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iWatch: Wie eine Smartwatch von Apple sein sollte

Die iWatch ist in den letzten Monaten ein beliebtes Thema in zahllosen Apple-Blogs geworden. Von Apple selber gab es nie ein Statement über eine eventuell geplante Smartwatch – und es wird bis zum Tage der Vorstellung (sollte dieser denn kommen) auch keins geben. Allerdings gab es entsprechende Hinweise aus Apple innerstem Kreis (die dann natürlich als die berühmten “anonymen Quellen” zitiert wurden), und auch die Schar der Analysten und – was wichtiger ist – der Apple-Kenner geht davon aus, dass es eine iWatch geben wird. Möglicherweise sogar noch in diesem Jahr. Dementsprechend gab es sowohl 2013 als auch in diesem Jahr eine Vielzahl an Spekulationen. Im folgenden möchte ich darstellen, wie ich mir die iWatch wünschen würde. Einiges davon ist von Gerüchten unterfüttert. Manches aber entspringt einfach nur aus meinen persönlichen Bedürfnissen.

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Die iWatch als Accessoire für ein iPhone

Auch wenn die Vorstellung einer Smartwatch, die auch komplett eigenständig und unabhängig von einem Smartphone agieren kann, sehr attraktiv ist, ist sie in letzter Konsequenz wohl unrealistisch. Das liegt daran, dass Apple der iWatch wohl kaum eine eigenen Datenverbindung spendieren wird. Der finanzielle Aufwand wäre wohl sowohl für den Hersteller als auch für den Kunden zu hoch. Und ohne Internetverbindung lässt sich nun einmal keine Smartwatch konzipieren. Vor allem bei Apple gibt es zu viele Cloud- oder Internet-basierte Dienste, als dass eine eigenständige Smartwatch ohne Internetanbindung für den Kunden interessant wäre. Deshalb wird Apple mit der iWatch wohl den Weg von Samsung gehen. Nämlich die iWatch als Erweiterung des iPhones (und vielleicht auch des iPads) zu verkaufen, mit dem man über eine Bluetooth-Verbindung auf den Internetzugang des iPhones zugreifen kann.

In einer absoluten “Wunschwelt” wäre es jedoch so: Apple würde die iWatch ähnlich wie Amazon den Kindle eReader mit einem kostenfreien Netzzugangverkaufen und sie somit für alle potentiellen Kunden – auch diejenigen ohne iPhone – interessant machen. Dagegen spricht natürlich der hohe Datendurchsatz, den eine Smartwatch verursacht. Aber man darf ja auch mal träumen.

Die iWatch als Schaltzentrale am Handgelenk

Kommen wir nun zu realistischen Wünschen. Mit der iWatch in Kombination mit Siri sollten die zentralen Funktionen des iPhones nahezu komplett vom Handgelenk aus steuerbar sein. Nachrichten verschicken und lesen (wahlweise durch Vorlesen von Siri oder Anzeige auf einem Display), Anrufe annehmen und tätigen, Steuerung der Musikwiedergabe und das Erstellen von Terminen, Erinnerungen oder Notizen sind die Mindestvoraussetzungen, die eine Smartwatch erfüllen muss, um das iPhone gewinnbringend zu ergänzen.

Ideal wäre aber noch mehr. Die Anzeige von Navigationshilfen (die Varianten gehen von Richtungssymbolen wie bei früheren Navigationssystem von Audi bis hin zu einer kompletten Moving Map auf dem Display der iWatch) oder die Darstellung anderen Inhalte auf dem Display wären Features, mit denen Apple wirklich punkten könnte.

Die iWatch als Messstation

Von den geplanten biosensorischen Fähigkeiten der iWatch haben wir ja in letzter Zeit genug gehört. Apple hat in den letzten 12 Monaten vermehrt Experten aus dem Bereich der Medizintechnik und Fitness eingestellt, um die iWatch als Messinstrument für Körperfunktionen zu konzipieren. Für unmittelbar denkbar und auch realistisch halte ich Messfunktionen wie Pulsfrequenz und eventuell auch Sauerstoffsättigung. In nachfolgenden Modellen könnten auch Dinge wie Atemfrequenz, Blutzuckerwert oder Blutdruck hinzukommen.

In jedem Fall hat die iWatch das Potential, Apples mit iOS 8 eingeführtes HealthKit optimal mit Daten zu versorgen.

Das Design: Mehr Schmuck als Gadget

Ein wichtiger Punkt für mich wäre das Design. Auch eine Smartwatch ist in erster Linie eine Uhr. Und eine Uhr ist – vor allem für Männer, die sonst wenig Schmuck tragen – ein Modestatement. Deswegen würde ich persönlich vom Kauf einer iWatch absehen, wenn sie zu futuristisch oder “technisch” aussieht. Daher sagen mir auch die meisten Konzepte nicht zu, da diese oft eine Art futuristisches Armband zeigen.

Um das mal in einen optischen Kontext zu setzen: Konzepte wie beispielsweise das von Thomas Bogner oder das Smartwatch-Konzept von Momentum Labs, die in letzter Zeit öfter aufgetaucht sind, sagen mir nicht zu. Ansprechend fände ich eine iWatch, die im Stil des Konzepts von Gabor Balogh entworfen ist. Auch dieses ist noch verbesserungswürdig, aber die iWatch sollte auch wie eine Uhr aussehen.

