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Die Amazon Kindle Modelle im Test

Mit dem iPad Mini ist Apple unmittelbar in den Mark bereits existierender Konkurrenzprodukte eingestiegen. Die ersten Mini Tablets aus dem Hause Apple wurden darüber hinaus auch schon in der freien Wildbahn gesichtet. Neusten Untersuchungen zufolge sollen die Hälfte der iPad Mini Käufer aber Apple Neukunden sein. Einer der größten Schwachpunkte des iPad Mini ist das Display. Konkurrenz-Produkte wie das Amazon Kindle Fire HD überzeugen hier mit einer deutlich höheren Auslösung. Das könnte ebenfalls ein Argument für eingefleischte Apple Jünger sein, vom Kauf eines iPad Mini erst einmal Abstand zu nehmen. Apple scheint also hier noch einmal nachziehen zu müssen. Im Frühjahr 2013 wird bereits mit einem iPad Mini mit Retina Display gerechnet. Während wir das iPad Mini bereits in einem ausführlichen Review näher unter die Lupe genommen haben, folgt nun ein Vergleich der Konkurrenzprodukte am Beispiel der Amazon Tablets.

Die Kindle Modelle im Test

Seit 2007 versorgt Amazon seine Kunden mit dem E-Book Reader Kindle. Das Amazon Kindle hat bereits auf der ganzen Welt seine Anhänger gefunden und hält sich auch in Deutschland auf Platz eins der meistverkauften E-Book Reader.

Ein kleiner Überblick

Das Amazon Kindle wird laut http://www.ebookreadertest.net/ in fünf Varianten angeboten. Das Kindle richtet sich an alle Einsteiger in der E-Book Reader Szene. Beim Kindle Touch ist die Besonderheit das berührungsempfindliche Display. Das Kindle Keyboard 3G verfügt über eine integrierte Tastatur und bietet die Möglichkeit, über das 3G Netz den Kindle Store zu besuchen und dort digitale Bücher zu erwerben. Die wichtigsten Daten dieser Modelle kurz zusammengefasst:

 

 

Die neuen Kindle Fire Modelle schlagen den Weg in Richtung Tablet ein und bieten neben E-Book-Reading auch eine Vielzahl von Apps und weiteren Funktionen an. Die Fire Serie im kurzen Überblick:

 

Erster Eindruck

Alle fünf Geräte machen bei der ersten Betrachtung einen hochwertigen Eindruck. Trotz des reinen Plastikgehäuses fühlen sich alle Modelle sehr robust an. Die Tasten lassen sich leicht bedienen und haben einen angenehmen Druckpunkt.

 

Das wichtigste Merkmal des Kindles gefällt auf Anhieb. Das Display verfügt über eine Auflösung von 600×800 Pixel und liefert ein kontrastreiches und gut ablesbares Bild. Durch die E-Ink Technologie der neusten Generation sind die Schriften besonders gut zu lesen. Egal, von welchem Blickwinkel aus man auf das Gerät schaut, aus jeder Lage sind die Buchstaben gestochen scharf. Sogar unter starker Sonneneinstrahlung. Die Fire Serie hingegen baut auf der LCD-Technologie auf, denn hier liegt der Schwerpunkt auf den Multimediafunktionen. Die Schrift wirkt auch hier klar und plastisch, kommt aber nicht an die der E-Ink Modelle heran. Auch bei der Größe des Blickwinkels muss man hier mit kleinen Einschränkungen rechnen.

Die Bedienung

Zwar lassen sich alle Tasten angenehm bedienen, dennoch sind die seitlichen Tasten des Kindles zum Umblättern recht schmal, was mitunter etwas gewöhnungsbedürftig erscheinen mag. Auch die Eingabe von Suchbegriffen ist per Steuerkreuz nicht immer optimal gelöst.

 

Greift man hingegen zum Kindle Touch erübrigt sich diese Problematik, denn hier wird das Verfassen von Texten per Bildschirmeingabe umgesetzt. Zum Vorblättern kann man direkt mittig auf den Bildschirm drücken, denn nur circa ein Fünftel der linken Bildschirmseite ist zum Zurückblättern reserviert. Zudem lässt sich die Eingabe im Shop über die Bildschirmtastatur sehr leicht realisieren.

