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Hitchbot: Wie ein Roboter per Anhalter durch Kanada reist

Kanada sorgt zurzeit für Schlagzeilen im World Wide Web und auch für Aufsehen in den sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter. Der Medienrummel wurde von einem kleinen interessant anzuschauenden Roboter ausgelöst, der auf den Namen „Hitchbot“ hört. Hitchbot reist per Anhalter durch das große Land und möchte knapp 7000 Kilometer zurück legen. Dabei ist er auf die Hilfe der Autofahrer angewiesen. Auf Facebook, Twitter und über eine extra eingerichtete Seite kann man die Reise des kleinen Roboters mit verfolgen. Dieser hat auch schon eine Menge erlebt und viele neue Kontakte geschlossen.
Hitchbot

Ein kleiner Roboter entdeckt die Welt

Hitchbot ist klein, knuffig und vor allem aber auch wissbegierig. Als Arme und Beine kommen Schwimmnudeln zum Einsatz. Zudem trägt der Roboter Gummihandschuhe und gelbe Gummistiefel um für sämtliche Witterungen gewappnet zu sein. Als Kopf kommt eine Kuchenhaube ins Spiel. Die Mission ist klar wie Kloßbrühe,  Hitchbot möchte vom östlichen Halifax in das im Westen gelegene Vancouver Island reisen. Im Juli startete bereits das Abenteuer. Der kleine Roboter konnte zu Beginn schon 1.800 Kilometer einfahren.

Eigentlich war Hitchbot lediglich einer Kunstidee entsprungen und sollte als Projekt dienen. Die Kommunikationsprofessorin Frauke Zeller von der Ryerson Universität in Toronto wollte mit Hitchbot jedoch mehr anfangen und erforscht nun zusammen mit weiteren Forschungsteilnehmern das Verhältnis zwischen Menschen und Roboter. Dabei werden Situationen gewählt, die den Menschen ein wenig überrumpeln und womit man nicht rechnet. So schaffte es unter anderem der Punkt „trampen“ auf die Untersuchungs-Agenda. Die Resonanz auf Hitchbot ist überraschend groß. Es gehen Bilder um die Welt, die Hitchbot zusammen mit seinen Helfern zeigen. Der Roboter bekommt auch Geschenke zugesteckt, wie etwa Kuscheltiere oder einen Rucksack.

Der kleine Roboter möchte herausfinden, wie sehr er Menschen vertrauen kann. Hitchbot ist komplett auf die Hilfe der Mitnehmer angewiesen. Ein recht großer Vorteil ist die Größe des Roboters, sowie das kindliche Design als auch die Kommunikationsfreudigkeit, denn Hitchbot ist eine wahre Quasselstrippe. Schließlich wollen die Menschen auch während der Fahrt unterhalten und nicht angeschwiegen werden. Im Laufe der Reise trifft Hitchbot auf unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Akzenten und Wortschätzen. Die Kommunikation erweist sich teilweise als recht schwierig. Dennoch haben alle Parteien sichtlich ihren Spaß.

Hitchbot

Bild via Hitchbot Facebook-Profil

Das Experiment ist gelungen

Hitchbot kann unter anderem über den Zigarettenanzünder mit Strom versorgt werden. Zudem verfügt der kleine Kerl auch über eine eigene Solarzelle. Um sich über Hitchbot informieren zu können, haben die Forscher Facebook, Twitter und das Internet als Informationsquelle gewählt. Die Resonanz ist beachtlich bei Facebook verfolgen schon mehr als 26.000 Menschen die abenteuerliche Fahrt. Das ist wichtig, damit die Leute sehen was Hitchbot ist und ihn nicht mit einem ausgefallenen Mülleimer verwechseln und stehen lassen. Bei Twitter geht Hitchbot stark auf die 21.000 Follower zu.

Hitchbot im Video


Als Ziel dieser recht amüsanten Studie soll eine Unterhaltung über das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine angestoßen werden. Diesem Ziel dürften die Forscher dank Hitchbot und der großen Beteiligung der Menschen im Social-Web schon zu Beginn schon ziemlich nahe gekommen sein. Analysiert werden unter anderem die Facebook-Kommentare und die Reaktionen bei Twitter. Manche Menschen nehmen Hitchbot sogar mit nach Hause, was ebenfalls entsprechend ausgewertet werden kann und zeigt, dass Einige auch ihre privaten Wände mit Robotern teilen würden.

 

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