Last but not least: Gebt mir Akkulaufzeit

Besonders wichtig für ein gelungenes iWatch-Rollout wäre auch eine möglichst lange Akkulaufzeit. Die Kunden haben keinen Bedarf mehr für ein elektronisches Gerät, das einmal am Tag an die Steckdose muss. Eine Akkulaufzeit unter einer Woche wäre für mich ein Ausschlusskriterium, das mich vom Kauf einer iWatch absehen lassen würde.

Sicherlich könnte Apple dieses Problem zumindest mildern, indem die iWatch beispielsweise durch Induktion geladen wird und so das allabendliche “einstöpseln” entfällt. Jedoch wäre auch das allerhöchstens ein Trostpflaster.

Eure Meinung ist gefragt: Was erwartet ihr von der iWatch?

Das waren in einer Kurzfassung meine Erwartungen an eine Smartwatch von Apple. Sicherlich wird – wenn es mal soweit kommt – Apple nicht meine persönliche Traum-Smartwatch veröffentlichen. Aber wie jeder Kunde werde ich nach der Veröffentlichung meine Kaufentscheidung anhand den mir wichtigen Kriterien treffen.

Wie sieht es mit euch aus? Was müsste eine iWatch können/leisten, um für euch attraktiv zu sein?

iWatch: Wie eine Smartwatch von Apple sein sollte
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7 Kommentare

  1. Der Mehrwert einer „Smart“watch geht gegen null und potenzielle Käufer sind eher Randgruppen. Wieso sollte Apple so eine Uhr bringen.
    Ich bin davon überzeugt, dass diese Uhr dieses Jahr wieder nicht kommen wird und der Begriff iWatch für eine Weiterentwicklung des AppleTV steht.

  2. Ich erhoffe mir die iWatch in einem ähnlichen Design wie oben abgebildet. Eine klassische Uhr eben, mit analogen Zeigern und runder Form.
    Des Weiteren muss sie 100% wasserdicht sein und der Akku sollte schon 3-4 Tage halten, alles andere wäre unrealistisch. Es wäre zudem cool wenn die analogen Zeiger wie üblich über eine Knopfbatterie mehrere Jahre betrieben werden. Aus Platzgründen jedoch eher unwahrscheinlich. (Wird wohl alles elektronisch sein sodass Zahnräder etc. überflüssig werden.)

    Wenn die Kriterien erfüllt werden würde ich mir wahrscheinlich eine kaufen.

  3. Ich erwarte überhaupt keine iWatch. Warum sollte Apple sowas produzieren, wenn sie gerade erst eine eigene App veröffentlicht haben, in der sie alle Daten von Drittanbietern zusammen führen? Wozu dann noch eigene Daten beisteuern, wenn es andere schon machen?
    Und ganz nebenbei: Ich trage grundsätzlich keine Uhren. Und eine Smartwatch würde sowieso nur Sinn machen, wenn sie das Telefon ersetzt. Das ist auch gar nicht so abwegig, wie im Artikel beschrieben. Samsung hat das schon vor Jahren gemacht.

  4. @mirko: was hat denn Samsung schon vor Jahren gemacht??? Das Handy durch eine iwatch ersetzt? Was ist denn das für eine lächerliche Aussage? Kennst du auch nur einen Menschen der sein Handy durch eine iwatch von Samsung ersetzt hat??? Dass ich nicht lache!!! Es ist eher andersherum. Niemand benutzt die watch von Samsung weil es unsinnig konzipiert wurde. Ich habe noch nie die Uhr bei jemanden gesehen!!!

  5. Also ich denke, gerade im Bezug auf die Akkulaufzeit, ist alles andere als eine Anbindung per Bluetooth LE ans iPhone mehr als unrealistisch. Eine eigene 3G/LTE-Verbindung würde einfach zu viel Strom brauchen. Siri, etc. könnte auch nachwievor auf dem iPhone laufen und nur der Ton gestreamt werden. Sensoren wird sie bestimmt haben, aber ob man Sauerstoffsättigung oder Blutzuckerwert ohne Nadel/Blut messen kann, entzieht sich meiner Kennnis…

  6. Ich frage mich immer noch, wozu eine solche Uhr gut sein soll. Für Fitness-Freaks? Ok, die haben dann ein nettes Spielzeug, aber ehrlich gesagt, um fit zu werden, braucht man weder eine iWatch noch sonst irgendein anderes „Gadget“. Zudem ist da die Zielgruppe sehr begrenzt.
    Und sonstige Alarmierungen durch die Uhr, dass auf dem iPhone etwas eingegangen ist? Nice to have, aber zwingend nicht erforderlich. Letztendlich wird man doch wieder das iPhone rausholen müssen. Irgendwie ergibt das alle keinen richtigen Sinn.

    Wenn man bedenkt, was eine solche Uhr von Apple kosten wird (die gibt’s bestimmt nicht für ’nen Appel und ’n Ei), dann wird man sich sehr genau überlegen, ob man sich diese Uhr zulegt und der geringe Nutzen dies dann wert ist. Womöglich wird man sich dann lieber noch ein iPad (mini) als eine Uhr kaufen.
    Mal sehen, was da tatsächlich kommt. Ich kann mir im Moment absolut nichts vorstellen, was mich persönlich an der Uhr vom Hocker reißen wird.

    Was sind denn eure Vorstellungen, die euch absolut überzeugen würden?

  7. @ Gerry
    Im Prinzip gebe ich dir recht, aber ich muss zugeben dass ich das bei meinem iPad auch gesagt habe und jetzt würde ich es nie wieder hergeben…also abwarten und Tee trinken…und kaufen musst du es ja sowieso nicht also kann es dir ja eigentlich relativ egal sein. Probier sie einfach aus (wenn sie denn kommt) und entscheide dann.