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Kim Dotcom: Steve Wozniak kritisiert US-Justiz im Fall Megaupload

In der vergangenen Woche berichteten wir bereits über das Treffen des Megaupload-Gründers Kim Dotcom alias Kim Schmitz mit Steve Wozniak. Nun meldet sich Woz‘ höchstpersönlich zu Wort und kritisiert die US-Justiz in Bezug auf die Schließung des Filehosters sehr stark.


Steve Wozniak, seines Zeichens Unterstützer der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) und Freund von Kim Dotcom, gab gegenüber den Kollegen von Cnet bekannt, dass er den Verlauf des Umgangs mit Kim Dotcom nach dessen Verhaftung nicht gut heißt.
Besonders unfair findet es Steve Wozniak, dass Kim Dotcom nicht mehr frei über sein Vermögen verfügen kann. Es sei abstrus, dass die Vereinigten Staaten von Amerika Kim Dotcom erlauben, seinen Lebensunterhalt mit seinem eingefrorenen Geld zu bestreiten, wobei er keine Anwaltskosten hiervon begleichen darf. Wozniak schießt gegen die Gegner von Kim Dotcom, die wiederum Zugang zu Millionengeldern für Anwälte haben, die dann ihre Juristen gegen den potenziellen Kriminellen schicken bzw. warten, bis dieser pleite sei. „Schande über ein System, das diesen einseitigen Vorteil für eine Partei ermöglicht und unterstützt“, gab er weiterhin bekannt.
Kim Dotcom sei zudem sehr stark von seinem Rechtsbeistand respektiert, dass dieser auch ohne eine Vorauszahlung für ihn arbeitet, fügte Woz‘ hinzu.

„Schande über dieses System!“

Der Apple-Mitbegründer zielt des Weiteren gegen die angeblichen Verstöße gegen das Urheberrecht, die Kim Dotcom mit Megaupload vorgeworfen werden. So meint er, dass sein Freund alles getan habe, um Piraterie bei seinem Filehoster zu stoppen. Laut Woziak wurden von Filmstudios gemeldete Links zu Kinofilmen sofort entfernt.

Steve Wozniak ist ein Befürworter von Kim Dotcom, Megaupload sowie Peer-to-Peer-Filesharing. Wir dürfen gespannt sein, ob sich noch weitere prominente Größen aus der IT-Welt zu dem Vorfall zu Wort melden werden.

Wir freuen uns auf Eure Meinungen zu diesem Thema.

Kim Dotcom: Steve Wozniak kritisiert US-Justiz im Fall Megaupload
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4 Kommentare

  1. Wäre ich an einem Mord schuldig nur weil er auf meinem Grundstück passiert? Und dass auch nur weil ich kein „Bitte nicht morden“ – Schild aufgestellt habe? Schande über diese Justiz…

  2. Also Kim Schmitz ist mit Sicherheit nicht vollständig unschuldig, wenn man sich seine Vergangenheit ein bisschen anschaut, dann siehst man auch sehr schnell das Er gerne gesetzte überschritten hat, um für sich Vorteile herauszuholen. Er hat fast sein ganzes Geld nur mit illegalen Geschäften gemacht angefangen in der Jugend mit Computerbetrug, gewerbsmäßiger Bandenhehlerei und Missbrauchs von Titeln später dann Insidergeschäfte. Er wurde auch schon mehrfach verhaftet und verurteilt und das nicht nur in Deutschland.

    Ich finde aber auch nicht richtig wie MU und Kim Schmitz nun alleine für alles verantwortlich gemacht werden und wie man dabei vorgeht. Den es gibt auch noch genug andere Upload Plattformen und alle Anbieter wiesen das mindestens 75 % der Files illegal sind und Sie damit am meisten verdienen. Also wenn sie schon dagegen vorgehen wollen, dann sollte die US Justiz gegen alle gleichermaßen vorgehen, und zwar auf einer rechtlich klareren Grundlage, die aber scheinbar bisher nicht wirklich da ist.

  3. Woz hat weitgehend recht. Auch wenn dieser Kim Schmitz mit seinem Mega-Upload sicherlich genau wußte das der Dienst auch für Urheberrechtlich fragwürdige bis definitiv verletzende Inhalte genutzt wurde, sind die Methoden die vorgegangen wird doch reichlich zweifelhaft. Seine großen Einkommen erzielte Mega-Upload ja mit Werbe-Anzeigen. Auch denjenigen die dort die Anzeigen-Banner geschaltet haben wussten das auf den Servern illegal Dateien angeboten wurden, das störte sie jedoch nicht viel mehr war es wichtig das viele die Werbungen sehen und anklicken. Beschafft jemand einem Bankräuber eine Pistole oder dient als Fahrer für das Fluchtfahrzeug ist derjenige mitschuldig, wieso dann eigentlich nicht auch diejenigen die die Werbeanzeigen geschaltet haben und damit Mega-Upload finanzierten?

  4. MrTingleTangle

    Zitat BlueFalcon :

    … wieso dann eigentlich nicht auch diejenigen die die Werbeanzeigen geschaltet haben und damit Mega-Upload finanzierten?

    Weil dann deine Mutter auch in den Knast müsste wenn du Mist baust. Dein Arbeitgeber sperrt man am besten auch gleich weg. Er hat dein leben finanziert. Und weil deine Oma dir mal Kohle zum Geburtstag gab, wird sie auch gleich noch eingelocht. Ich weiß was du meinst, aber so wird das nicht klappen.

    Kim Schmitz macht mal wieder ein auf unschuldig – wie immer. Er wird wieder raus kommen – wie immer – und er wird das nächste schräge Ding landen – wie immer.

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