 

Beim Kindle Keyboardist hingegen eine richtige Tastatur im Gerät integriert. Auch hiermit lassen sich Begriffe einfach eintippen und auch die seitlichen Tasten sind durch die leichte Wölbung nach vorne einfacher zu bedienen als beim kleinsten Modell. Bei allen Standardmodellen treten leichte Verzögerungen auf, die bei jeder Eingabe verursacht werden. Dies ist der E-Ink Technik geschuldet und stört den Lesefluss kaum.

 

Die Fire Modelle verfügen über keine Tasten. Hier wird alles über denTouchscreen gesteuert. Im Unterschied zu den anderen Modellen gibt es hier beim Umschalten keine Verzögerung.

Die große Auswahl

Um sich immer mit frischen E-Books zu versorgen, ist in allen Modellen der Funkstandard WLAN integriert. Hierüber kann man Bücher aus dem eigenen Amazon-Archiv downloaden oder neue kaufen. Das Kindle Keyboard 3G bietet darüber hinaus den Kauf von Büchern über UMTS an. Dank einer Kooperation von Amazon mit dem Mobilfunkbetreibern wird dazu keine SIM Karte benötigt und das Surfen im Store von unterwegs ist kostenlos. Dort findet man derzeit über 100.000 deutschsprachige Bücher.

 

Leider unterstützen die Kindles nicht  von Haus aus das weit verbreitete Format epub. Um Dateien im Format epub dennoch lesen zu können, müssen diese vorher Konvertiert werden, allerdings geht dies nur bei E-Books, die nicht durch DRM geschützt sind. Beim Kindle Fire hingegen lässt sich eine epub App installieren, die es ermöglicht epub ohne Konvertierung zu öffnen.

 

Kindle im Außeneinsatz

Im Gegensatz zu E-Book Readern mit Hintergrundbeleuchtung ist das Lesen mit der E-Ink Technologie des Kindles augenschonend. Dies liegt daran, dass das Auge nicht direkt auf eine Lichtquelle blicken muss, die die Augen stärker beansprucht und zu Ermüdung führt. Dies bedeutet aber auch, dass es beim Kindle anzuraten ist, sich eine Umgebung mit ausreichend Licht zu suchen, denn wird es dunkel, wird das Lesen auf dem Kindle schwieriger. Der noch nicht erhältliche Kindle Paperwhite wird in Zukunft dank seiner integrierten Hintergrundbeleuchtung allerdings auch das Lesen im Dunkeln ermöglichen. Eine Einführung ist in den USA im Oktober diesen Jahres geplant. Wirklich angenehm ist das Lesen bei Tageslicht, denn auch wenn mittags die Sonne kräftig scheint, ermöglicht das Kindle weiterhin ungestörten Lesespaß.

 

Beim Kindle Fire kann man dank der Hintergrundbeleuchtung auch Nachts lesen, allerdings ist es bei Sonne, wie bei allen Geräten dieser Gattung, schwieriger, das Dargestellte zu erkennen. Das  LCD-Display spiegelt recht stark. Es ist daher darauf zu achten, keine Lichtquelle unmittelbar hinter sich zu haben.

Fazit

Insgesamt haben im Test alle Kindles überzeugt. Zwar muss man bei der einen oder anderen Funktionalität mit Einschränkungen rechnen, allerdings kommt es bei dieser Gattung hauptsächlich darauf an, wie sich ein E-Book Reader beim tatsächlichen Lesen verhält. Und in dieser Kategorie schneiden alle Modelle mit E-Ink Technologie sehr gut ab, denn das Display ermöglicht es, E-Books gestochen scharf und unter extremen Lichtverhältnissen zu lesen.

 

Beim Kindle Fire sollte man sich vorab überlegen, ob man lieber Lesen oder Multimediafunktionen nutzen möchte, denn auch, wenn prinzipiell beides funktioniert, sollte ein „Leser“ aufgrund der unterschiedlichen Displaytechnologie lieber zu einem der Standardmodelle greifen. Für alle, die hingegen hauptsächlich Multimediafunktionen nutzen und das hoffentlich zukünftig auch in Deutschland angebotene Film- und Serienangebot von Amazon nutzen wollen, welches momentan ausschließlich den amerikanischen Markt bedient, ist die Anschaffung eines Fires durchaus eine Überlegung wert.

Bildquelle: Amazon.de

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Ein Kommentar

  1. Plastik !!!!

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