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Gesperrte YouTube-Videos ansehen mit VPN

In Deutschland stößt man vor allem bei Musikvideos auf YouTube immer wieder auf eine Fehlermeldung, da sich Google mit den Rechteinhabern nicht einigen kann. Dies lässt sich beispielsweise mit einem VPN umgehen.

Was ist ein VPN?

VPN steht für Virtual Private Network, also virtuelles, privates Netzwerk, und ermöglicht einen Tunnel durch das Internet in ein abgeschirmtes Netzwerk. Firmen nutzen diese Technologie, um das Firmennetzwerk einerseits vom öffentlichen Internet abzuschotten, aber andererseits den Zugriff darauf via Smartphone oder Laptop dennoch zu ermöglichen. Häufig muss man sich dazu beim VPN-Server anmelden, um sich als Benutzer zu legitimieren. Danach ist der Netzwerkzugriff für das Betriebssystem so gegeben, als wäre man im abgeschotteten Netzwerk.

Vorteile für Normalanwender

Viele kennen den Begriff VPN vielleicht schon von ihrer Fritzbox oder anderen Routern. Damit ist es möglich, von überall auf das eigene Heimnetzwerk zuzugreifen, einzige Voraussetzung ist ein Internetzugang. Hat man beispielsweise ein NAS im Netzwerk, auf dem die Musik gespeichert wird, ist sie dann auch unterwegs verfügbar, wenn man sich per VPN im eigenen Netzwerk anmeldet.

Verschlüsselung inklusive

Ein weiterer Vorteil ist, dass eine VPN-Verbindung verschlüsselt ist. Das betrifft den Weg zwischen Endgerät, z.B. Laptop, Smartphone oder Tablet, zum VPN-Server, etwa die Fritzbox oder ein spezieller Anbieter. Das bedeutet, dass die übertragenen Daten selbst dann vor neugierigen Blicken sicher sind, wenn es die WLAN-Verbindung nicht ist. Somit ist ein VPN auch für öffentliche WLAN-Hotspots ein Sicherheitsgewinn.

YouTube-Videos ansehen

Eine weitere Eigenschaft eines VPN ist, dass die Internetverbindung nur dafür genutzt wird, dass man über das Zielnetzwerk surft. Das bedeutet, für einen Server im Internet, dem man eine Anfrage sendet, hat man die IP aus dem Zielnetzwerk. YouTube sperrt Musik-Videos über die IP des Anwenders. Stellt der Google-Server eine IP aus Deutschland fest, weil sie beispielsweise zur Telekom oder Vodafone gehört, kann man ein betroffenes Video nicht ansehen. Stattdessen erscheint die Fehlermeldung, dass noch keine Einigung mit den Rechteinhabern erzielt werden konnte. Wenn der VPN-Server im Ausland steht, wird dem Google-Server die VPN-IP übermittelt, folglich wird das Video abgespielt. Dies lässt sich genauso auf andere Geo-Targets anwenden, etwa von Mediatheken ausländischer Fernsehsender. Mit einer VPN-Verbindung können auch Dienste wie Netflix, Hulu und Pandora genutzt werden.

Anbieter von VPN

Durch das zunehmende Geo-Targeting entstand ein Markt für VPN im Privatbereich, der so eigentlich nicht gedacht war, denn wie schon erwähnt war der Sinn eines VPN ursprünglich ein anderer. Anbieter wie Hotspot Shield bieten neben dem notwendigen Zugangsprogramm auch eine Reihe von Servern auf der ganzen Welt an, sodass man sich je nach Bedarf einen Server und damit eine IP in einem Land seiner Wahl aussuchen kann. Je nachdem, welches Geo-Target der Dienst, den man verwenden möchte, ein- oder ausschließt, ist auf diese Weise eine Benutzung dennoch möglich. Im Unterschied zu Browser-Addons wie Proxflow, das nur ausgewählte Dienste unterstützt, ermöglicht ein solcher VPN die Benutzung beliebiger Web-Services, auch wenn das sonst nicht möglich wäre. Da über ein VPN der gesamte Netzwerk-Traffic eines Endgeräts getunnelt wird, ist so selbst die Verwendung von Client-Programmen möglich, die anhand der Herkunft IP bestimmte Länder ausschließen.

Gesperrte YouTube-Videos ansehen mit VPN
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2 Kommentare

  1. Naja… ProxTube bringt es für YouTube auch ohne Probleme.

    *Update* Es gibt einen Nachfolger von ProxTube, steht aber auf deren Homepage alles drauf.

  2. Wieviel Sinn macht es sich eine VPN für mehr Anonymität und Datenschutz bei einem Amerikanische Anbieter zu holen? Seit Lavabit und Cryptoseal müsste doch eigentlich jedem klar sein das Europäische Anbieter die einzigen sind die Datenschutz auch garantieren können.Ich nutze aus diesem Grund nur websecuritas.com

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