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Face ID: US-Senator hat da mal ein paar Fragen

Zusammen mit dem iPhone X hat Apple auf der Keynote am Dienstag Face ID vorgestellt, ein System, das das Gesicht eines Nutzers scannt, um so zu erkennen, ob es sich um den tatsächlichen Eigentümer handelt. Apple hat bereits angekündigt, dass die Daten allesamt auf dem iPhone bleiben und niemals in eine Cloud geladen werden, aber ein US-Senator hat dennoch ein paar Fragen bzgl. der Sicherheit und Privatsphäre.

Brief an Tim Cook

Der US-Senator Al Franken hat einen Brief an Tim Cook verschickt, den man als PDF-Datei hier lesen kann. Darin stellt er dem Apple-Chef ein paar Fragen zu Face ID, weil er besorgt ist, was mit den Daten aus Face ID passieren könnte, wie das System selbstständig lernt und wie Apple darauf regieren wird, wenn Ermittlungsbehörden darauf zugreifen wollen.

Insgesamt handelt es sich um 10 Fragen, wobei Apple manche auch schon beantwortet hat, sei es in der Keynote oder gegenüber der Presse. Darunter befindet sich beispielsweise, ob Apple die Face-ID-Daten aus einem Gerät auslesen kann (ggf. aus der Ferne) und ob Apple plant, die Daten für etwas anderes als Face ID zu verwenden. Weiterhin möchte er wissen, wo die „eine Milliarde“ Bilder herkommen, mit denen Face ID entwickelt wurde und wie Apple sicherstellt, dass das System ähnliche Gesichter unterscheiden kann. Er möchte wissen, ob Face ID das Gesicht nach markanten Punkten absucht oder ob das mit Fotos geschieht sowie ob Apple Fotos von anderen Gesichtern speichern wird.

Daneben fragt er sich, wie Apple sicherstellen möchte, dass wirklich nur das registrierte Gesicht erkannt wird und wie sichergestellt ist, dass keine Fotos oder Masken funktionieren. Außerdem ist die Frage, wie Apple darauf reagiert, wenn Ermittlungsbehörden Zugriff auf Face ID wünschen. Tim Cook soll alle Fragen bis 13. Oktober 2017 beantworten. Da es sich nicht um eine Vorladung handelt, muss Apple allerdings nicht unbedingt antworten – ziemlich wahrscheinlich ist aber, dass sie es tun werden.

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Ein Kommentar

  1. Möchte die Politik auf Basis der gewonnenen Informationen die Technologie für sich nutzen?

    Diese Frage wäre viel interessanter.

    Und ja, sie sind interessiert und werden sie bekommen. Nur eine Frage der Zeit.

    Was Apple betrifft: Sie haben sich zu dem Thema genug geäußert. Ich glaube nicht, dass sie alle Fragen ausführlich beantworten werden.

    Ist jedenfalls schon irre, was heute alles möglich ist, vor allem auf dem Gebiet KI, Rechengeschwindigkeit und Miniaturisierung.

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