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Apple vs. Samsung: Hat der Jury-Vorsitzende in den USA wichtige Details verschwiegen?

Das Urteil im Fall Samsung gegen Apple in den USA ist nun schon eine Weile her. Samsung wurde der Verletzung mehrerer Patente für schuldig befunden und muss Schadensersatz in Höhe von mehr als einer Milliarde US-Dollar an Apple zahlen. Samsung beschuldigte nun den Vorsitzenden der Jury, Velvin Hogan, wichtige Details über seine Vergangenheit verschwiegen zu haben.

Wurden Fakten in der Jury-Auswahl verschleiert?

Samsung reichte bereits im Oktober eine Beschwerde bei Richterin Lucy Koh ein, in der Velvin Hogan beschuldigt wurde, während der Befragung im Rahmen der Jury-Auswahl verschwiegen zu haben, dass er in der Vergangenheit von seinem früheren Arbeitgeber Seagate verklagt wurde. Seagate befindet sich in einer „substantiellen strategischen Beziehung“ zu Samsung. Hogan musste 1993 wegen des Verfahrens gegen Seagate in Insolvenz gehen.

Der koreanische Elektronikriese führt zum einen an, dass die Jury-Auswahl eventuell anders verlaufen wäre, hätte man diese Tatsache gekannt, und zum anderen, dass Hogans Vorgeschichte mit Samsung in Verbindung mit seiner wichtigen Rolle als Vorsitzender der Jury das Urteil beeinflusst haben könnte. Um die Vorwürfe zu prüfen, ist am 6. Dezember eine Anhörung angesetzt. Ein wichtiger Punkt wird auch sein, ob Apple diese Tatsache bekannt war und ob eine Pflicht bestand, sie mit dem Gericht zu teilen.

Apple argumentiert, dass das Seagate-Verfahren mehrere Jahrzehnte zurück liegt  und nichts mit dem aktuellen Verfahren zu tun habe. Zudem habe Samsung bisher nicht nachweisen können, dass Hogans Aussagen „unehrlich“ bzw. sein Schweigen „wesentlich“ sei, wie es der Supreme Court der Vereinigten Staaten in so einem Fall fordert.

Wir werden sehen, wie die Richterin entscheidet und ob diese Entscheidung eventuell sogar Auswirkungen auf das Urteil haben wird. Es scheint aber unwahrscheinlich, dass Koh aufgrund dieses Antrags das Urteil in Zweifel ziehen wird. Theoretisch ist es in den USA aber möglich, ein Urteil wegen „jury misconduct“ (Fehlverhalten der Geschworenen) zu kippen.

 

(via 9to5Mac)

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5 Kommentare

  1. na und, das ändert nichts an der tatsache, dass die einfach kopiert haben von apple

  2. Natürlich versuchen Samsungs-Anwälte alles, um das Verfahren neu aufzurollen. Selber Schuld, wenn sie Hogan im Auswahlverfahren nicht ausreichend befragt haben. Oder es ist einfach eine Taktik von den Anwälten, jetzt nachdem sie verurteilt worden sind, ganz empört über die vermeintlich neuen Tatsachen zu reagieren. Ein Kasperle Theater…

  3. Die Schlacht in Amerika ist noch lange nicht vorbei. Frühestens 2014 denke ich. In der Revision ohnen Laienjury wird Samsung richtig aufdrehen und den Rückstand aus der ersten Runde komplett aufholen und Apple im eigenen Land die bitterste Niederlage aller Zeiten beibringen, nach der Niederlage im März 2013 in Alicante, wo das Geschmacksmuster Europa implodiert.
    Die Zukunft gehört Südkorea und das ist gut so.

  4. @thomas, was schreibst du da für ein Mißt???
    Du bist schon iwie ein dummes Kind, mehr fehlt mir zu dir nicht ein…

  5. @ ibruce
    Warte mal ab, März oder April kommt Alicante zur Entscheidung. Und dann werden wir sehen, wer Müll schreibt und wer nicht.
    Und wenn Du Dir mal die momentanen Wachstumsraten anschaust, dann weißt Du, wem die Zukunft gehört.