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Tim Cook wird Mitglied des Aufsichtsrats einer Pekinger Universität

In den letzten Monaten sammeln sich die Meldungen, die darauf hindeuten, dass Apple seine Verbindungen nach China erhärten möchte. Die größten Schritte in diese Richtung sind sicherlich der Deal mit China Mobile das iPhone betreffend und die vorgezogenen Verkaufsstarts neuer Apple-Hardware in China. Aber bekanntlich macht auch Kleinvieh Mist. Die Meldung, dass Apple-CEO Tim Cook in den Aufsichtsrat einer renommierten Pekinger Universität berufen wurde, wird sicherlich dazu beitragen, Apples Wurzeln in China wachsen zu lassen.

Apple kämpft um China

Es handelt sich um die Wirtschafts- und Management-Schule Tsinghua in Beijing (Peking), eine von Chinas bekanntesten Universitäten. Neben Cook ist der Aufsichtsrat vornehmlich von hochrangigen chinesischen Politikern besetzt. Allerdings sitzen auch noch eine Handvoll anderer Amerikaner im Aufsichtsrat, unter anderem der ehemalige US-Finanzminister Henry M. Paulson Junior sowie der ehemalige Walmart-CEO H. Lee Scott.

Tim Cook betrachtet China schon seit längerem als wichtigsten neuen Markt für Apple. Zwar ist sowohl das iPhone als auch das iPad schon seit einer Weile im Reich der Mitte erhältlich, aber der wirkliche Durchbruch ist Apple in dem Land noch nicht gelungen. Zu groß ist die Konkurrenz durch inländische Unternehmen, die oft günstigere Produkte anbieten.

Was Tim Cook im Aufsichtsrat der Tsinghua-Schule wirklich erreichen will, ist nicht bekannt. Apple pflegt über solche Dinge schließlich nicht zu reden. Gewisse Spekulationen sollten aber erlaubt sein. Auf jeden Fall kann Cook seine neue Position nutzen, um wichtige Verbindungen zu Chinas hoher Politik zu knüpfen. Dies ist in dem kommunistischen China, in dem ohne die Politik nichts läuft, umso wichtiger.

Apple und China – ein zwiespältiges Verhältnis

Die Bedeutung von China als Markt ist Apples Führungsetage schon seit längerem bewusst. Dementsprechend verhält man sich auch. Auch wenn offiziell noch nichts bestätigt ist, hat Apple vor kurzem einen wichtigen Deal mit China Mobile geschlossen, dem weltgrößten Mobilfunkanbieter. Außerdem fand der Verkaufsstart des iPhone 5s und iPhone 5c erstmals in China zum erstmöglichen Termin statt. Mit dem iPad Air wird es genauso sein.

Aber Apple musste in China auch immer wieder mit Kritik kämpfen. So kritisierte beispielsweise die Kommunistische Partei die Servicebedingungen von Apple und das Unternehmen geriet wegen der Verbreitung von Pornografie in die Kritik.

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