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Digitaler Musikvertrieb: Umsatz reduziert sich erstmals seit dem Start von iTunes

Zum ersten Mal seit dem Start vom iTunes Music Store im Jahr 2003 in den USA hat sich der Umsatz in 2013 im Jahresvergleich verringert. Experten schließen diese Entwicklung vor allem auf die Musik-Streaming-Services Spotity, Pandora und Rdio zurück, die bei zahlreichen Nutzern äußerst beliebt und besonders günstigen Musikkonsum garantieren.

Digitaler Musikvertrieb

Wie das Billboard-Magazin unter Berufung auf eine Studie der Marktforscher von Nielsen Soundscan berichtet, fielen die Zahlen vom digitalen Musikvertrieb von 1,34 Milliarden verkauften Einheiten im Jahr 2012 auf 1,26 Milliarden im Jahr 2013. Der Rückgang beläuft sich demnach auf 5,7 Prozent. Diese Zahlen beziehen sich auf den Vertrieb von Singles. Bei den Musikalben ist jedoch dieselbe Entwicklung zu verzeichnen. Laut Nielsen habe die Industrie eine solche Entwicklung nicht erwartet. Dies zeigt jedoch sehr gut, wie beliebt Spotify, Pandora und Co wirklich sind.

Erschreckende Entwicklung für die Musikindustrie

Die aktuellen Verkaufszahlen der Singles und Alben zeigt deutlich, dass die Industrie das Potenzial von Internetradios und Musik-Streaming-Angeboten unterschätzt hat. Dabei profitieren die Labels sowie die Künstler auch nicht von Spotify und ähnlichen Services, denn die zu zahlenden Beträge für abgespielte Songs belaufen sich auf wenige Cent. Vereinzelte bekannte Musiker gehen bereits gegen diese Entwicklung an und verbannen ihre Musik von den Musik-Streaming-Portalen.

Apples iTunes Music Store setzte sich zudem sofort nach dem Start im Jahr 2013 an die Spitze der Online-Vertriebssysteme von Musikalben. Vor allem aufgrund der Popularität der iPods haben sich zahllose Kunden für das Angebot entschieden und beziehen fast ausschließlich ihre Musik aus dem digitalen Musikladen von Apple. Mit dem eigenen Streaming-Service iTunes Radio ist Apple auch in den USA sowie in vereinzelten weiteren Ländern aktiv und versucht hier, Nutzer von Spotify, Pandora und Rdio von der eigenen Alternative zu überzeugen. iTunes Radio wird dabei vollkommen kostenlos mit Werbung angeboten. Die werbefreien Versionen schlagen mit 24,99 US-Dollar pro Jahr zu Buche. Ob Apples Streaming-Service iTunes Radio in Zukunft auch in Deutschland verfügbar sein wird, kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht sicher gesagt werden. Vor allem die GEMA stellt womöglich ein großes Problem dar, wobei Apple auch extra für Deutschland Verträge mit den etablierten Musiklabels aushandeln muss, um ein ansprechendes Kontingent für die Nutzer zu kreieren.

Digitaler Musikvertrieb: Umsatz reduziert sich erstmals seit dem Start von iTunes
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Ein Kommentar

  1. Komisch, dass sie weniger verkaufen, wenn sie Lieder ganze 30 cent teurer machen und noch dazu die streaming dienste vieles kostenlos anbieten!