Home » iPhone & iPod » Analyst: Günstige iPhones sind für Apple wirtschaftlich unrentabel

Analyst: Günstige iPhones sind für Apple wirtschaftlich unrentabel

Im Vorfeld der Veröffentlichung vom iPhone 5c wurde bekanntlich zuhauf spekuliert, dass Apple ein billiges iPhone auf den Markt bringen soll. Vor allem die Verwendung von einem Plastikgehäuse und älteren technischen Komponenten galten als nur zwei Begründungen für einen niedrigeren Verkaufspreis beim iPhone 5c. Doch Apple präsentierte entgegen der Prognosen im September 2013 ein iPhone 5c, das ab 599 Euro angeboten wurde. Als günstig kann dieses Angebot bei Weitem nicht beschrieben werden. Vereinzelte Analysten haben hingegen von Beginn an nicht damit gerechnet, dass Apple wirklich ein Smartphone zum Preis von nur 199 bis 299 US-Dollar auf den Markt bringen wird. Zu dieser Gruppe zählt auch Charlie Wolf von Needham & Company.

In einer Notiz an die Investoren teilte Wolf am vergangenen Mittwoch mit, dass er das Thema „günstiges iPhone von Apple“ als eine verrückte Idee beschreibt, die schlichtweg keinen Sinn machen würde. Apple würde mit einem solchen Smartphone nicht nur den Bruttogewinn mindern, sondern auch zu stark von der gegenwärtigen Strategie abweichen, an der bereits seit vielen Jahren festgehalten wird.

Das iPhone 5c ist in der Herstellung zu teuer für einen Billigpreis

Der Analyst begründet dies mit einer ganz einfachen Rechnung. Demnach müsste Apple bereits bei einem 350 US-Dollar teuren iPhone mit einer Bruttomarge in Höhe von 40 Prozent rechnen, wenn das Gerät ohne einen Mobilfunkvertrag verkauft wird, den Apple nochmals subventionieren müsste. Hierbei müsste Apple ein Smartphone fertigen, das in der Produktion rund 90 US-Dollar kostet, damit überhaupt noch ein Eintrag herumkommen würde. Für die aktuellen Flaggschiff-Geräte zählt Apple jedoch bereits knapp 180 US-Dollar, also ein das Doppelte von diesem Posten für die Kosten der technischen Komponenten ohne den Zusammenbau, die Lieferung, das Marketing sowie die Produktentwicklung oder auch den finalen Verkauf in einer Niederlassung eines Händlers. Doch dies ist noch längt nicht alles. Apple müsse von der Marge noch die Kosten für die Garantie, Verpackung, den Kundenservice sowie für Lizenzgebühren einkalkulieren, sodass am Ende wohl kaum noch ein Ertrag unter dem Strich vorhanden sein würde.

Apple verkauft das aktuelle iPhone 5c zum Preis von 599 Euro ohne Vertrag in Deutschland. Bei Providern wird das Smartphone ab 99 Euro mit Vertrag angeboten, wobei dies auch bei Aktionen und Sonderangeboten variiert. Der Analyst Wolf schätzt, dass Apple mit Gesamtkosten für alle erwähnten Posten beim iPhone 5c in Höhe von 285 US-Dollar zu rechnen habe. Nehmen wir den US-Verkaufspreis ohne Vertrag von 549 US-Dollar, so bleibt hier eine Bruttomarge von 48,2 Prozent für den IT-Konzern aus Cupertino.  Würde Apple also das iPhone 5c für 350 US-Dollar verkaufen, so würden laut Wolf nur 65 US-Dollar Bruttomarge generiert werden, was für Apple deutlich zu wenig ist, um rentabel sein zu können.

Aufgrund dessen glaubt Wolf, dass Apple entsprechende Preise so lange nicht durchsetzen wird, bis der Markt noch immer Wachstum erfährt. Vor allem in den USA, wo Smartphones zu einem sehr hohen Anteil mit Vertrag verkauft werden, muss Apple nämlich noch mit Subventionen für die Provider rechnen. Also reduziert sich der Gewinn nochmals. (via)

Analyst: Günstige iPhones sind für Apple wirtschaftlich unrentabel
3.83 (76.67%) 6 Artikel bewerten

Keine News mehr verpassen! Unsere App für iOS und Android mit praktischer Push-Funktion.


5 Kommentare

  1. Ach – das wußte ich schon ohne Analyst zu sein. Aber so langsam dämmert es selbst den Jungs, das mit Geiz ist Geil und so billig wie möglich kein Geld zu verdienen ist.

  2. Thomas appsamhua

    Nur das in 2014 soviel Good enough phones erscheinen werden wie noch nie.
    Nie waren gute Samrtphones so billig wie 2014.

  3. Was Thomas schon wieder alles weiss :D

  4. Thomas AppSamHus

    @ Fjuge
    Da braucht man nur schauen, was z.B. Samsung an Lite Produkten bringen will!, oder Moto g betrachten oder das neue Moto x2 oder so ähnlich.
    Beispielsweise mein y300. (Bin nachwievor zufrieden, werde aber in Kürze auf p7 umsteigen) , gibts für 88 Euro und dafür sensationell.

    Unter 200 Euro wird die Musik spielen, nicht unbedingt mit Einsteigersmartphones aber mit dieser GoodEnough-Klasse.

    Hinzukommt ja, das Viele Asiaten ja jetzt auch in Deutschland verkaufen, wie Lenovo und Co.

    das Yoga von Lenova hat ich jetzt mal in der Hand! der Formfaktor und die Verarbeitung waren beeindruckend. gekauft habe ich es aber nicht..

  5. Preisdrückerein ohne Ende wenn es nach Thomas geht. Am Ende badet es immer der normale Arbeiter aus.