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SIM-Karten-Sicherheitslücke: Mehr als 750 Millionen Handys betroffen

Die Verschlüsselungstechnologie, die bei klassischen SIM-Karten zum Einsatz kommt, ist womöglich nicht sicher. Der deutsche Forscher Karsten Nohl bestätigte nun eine gravierende Sicherheitslücke gegenüber der New York Times. Potenzielle Hacker wären somit in der Lage, den digitalen Key einer jeden SIM-Karte zu entschlüsseln. Dies könnte zur Folge haben, dass Telefongespräche abgehört werden können. Gleiches gilt auch für die Entnahme der auf den SIM-Karten gespeicherten Kontaktdaten. Aufgrund der massiven Verbreitung der SIM-Karten berichtet die Zeitung von gut 750 Millionen Handys, die angreifbar sind.

Nohl meint, dass man auf diesem Weg Software auf Handys installieren könnte. Das Bedenkliche ist dabei, dass diese Programme mithilfe einer Fernsteuerung unabhängig vom Telefon ausgeführt werden können. Dazu wird lediglich der Key der SIM-Karte geknackt, was laut Nohl mit seinem PC nur zwei Minuten dauern soll. Das Lesen gespeicherten Kurznachrichten oder Ähnlichem würde somit kein Problem darstellen.

Sicherheitsforscher präsentiert Details zur Sicherheitslücke

Auf der Messe Black Hat, die am 27. Juli 2013 stattfindet, wird auch Karsten Nohl zu Gast sein und dort nähere Informationen zu seiner Entdeckung enthüllen. Die Zusammenarbeit mit der GSM Association ist bereits in Angriff genommen wurden. Somit bahnt sich also eine Entwicklung eines neuen Standards an, sodass Netzbetreiber und Anbieter von SIM-Karten in Zukunft entsprechend reagieren können und die Sicherheit wiederherstellen, damit das Ausspähen der Daten nicht mehr möglich sein wird.

SIM-Karten-Sicherheitslücke: Mehr als 750 Millionen Handys betroffen
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2 Kommentare

  1. Was ist denn heute überhaupt noch sicher?

  2. Alles wird teurer, das ist sicher! :-)