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Apple plante offenbar Kauf von Chip-Startups zur Stärkung der KI-Infrastruktur

Der iPhone-Hersteller Apple bemüht sich offenbar intensiv darum, seine eigene Infrastruktur für künstliche Intelligenz auszubauen.

Einem aktuellen Bericht zufolge prüfte das Unternehmen in den vergangenen Monaten die Übernahme von mehreren Halbleiter-Startups. Damit könnte Apple planen, die Hardware-Basis für seine KI-Dienste künftig noch unabhängiger zu gestalten.

Bild: pexels.com

Gespräche mit Banken und Entwicklern im Geheimen

Wie das Onlinemagazin The Information berichtet, hat Apple strategische Gespräche mit Investmentbanken geführt, um potenzielle Übernahmeziele im Bereich der KI-Chips zu identifizieren, schrieb 9to5mac kürzlich.

Parallel dazu gab es wohl auch direkte Kontakte mit verschiedenen Startups, um deren Bereitschaft für einen Verkauf auszuloten. Solche Akquisitionen könnten Apple dabei helfen, spezialisierte Hardware-Talente und Technologien ins eigene Boot zu holen.

Aktueller Mix aus eigener Hardware und Google Cloud
Derzeit setzt Apple bei seinen KI-Diensten auf eine zweigleisige Strategie. Für die Verarbeitung von Standard-Anfragen in den eigenen Rechenzentren nutzt das Unternehmen Server, die mit dem hauseigenen M2 Ultra-Chip betrieben werden.

Bei besonders rechenintensiven Aufgaben, die beispielsweise über das in Siri integrierte Gemini-Modell laufen, greift Apple hingegen auf die Infrastruktur der Google Cloud zurück, in der leistungsstarke Grafikprozessoren von Nvidia arbeiten.

Der Zukauf eines Chip-Entwicklers könnte das Ziel verfolgen, diese Abhängigkeit von externen Cloud-Anbietern langfristig zu reduzieren.

Abkehr von der üblichen Übernahmestrategie

Größere Firmenkäufe im Milliardenbereich sind für Apple eher untypisch. Meist konzentriert sich das Management darauf, kleinere Tech-Unternehmen still und leise zu übernehmen, um deren Technologien in bestehende Produkte zu integrieren. Dennoch gab es in der Vergangenheit Ausnahmen.

Die bekannteste Akquisition bleibt der Kauf von Beats im Jahr 2014 für rund 3 Milliarden US-Dollar. Auch die Übernahme von Intels Mobilfunk-Modemsparte im Jahr 2019 für rund 1 Milliarde US-Dollar war ein strategischer Meilenstein, um die eigene Chip-Entwicklung voranzutreiben. Zuletzt machten zudem Berichte über den Kauf des israelischen KI-Startups Q.ai für rund 2 Milliarden US-Dollar die Runde.

Fokus auf On-Device-KI bleibt bestehen

Dass Apple auch an der Optimierung von KI direkt auf den Endgeräten arbeitet, zeigt ein weiteres Detail aus dem Bericht. Apple stand demnach auch in Verhandlungen mit dem Startup PrismML. Deren Technologie ist darauf spezialisiert, die Dateigröße von großen Sprachmodellen drastisch zu reduzieren, damit diese direkt und ohne Internetverbindung auf dem iPhone ausgeführt werden können.

Zu einem Abschluss dieser Verhandlungen kam es in diesem Fall jedoch nicht. Dennoch unterstreichen diese Aktivitäten Apples Ambitionen, sowohl bei der Server-Infrastruktur als auch direkt auf dem iPhone eine führende Rolle im KI-Sektor einzunehmen.

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