Bruchfestigkeit besticht das Glas durch eine hohe Kratzfestigkeit, sodass selbst Steve Jobs' Schlüssel keine Kratzer im Display hinterließen. Nun kündigte Corning sein neues Willow Glas an, das besonders durch seine flexible Eigenschaft auffällt.

Auf einer Messe für Neuheiten der Glas-Industrie in Boston erklärte Corning, dass das Willow Glas die Oberfläche der kommenden Generationen elektronischer Geräte schützen wird, die eine revolutionierende Form und Gestalt haben könnten.
Dabei soll die Neuheit nicht nur äußerst dünn und leicht sein. Vor allem durch die kostengünstige Herstellungsweise wird das Willow Glas in der Zukunft eingesetzt, wenn es nach den Prognosen von Corning geht. Dabei sollen schlanke Displays intelligente Formen von elektronischen Geräten ermöglichen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Corning ging noch weiter und behauptete, dass das neue Glas aufgrund seiner positiven Eigenschaften das Potenzial habe, Bildschirme regelrecht zu “verpacken” und demnach effektiver zu schützen.

Cornings Willow Glas soll Temperaturen von bis zu 500 Grad aushalten, sodass Herstellern Produktionsprozesse ermöglicht werden, die hohe Temperaturen erfordern. Wie sein Vorgänger unterstützt das Willow Glas sowohl OLED- als auch LCD-Displays, sodass das Glas bei Smartphones, Tablets und auch Notebooks zum Einsatz kommen kann.

Wird Apple flexible Displays verwenden?

Erst vor wenigen Wochen kam das Gerücht auf, dass Apple Interesse an flexiblen Displays von Samsung haben soll. Diese Display-Art könnte dabei der Zielgruppe des Willow Glas entsprechen und somit kombiniert werden, sodass gekrümmte Oberflächen entstehen könnten, die zudem kratzfest und stabil sind.

Corning Glas made in USA

Apple gibt traditionell wenige Informationen rund um Partner-Unternehmen bekannt, die im Zuliefererbereich tätig sind. Eine Ausnahme besteht in Corning, deren Zusammenarbeit öffentlich von Apple bestätigt und proklamiert wird. Dies hängt vor allem mit der Tatsache zusammen, dass Corning den Großteil seiner Produkte in Kentucky fertigt. Apple geriet kürzlich in die Kritik für die Auswahl vornehmlich asiatischer Hersteller, sodass Corning stets als bestes Beispiel herangezogen wurde, weshalb dies in der Tat nicht so sei. Corning hat auch in Deutschland zahlreiche Niederlassungen und betreibt in Kaiserslautern ein großes Werk mit über 500 Angestellten.

(via)

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